Blutblasen richtig behandeln

Eine Blutblase ist schmerzhaft, aber eigentlich ungefährlich, wenn sie keine Keime verunreinigen. Das ist das Problem beim Aufstechen. Blutblasen treten besonders gerne an den Fingern, den Händen oder an den Füßen auf, und zwar immer dann, wenn das betroffene Körperteil zu sehr beansprucht wird. Wer es also bei der Gartenarbeit übertreibt und mehrere Tage hintereinander mit dem Spaten arbeitet, der muss mit einer Blutblase am Finger oder im Handteller rechnen. Das Gleiche gilt auch für alle, die gerne zu Fuß unterwegs sind und dabei zu enge Schuhe tragen, denn dann bilden sich Blutblasen häufig an den Füßen. Eine Blutblase entsteht immer dann, wenn die Haut über einen längeren Zeitraum einer intensiven Reibung ausgesetzt wird. Durch diese Reibung löst sich dann die obere Schicht der Haut ab und es entsteht eine Lücke zwischen der Oberhaut, der sogenannten Epidermis, und der Lederhaut, der Dermis. Diese Lücke füllt sich dann entweder mit Wundwasser oder eben mit Blut.

Der kleine Unterschied

Gibt es einen Unterschied zwischen einer mit Gewebewasser gefüllten und einer mit Blut gefüllten Blase? Den gibt es und er bezieht sich nicht nur auf die Art der Füllung, sondern auch auf den Grad der Hautschädigung. In der Lederhaut sind die ersten Blutgefäße der Haut zu finden und diese Gefäße werden beschädigt, wenn sich eine Blutblase bildet. Aus den beschädigten Gefäßen dringt Blut in den Zwischenraum, der die Oberhaut von der Lederhaut trennt und das sorgt für Schmerzen. Ein weiterer Unterschied zwischen Wasser- und Blutblase besteht im Heilungsprozess, denn da sich die Haut ständig erneuert, heilt eine mit Gewebewasser gefüllte Blase deutlich schneller als eine Blutblase, bei deren Bildung die Haut tiefer geschädigt worden ist.

Aufstechen oder nicht?

Die meisten Blutblasen verursachen einen unangenehmen Druck und schmerzen bei jeder noch so kleinen Berührung. Wenn das der Fall ist, dann wächst das Bedürfnis, die Blutblase zu öffnen, um so den Druck und damit auch die Schmerzen zu beenden. Beim Öffnen einer Blutblase sollte man jedoch immer vorsichtig sein, denn wenn die Blase unsachgemäß geöffnet wird, dann drohen eine Infektion und im schlimmsten Fall sogar eine Blutvergiftung. Bei großen Exemplaren lautet die Devise: Nicht selbst herumdoktern, sondern lieber den Arzt ranlassen: Große Blutblasen entstehen durch Reibung und sollten ausschließlich vom Dermatologen behandelt werden. Eine große Blutblase sollte nur unter sterilen Bedingungen beim Arzt geöffnet werden. Der Mediziner sticht mit einer Nadel in den Blasenrand, fängt das Blut mit einem sterilen Tupfer auf und verbindet die Stelle. Die Heilungsdauer beträgt zwischen drei und sieben Tagen, je nach Patient. Kleine Blutblasen sollten dagegen geschlossen bleiben und mit einem Pflaster abgedeckt werden.

Selber öffnen?

Wer es nicht lassen kann und partout nicht zum Arzt will, sollte eine kleine Blutblase mit Umsicht so öffnen: Die Nadel muss mit Reinigungsalkohol steril gemacht werden. Nach dem Öffnen muss das Blut vollständig aus der Wunde abfließen. Die Wunde muss mit einer Tinktur beispielsweise aus Spitzwegerich oder Teebaumöl gereinigt werden. Je nach Größe der Wunde schützt entweder ein Pflaster oder ein Verband vor einer möglichen Infektion. Die obere Hautschicht sollte auf keinen Fall abgeschnitten werden, denn sie bietet einen zusätzlichen Schutz. Sollte sich die Haut röten oder die betroffene Körperstelle anschwellen, dann muss auf jeden Fall ein Arzt aufgesucht werden.

Pflaster drauf

Die Zeit heilt bekanntlich alle Wunden. Um die Wunde vor einer erneuten Reibung zu schützen und weitere Schmerzen zu verhindern, sollte zumindest die ersten Tage nach dem Öffnen der Blase ein Pflaster getragen werden. Damit es nicht zu einer Schwellung kommt, sind Eiswürfel, die die Wunde kühlen, sehr hilfreich und auch Salben haben einen entzündungshemmenden und kühlenden Effekt. Besonders geeignet sind Salben aus Ringelblumen und Aloe Vera.
Neben dem Aufstechen gibt es noch die Möglichkeit, die Blutblase auszutrocknen und dabei können einige Hausmittel helfen. Knoblauch und Gurken und Kurkuma mit Honig gehören zu diesen Hausmitteln, mit denen die Blase schnell austrocknet. Gurken enthalten Kieselsäure, die die Haut gut heilen lassen und es reicht schon, eine Gurkenscheibe jeden Tag für einige Minuten auf die Blase zu legen, damit sie austrocknen kann. Der Knoblauch wird nur klein gehackt, mit ein wenig Olivenöl verrührt und dann als Paste auf die betroffene Körperstelle gestrichen. Zwanzig Minuten muss die Paste einwirken und nach wenigen Tagen gehört die Blutblase der Vergangenheit an.