Omega-3-Fettsäuren

Von |2026-07-09T12:25:01+02:00Juli 9th, 2026|

Omega 3 Fettsäuren

Werbebeitrag/ Autorin: Anne Klein

Omega-3-Fettsäuren

Omega-3-Fettsäuren gehören zu den mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Im Gegensatz zu den gesättigten Fettsäuren kann der Körper diese Fettsäuren nicht selbst herstellen. Sie müssen daher von außen – also über die Nahrung – zugeführt werden. Da Omega-3-Fettsäuren lebensnotwendig für unseren Organismus sind, werden sie auch als essenzielle Fettsäuren bezeichnet. Es gibt verschiedene Arten von Omega-3-Fettsäuren. Sie unterscheiden sich vor allem anhand ihrer chemischen Struktur und der natürlichen Quelle, der sie entspringen. Zu den wichtigsten Omega-3-Fettsäuren gehören: Eicosapentaensäure (EPA), Docosahexaensäure (DHA) und Alpha-Linolensäure (ALA).

Sind Omega-3-Fettsäuren wahre Jungbrunnen? Mit einem einfachen „Ja“ lässt sich diese Frage nicht beantworten. Erstens unterscheiden Experten zwischen kurz- und langkettigen Omega-3-Fettsäuren. Nur die ­langkettigen Varianten aus fettigen Hochseefischen – genauer Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA) – gelten als besonders gesundheitsfördernd. Zweitens ist die Datenlage längst nicht für alle angepriesenen Effekte überzeugend. Drittens fehlen derzeit einheitliche Empfehlungen, welche Menge Omega-3 ein Mensch essen sollte, um davon zu profitieren. Die meisten Studien liegen zur Wirkung auf Herz und Kreislauf vor. Langkettige Omega-3-Fettsäuren senken das Risiko für bestimmte Fettstoffwechselstörungen (wie eine Hypertriglyceridämie), für Bluthochdruck sowie eine koronare Herzkrankheit mit überzeugender Beweislage. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt, täglich etwa 250 Milligramm dieser ­Fettsäuren in Form eines Fischgerichts aufzunehmen. Da eine Portion frischer Fisch pro Tag eher schwer umzusetzen ist, sollte man ein- bis zweimal in der Woche Fisch zu essen – davon eine Portion fettigen Hochseefisch sowie eine zweite Portion fettarmem Seefisch. Insbesondere Hering, Makrele, Lachs und Thunfisch enthalten reichlich Omega-3-Fettsäuren. Kardiologen halten in ihren Leitlinien sogar ein Gramm Omega-3-Fettsäuren pro Tag für wünschenswert.

Auch Kapseln

Thunfisch hat zwar den höchsten Gehalt an den gesunden Fischfetten, ist aber in vielen Teilen der Erde überfischt. Daneben weist die DGE darauf hin, dass auch andere ungesättigte Fettsäuren – wie kurzkettige Omega-3-Fettsäuren und Omega-6-Fette – gesünder sind als gesättigte. Wer sich gesund ernähren möchte, sollte seinen Fettbedarf daher überwiegend mit ungesättigten Fettsäuren decken. Die kurze Omega-3-Variante kommt vermehrt in pflanzlichen Ölen wie Lein-, Raps-, Soja- und Walnussöl vor. Omega-6 findet sich in Sonnenblumen-, Maiskeim- und Sojaöl. Fischölkapseln, die Omega-3-Fettsäuren in hoher Konzentration enthalten, eignen sich unter bestimmten Voraussetzungen. Auch Fischöl aus der Apotheke soll einen Mangel an Omega-3-Fettsäuren ausgleichen können. Die Einnahme sollte immer mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden. Denn wer zu viel davon zu sich nimmt, dem drohen auch Nebenwirkungen. Im Übrigen versorgt uns Fisch zusätzlich mit Vitamin D, Jod und leicht verdaulichem Eiweiß. Nicht umsonst gilt Fisch als durch und durch gesundes Nahrungsmittel und wertvoller Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung.

