Augenlidentzündung

Werbebeitrag/ Autorin: Anne Klein

Augenlidentzündung

Bei einer Augenlidentzündung schwillt das Lid an, weil sich eine Drüse am Lidrand entzündet hat. Wenn eine Lidranddrüse verstopft oder mit Bakterien infiziert ist, kann sich die Zusammensetzung der Tränenflüssigkeit verschlechtern und das Augenlid entzünden.

Die Augenlidentzündung, auch als Blepharitis bekannt, ist eine häufige Erkrankung, die sowohl Erwachsene als auch Kinder betreffen kann. Sie charakterisiert sich durch eine Entzündung der Augenlider, die in der Regel mit Rötungen, Schwellungen, Juckreiz und manchmal auch mit einer vermehrten Sekretion von Tränenflüssigkeit oder Eiter einhergeht. Die Ursachen für eine Augenlidentzündung sind vielfältig und können von bakteriellen Infektionen über Allergien bis hin zu Hauterkrankungen wie Seborrhoischer Dermatitis reichen. Eine der häufigsten Ursachen für Augenlidentzündungen ist das Vorhandensein von Bakterien, die sich auf den Lidrand ansammeln und dort zu Entzündungen führen können. Diese Bakterien sind oft Teil der normalen ­Hautflora, können jedoch unter bestimmten Bedingungen überhandnehmen. Eine unzureichende Hygiene, wie das Nichtentfernen von Make-up oder das Berühren der Augen mit ungewaschenen Händen, kann das Risiko einer Infektion erhöhen. Darüber hinaus können verstopfte Talgdrüsen, die normalerweise die Augenlider mit einer schützenden Schicht aus Öl versorgen, ebenfalls zu einer Entzündung führen. Wenn der Abfluss dieser Drüsen blockiert ist, kann sich der Talg stauen, was Entzündungen und Infektionen begünstigt. Allergische Reaktionen auf Umweltfaktoren wie Pollen, Hausstaubmilben oder Tierhaare können ebenfalls zu einer Augenlidentzündung führen. In solchen Fällen tritt die Entzündung häufig in Verbindung mit anderen allergischen Symptomen wie Niesen, Naselaufen oder tränenden Augen auf. Zudem können Hauterkrankungen wie Ekzeme oder Psoriasis auch die Augenlider betreffen und Entzündungen hervorrufen. Es ist wichtig, die genaue Ursache der Augenlidentzündung zu identifizieren, um die richtige Behandlung einzuleiten.

Symptome

Die Symptome einer Augenlidentzündung sind in der Regel unangenehm und können die Lebensqualität der Betroffenen erheblich beeinträchtigen. Zu den häufigsten Symptomen gehören Rötungen der Augenlider, Schwellungen, Juckreiz, Brennen und das Gefühl von Sand im Auge. In einigen Fällen kann es auch zu einer vermehrten Tränenproduktion oder einer Eiterbildung kommen. Diese Symptome können sowohl akut als auch chronisch auftreten. Bei chronischen Fällen kann die Entzündung über längere Zeit bestehen bleiben und immer wiederkehren, was eine gründliche Behandlung und Pflege erforderlich macht. Die Diagnose einer Augenlidentzündung erfolgt in der Regel durch eine gründliche Augenuntersuchung. Der Augenarzt wird die Augenlider und die Augen selbst auf Anzeichen einer Entzündung, Rötung oder Schwellung untersuchen. In einigen Fällen kann es notwendig sein, Abstriche von den Augenlidern zu nehmen, um die genaue Ursache der Entzündung zu bestimmen. Dies ist besonders wichtig, wenn der Verdacht auf eine bakterielle Infektion besteht, die eine spezifische Behandlung erfordert.

Therapie

Die Behandlung einer Augenlidentzündung hängt von der zugrunde liegenden Ursache ab. In vielen Fällen sind eine gute Hygiene und regelmäßige Lidrandpflege die ersten Schritte zur Linderung der Symptome. Dies kann beinhalten, die Augenlider sanft mit warmem Wasser und einem milden Reinigungsmittel zu reinigen, um Schmutz, Ablagerungen und Bakterien zu entfernen. In schwereren Fällen, insbesondere wenn Bakterien oder andere Infektionen beteiligt sind, kann der Arzt antibiotische Augentropfen oder Salben verschreiben. Wenn Allergien die Ursache sind, können Antihistaminika oder andere allergiehemmende Medikamente in Betracht gezogen werden. Zusätzlich zur medikamentösen Behandlung können auch warme Kompressen hilfreich sein. Diese fördern die Durchblutung und können verstopfte Talgdrüsen öffnen, was die Symptome der Entzündung lindern kann. Es ist wichtig, die Kompressen regelmäßig anzuwenden, um eine nachhaltige Verbesserung zu erzielen. Bei chronischen Fällen kann es auch sinnvoll sein, einen Allergologen oder Dermatologen zu konsultieren, um weitere Behandlungsmöglichkeiten zu besprechen. Die Prävention einer Augenlidentzündung ist ebenfalls von großer Bedeutung. Regelmäßige Hygienepraktiken, wie das gründliche Waschen der Hände und das Vermeiden von Augenreiben, können dazu bei­tragen, das Risiko einer Infektion zu verringern. Das Entfernen von Make-up vor dem Schlafengehen sowie die Verwendung von hypoallergenen Kosmetika können ebenfalls hilfreich sein. Bei bestehenden Hauterkrankungen ist es ratsam, diese entsprechend zu behandeln, um Komplikationen an den Augenlidern zu vermeiden. Die Augenlidentzündung kommt häufig vor, lässt sich aber durch tägliche Lidhygiene gut beherrschen.