Kontakt

NESCURE GmbH
Am Kurpark 5
82435 Bad Bayersoien

www.nescure.de

Werbebeitrag

Alkoholsucht

Eine Alkoholsucht hat weitreichende Folgen für den Körper. Aber auch psychische und seelische Folgen von Depressionen bis hin zum Burn-out können auftreten.

Schon bei einmaligem Genuss hat Alkohol gravierende Wirkungen: Alkohol beeinflusst das Gehirn, wir können nicht mehr klar denken und Informationen nur noch langsam verarbeiten. Wer zwei Bier in der Stunde trinkt, verliert neben seinen Hemmungen auch die Fähigkeit, Entfernungen richtig abzuschätzen. Auch die Motorik verschlechtert sich und das Urteilsvermögen sinkt. Gedächtnisausfälle kommen ebenfalls häufig hinzu. Gefühlsregungen wie Freude, Trauer und Zorn werden verstärkt. Viele werden unter Alkoholeinfluss aggressiv. Neben der Rauschwirkung hat Alkohol ein hohes Suchtpotenzial. Die Alkoholsucht spielt eine Rolle bei der Entstehung von 60 Krankheiten. Die Sucht hat nicht nur körperliche Folgen, sondern auch soziale: die Alkoholabhängigkeit führt zu Problemen in der Familie und am Arbeitsplatz.

Kurz- und langfristige Folgen

Wenn ein Mensch mit Alkoholsucht entweder gewollt oder ungewollt auf Alkohol verzichtet, kommt es zum sogenannten Entzugssyndrom (Prädelir). Es zeigt sich durch charakteristische Entzugserscheinungen wie zum Beispiel Brechreiz, Durchfall, Bluthochdruck, Schlafstörungen, Zittern, Krampfanfällen, innerer Unruhe, Wahrnehmungsstörungen. Das Entzugssyndrom klingt meist nach drei bis sieben Tagen wieder ab. Bei manchen Alkoholabhängigen kommt es jedoch zu einem sogenannten Alkoholdelir (Delirium tremens), das einen lebensbedrohlichen Notfall darstellt. Dabei zeigen sich die gleichen Symptome wie beim Entzugssyndrom, jedoch in der Regel in stärkerer Ausprägung. Hinzu kommen Desorientiertheit, Bewusstseinsstörungen sowie optische Halluzinationen, bei denen der Betroffene zum Beispiel kleine Tiere wahrnimmt.

Bei einem solchen Delir muss der Patient unbedingt ins Krankhaus eingewiesen werden. Chronischer Alkoholkonsum schadet den Organen dauerhaft, kann sogar zu Impotenz führen. Rund 15 Prozent der alkoholbedingten Todesfälle sind auf eine Herz-Kreislauf-Erkrankung zurückzuführen. Jeder 5. Alkoholkranke
bekommt eine Nervenschädigung, meist befällt sie die Nerven der Beine. Besonders das Gehirn gehört zu den am häufigsten und schwersten betroffenen Organen. Allerdings sind die Folgen der Hirnschädigung oft erst relativ spät zu erkennen. Seltener sind Psychosen, Wahngedanken oder Sinnestäuschungen. Auch depressive Erkrankungen gehen damit einher, auch ein Burn-out. Manchmal ist die Depression der Auslöser, manchmal auch die Folge der Sucht.

Wege aus der Sucht

Zu Beginn der Behandlung einer Alkoholsucht steht der Entzug. Die Behandlung dient dazu, die körperliche Abhängigkeit vom Alkohol zu beenden. Je nach Schwere der Abhängigkeit zeigen sich ohne Alkohol starke körperliche und seelische Symptome. Alkoholentzug ist daher eine harte Prüfung für die Betroffenen, die nicht ohne ärztliche Aufsicht angegangen werden sollte. In der Regel wird ein Alkoholentzug stationär durchgeführt. Denn die Entzugserscheinungen können in manchen Fällen sehr schwerwiegend und sogar lebensbedrohlich sein.

Der Fachausdruck für den körperlichen Entzug ist Entgiftung. Ein stationärer Aufenthalt bietet den Betroffenen sowohl eine medizinische als auch eine psychologische Betreuung. Ein ambulanter Entzug ist nur dann sinnvoll, wenn der Arzt eine schwere Entzugssymptomatik ausschließen kann. Es besteht jedoch die Gefahr, dass die Betroffenen sich nicht an die ärztlichen Anweisungen halten. Mittlerweile gibt es Medikamente, die die Entzugssymptome deutlich reduzieren können. Sie wirken beruhigend und angstlösend und hemmen sowohl Krampfanfälle als auch Delirien. Aber auch diese Medikamente haben wiederum ein eigenes Suchtpotential. Einige Kliniken bevorzugen andere Formen des Entzugs.

Entgiftung

Der Entgiftungsprozess dauert normalerweise fünf bis zehn Tage, trotz der Medikamente leiden viele Betroffenen unter starken Entzugserscheinungen und Suchtdruck. Nun verzichten erste Kliniken auf Medikamente und setzen auf eine sogenannte Neuro-Elektrische Stimulation. Durch ein Stimulationsgerät, mit Elektroden hinterm Ohr verbunden, werden dabei bestimmte Bereiche im Mittelhirn angeregt. Durch die elektrischen Impulse wird das Areal im Gehirn beeinflusst, das für die Produktion von bestimmten Botenstoffen wie Serotonin, Dopamin, Adrenalin und Noradrenalin zuständig ist. Durch die elektrischen Impulse wird die Produktion der Botenstoffe wieder angeregt und ausgeglichen.

Bei der Suchtentgiftung werden die Entzugssymptome stark gemindert, sodass Betroffene weniger mit dem körperlichen Entzug zu kämpfen haben und sofort mit psychotherapeutischen Therapiemaßnahmen beginnen können. Dadurch kann die oft langwierige Erholungsphase verkürzt werden. Die Therapie wird so meist effektiver. Nebenwirkungsfrei werden Entzugssymptome und Suchtdruck verringert, depressive Verstimmungen verbessert und das Lernverhalten positiv beeinflusst. Nach der Entgiftung folgt die Behandlung der psychischen Abhängigkeit vom Alkohol. Behandelt wird mit bewährten, klassischen Methoden der Psychotherapie.