Multitalent

Es ist erwiesen, dass Omega-3-Fettsäuren in der Lage sind, die Bildung von Stoffen im Organismus zu unterbinden, die eine Entzündung fördern können. Man muss dabei jedoch beachten, dass diese Wirkung erst nach einiger Zeit eintritt, da im Körper erst eine bestimmte Konzentration erreicht werden muss. Auf der anderen Seite sind die Fettsäuren in der Regel sehr gut verträglich und wirken auch wesentlich länger als spezielle Medikamente. Wenn Patienten unter Rheuma, Arthritis, Neurodermitis oder Schuppenflechte leiden, die allesamt mit entzündlichen Prozessen einhergehen, kann die Einnahme von Omega-3-Fettsäuren hilfreich sein. Auch bei der Darmerkrankung Colitis ulcerosa konnten gute Erfolge erzielt werden, Durchfälle, Koliken und Unterleibsschmerzen konnten deutlich verringert werden. Am häufigsten werden Präparate mit Omega-3-Fettsäuren eingesetzt, wenn es um die Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen geht. Omega-3-Fettsäuren sind in der Lage, die Fließeigenschaften des Blutes zu verbessern, so dass sich die Cholesterinwerte häufig verbessern und es seltener zu verengten Blutgefäßen und Ablagerungen kommt.

Omega-3-Fettsäuren sollen sich auch positiv auf die Psyche auswirken. In Finnland haben mehr als 3.000 Probanden an einer Studie teilgenommen, und dabei konnte aufgezeigt werden, dass Omega-3-Fettsäuren anscheinend auch in der Lage sind, Depressionen zu verhindern oder abzuschwächen. Das liegt vermutlich daran, dass die essentiellen Fettsäuren in den ­Hirnstoffwechsel eingreifen können, ähnlich einem Antidepressivum.

Elektrosmog

Von |2026-07-09T12:09:11+02:00Juli 9th, 2026|

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Gabriel-Tech GmbH
Siemensstraße 17
65779 Kelkheim (Taunus)

www.gabriel-technologie.de

Werbebeitrag/ Autor Peter M. Crause

Elektrosmog

OTC: Wo entsteht Elektrosmog und gibt es Wechselwirkungen?

Harry Roos: Hunderte wissenschaftliche Studien weltweit weisen auf mögliche gesundheitliche Risiken durch Elektrosmog hin – teilweise bereits deutlich unterhalb der derzeit geltenden Grenzwerte. Elektrosmog ist ein Gemisch elektrischer, magnetischer und elektromagnetischer Felder, das unseren Lebensraum Tag und Nacht durchdringt. Dazu gehören elektrische Wechselfelder aus der Hausinstallation und angeschlossenen Geräten, magnetische Wechselfelder sowie Veränderungen des natürlichen Erdmagnetfeldes. Hinzu kommen elektromagnetische Wellen durch WLAN, Bluetooth, Smarthome, Mobiltelefone und zunehmend durch moderne Mobilfunktechnologien wie 5G.

Diese Felder beeinflussen sich gegenseitig und können elektromagnetische Interferenzpotenziale (EMI) bilden – kleinräumige Bereiche mit erhöhter Belastung. Gabriel-Tech hat weltweit erstmals ein Messverfahren entwickelt, mit dem diese Wechselwirkungen dreidimensional dargestellt und bewertet werden können. Dadurch lassen sich Belastungsschwerpunkte gezielt erkennen und mit der Gabriel-Technologie reduzieren.

OTC: Sind die Gabriel-Messtechnik und Forschung einzigartig?

Harry Roos: Die Gabriel-Objektberatung arbeitet mit normgerechter 3D-Messtechnik und einer eigens entwickelten Spezialsoftware zur grafischen Darstellung und Bewertung der Messergebnisse. Diese Software bildet die Grundlage für die Analyse der elektromagnetischen Interferenzpotenziale (EMI) und ermöglicht eine objektive Dokumentation. Sämtliche Arbeitsabläufe unterliegen einem TÜV-Süd-zertifizierten Qualitätsmanagement nach DIN EN ISO 9001:2015 – einzigartig in diesem Fachbereich.

Seit über fünfzehn Jahren betreibt Gabriel-Tech wissenschaftliche Forschung zu den Auswirkungen elektromagnetischer Felder auf Gehirn, Herz und Immunsystem. Mittels hochauflösender EEG-Messungen, EKG, Herzratenvariabilität sowie Blut-, Speichel- und Urinanalysen konnten Veränderungen verschiedener biologischer Systeme untersucht werden. Die Gabriel-Technologie kann nach den vorliegenden Untersuchungen diese Einflüsse messbar reduzieren. Mit derzeit sechzehn international veröffentlichten wissenschaftlichen Studien ist Gabriel-Tech die weltweit einzige wissenschaftlich anerkannte Informationstechnologie dieser Art.

OTC: Wie wirkt die Gabriel-Technologie?

Harry Roos: Die technischen Grundlagen gehören zum geschützten Know-how von Gabriel-Tech. Vereinfacht erklärt erhöht die Gabriel-Technologie die Kohärenz innerhalb elektromagnetischer Felder und verbessert deren Ordnungsstruktur. Dadurch können elektromagnetische Interferenzpotenziale reduziert werden. Die Technologie überträgt natürliche Frequenzmuster in technische Felder, ohne deren Funktion oder Leistung zu beeinflussen. Sie ist keine klassische Abschirmung, sondern eine Informationstechnologie, welche die Feldstruktur harmonisiert. Dadurch können technische Geräte uneingeschränkt weiter genutzt werden, während kritische Auswirkungen elektromagnetischer Belastungen deutlich reduziert werden.

OTC: Für wen ist die Gabriel-Objektberatung sinnvoll?

Harry Roos: Die Gabriel-Objektberatung richtet sich an Menschen, die ihre Belastung durch Elektrosmog reduzieren und ein möglichst störungsarmes Umfeld schaffen möchten. Einsatzbereiche sind Wohnhäuser, Schlafplätze, Büros, Arzt- und Naturheilpraxen, Kliniken, Hotels sowie Industrie- und Gewerbeobjekte. Ziel ist die präzise Erfassung, objektive Bewertung und gezielte Reduzierung elektromagnetischer Belastungsschwerpunkte.

OTC: Zukünftige Entwicklungen

Harry Roos: Die technische Entwicklung schreitet rasant voran. Mit der zunehmenden Digitalisierung, Smart-Home-Systemen, Elektromobilität und neuen Mobilfunktechnologien steigt auch die elektromagnetische Belastung unseres Alltags kontinuierlich an. Gabriel-Tech entwickelt deshalb fortlaufend wissenschaftlich fundierte Lösungen, um Menschen auch künftig wirksam vor den Auswirkungen elektromagnetischer Umweltbelastungen zu schützen und mit den technischen Entwicklungen Schritt zu halten.

Dr. Harry Roos

Vielen Dank,
Herr Harry Roos für das Gespräch.

Magnetfeldtherapie

Von |2026-07-09T11:54:41+02:00Juli 9th, 2026|

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SL-medizintechnik GmbH
Im Langen Feld 4
71711 Mur

www.sl-medizintechnik.de

Werbebeitrag/ Autor Peter M. Crause

Magnetfeldtherapie

Stellen Sie sich vor, Sie lägen entspannt auf einer Matte, während ein sanftes, pulsierendes Magnetfeld Ihren Körper durchdringt. Kein Pieksen, kein Ziehen, nur ein angenehmes Gefühl der Wärme und Leichtigkeit. Willkommen in der Welt der Magnetfeldtherapie – einer Methode, die immer mehr Menschen für sich entdecken, um Schmerzen zu lindern, die Regeneration zu fördern und das allgemeine Wohlbefinden zu steigern. Doch was steckt wirklich hinter dieser Therapieform, und was sagt die Wissenschaft dazu?

Die Magnetfeldtherapie, insbesondere in ihrer pulsierenden Variante, nutzt die Kraft elektromagnetischer Felder, um biologische Prozesse im Körper anzuregen. Im Kern geht es darum, dass gezielt erzeugte Magnetfelder in den Körper eindringen und dort auf zellulärer Ebene wirken sollen. Die Idee ist so einfach wie faszinierend: Jede unserer Körperzellen besitzt eine eigene elektrische Ladung. Durch äußere Magnetfelder sollen sich diese Ladungen beeinflussen – fast so, als würde man einen verstimmten Motor wieder in den richtigen Takt bringen. Die Folgen: Durchblutung und Stoffwechsel sollen angeregt werden, Entzündungen abklingen und der Körper wieder sein natürliches Gleichgewicht finden.

Fachliche Einordnung

Die wissenschaftliche Datenlage ist nicht eindeutig. Während einige Studien – vorwiegend bei der Behandlung von Arthrose – positive Effekte auf Schmerzen, Gelenkfunktion und Lebensqualität festgestellt haben wollen, kommt das Cochrane-Netzwerk zu dem Schluss, dass wissenschaftliche Belege für eine Wirksamkeit bei Arthrose noch fehlen. Auch der IGeL-Monitor bewertet die Magnetfeldtherapie bei Kreuzschmerzen als „unklar“ – weder Nutzen noch Schaden seien eindeutig nachweisbar. Aber: Bei der invasiven Magnetfeldtherapie (Elektro-Osteostimulation) zur Förderung der Knochenheilung gibt es anerkannte wissenschaftliche Belege für eine Wirksamkeit. Insofern verwundert es nicht, dass viele Anwender von subjektiven Verbesserungen berichten. Besonders bewährt habe sich die Therapie bei Beschwerden des Bewegungsapparats – zumindest in den Augen ihrer Befürworter. Ob Verspannungen im Rücken, schmerzende Gelenke oder langwierige Knochenbrüche: Die sanften Impulse sollen die Heilung fördern, indem sie die Zellaktivität anregen und die Sauerstoffversorgung des Gewebes verbessern. Doch nicht nur bei akuten Problemen wird die Therapie eingesetzt. Immer mehr Menschen nutzen sie präventiv, um Stress abzubauen, den Schlaf zu verbessern oder einfach, um sich nach einem anstrengenden Tag zu erholen. Selbst im Sportbereich schwören Athleten auf die regenerierende Wirkung, die Muskelkater vorbeugen und die Erholungsphase nach intensiven Trainingseinheiten verkürzen soll.

Anwendungen

Die Anwendung selbst könnte kaum ­einfacher nicht sein. Für zu ­Hause gibt es bequeme Magnetfeldmatten oder -decken, auf denen man liegt oder sitzt, während das Gerät sein Werk verrichtet. Die Dauer einer Sitzung variiert je nach Bedarf zwischen wenigen Minuten und einer Stunde, und die Intensität lässt sich individuell einstellen. Wer es lokaler mag, kann mit speziellen Applikatoren gezielt bestimmte Körperregionen behandeln – etwa das Knie nach einer Verletzung oder den Nacken bei Verspannungen. Die Geräte sind dabei so konzipiert, dass sie sich nahtlos in den Alltag integrieren lassen.

Doch die Magnetfeldtherapie ist nicht nur etwas für Menschen. Auch Tiere sollen von den sanften Impulsen profitieren. Pferde nach einem anstrengenden Turnier, Hunde mit Gelenkproblemen oder gestresste Katzen – für alle gibt es speziell entwickelte Decken, Gamaschen oder Matten, die sich einfach anlegen lassen. Besonders bei Tieren, die unter Angst oder Nervosität leiden, kann die Therapie beruhigend wirken. Die Magnetfelder sollen das Nervensystem beruhigen und den Tieren helfen, wieder zu innerer Ruhe zu finden. Letztlich geht es bei der Magnetfeldtherapie vielleicht vor allem um eines: die Erkenntnis, dass unser Körper über erstaunliche Selbstheilungskräfte verfügt – und manchmal nur ein kleiner, sanfter Impuls von außen nötig sein könnte, um diese Kräfte wieder in Fluss zu bringen. Und da wir alle immer mehr nach natürlichen und schonenden Lösungen suchen, könnte die Magnetfeldtherapie also genau das Richtige sein. Ein Stück Wellness für zu Hause, das Körper und Geist neue Energie schenkt.

Behandlungsfehler

Von |2026-06-08T10:49:49+02:00Juni 8th, 2026|

Behandlungsfehler-TK

Werbebeitrag/ Autor: Peter M. Crause

Behandlungsfehler

Es ist eine Zahl, die aufhorchen lässt: 7.540 Mal meldeten sich 2025 Versicherte der Techniker Krankenkasse mit dem Verdacht, Opfer eines Behandlungsfehlers geworden zu sein. Ein neuer Höchststand, der 14 Prozent über dem Vorjahr liegt und eine Entwicklung fortsetzt, die seit Jahren zu beobachten ist. Doch was bedeutet das wirklich? Nicht jeder Verdacht bestätigt sich – etwa jeder dritte Fall erhärtet sich bei der Überprüfung, sodass Medizinrechtler ein Verfahren einleiten können. Doch selbst diese Zahl ist nur die Spitze des Eisbergs. Experten wie TK-Vorstand Jens Baas warnen seit Monaten: Die Dunkelziffer ist hoch, zu viele Fehler werden verschwiegen oder kleingeredet, statt sie als Chance für Verbesserungen zu nutzen.

Fehler gibt es überall

Besonders betroffen sind chirurgische Eingriffe, die mit 29 Prozent an der Spitze der Verdachtsfälle stehen. Dahinter folgen Zahnmedizin und Kieferorthopädie mit 17 Prozent sowie Geburtshilfe und Gynäkologie mit elf Prozent. Die Bandbreite der Vorwürfe ist groß, doch ein Muster kristallisiert sich heraus: Oft geht es um Abweichungen vom medizinischen Standard, die zu gesundheitlichen Schäden führen. Doch selbst wenn die Kasse in Abrechnungsdaten klare Hinweise auf mögliche Fehler entdeckt, darf sie die Versicherten nicht aktiv darauf hinweisen – eine strukturelle Hürde, die die Aufklärung erschwert.

Die TK fordert daher ein einheitliches Melderegister, das Ärztekammern, Medizinischen Dienst und Krankenkassen zusammenführt. Bisher führen alle ihre eigenen Statistiken, was den Überblick über die Gesamtlage erschwert. Baas betont: „Wir müssen dringend die Weichen stellen, dass unentdeckte Behandlungsfehler besser ermittelt werden können.“ Doch es geht nicht nur um Transparenz, sondern auch um eine offene Fehlerkultur. Statt Fehler zu vertuschen, sollten sie als Lernchance begriffen werden – für ein Gesundheitswesen, das sich stetig verbessert.

Das können Betroffene tun

Für viele Betroffene ist der erste Schritt der schwerste: den Verdacht überhaupt zu äußern. Doch genau hier beginnt der Weg zur Klärung. Der erste Rat der Experten lautet daher, das Gespräch mit der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt zu suchen. Oft lassen sich Missverständnisse oder unbegründete Zweifel so ausräumen. Doch wenn der Verdacht bleibt, gibt es klare Anlaufstellen. Die eigene Krankenkasse ist dabei ein zentraler Ansprechpartner – sie ist gesetzlich verpflichtet, ihre Mitglieder bei der Verfolgung von Schadensersatzansprüchen kostenlos zu unterstützen. Das kann etwa die Einholung eines Sachverständigengutachtens durch den Medizinischen Dienst (MD) umfassen, das prüft, ob tatsächlich ein Fehler vorliegt und ob dieser den gesundheitlichen Schaden verursacht hat.

Wer unsicher ist, ob es sich um einen Behandlungsfehler handelt oder wie man vorgehen soll, kann sich auch an unabhängige Beratungsstellen wenden. Die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) oder die Bundesarbeitsgemeinschaft der PatientInnenstellen und -initiativen (BAGP) bieten kostenlose Unterstützung und helfen, den nächsten Schritt zu planen. Zudem gibt es in vielen Bundesländern Gutachterkommissionen oder Schlichtungsstellen bei den Ärztekammern, die außergerichtlich klären können, ob ein Fehler vorliegt. Diese Stellen sind spezialisiert darauf, solche Fälle zu begutachten und können so eine neutrale Einschätzung liefern.

Informationen sammeln

Wichtig ist auch, den Behandlungsverlauf genau zu dokumentieren. Ein Gedächtnisprotokoll, in dem Betroffene notieren, wer wann, wo und wie behandelt hat, kann später entscheidend sein. Auch Arztberichte, Befunde und Rechnungen sollten sorgfältig aufbewahrt werden. Diese Unterlagen sind nicht nur für Gutachter, sondern auch für mögliche juristische Schritte von Bedeutung. Sollte sich der Verdacht bestätigen, können Betroffene entscheiden, ob sie klagen möchten – ein Schritt, der oft langwierig und kräftezehrend ist. Alternativ bietet sich ein Schlichtungsverfahren an, das viele Ärztekammern anbieten. Hier wird versucht, den Konflikt außergerichtlich zu lösen, was für beide Seiten oft weniger belastend ist.

Die TK betont, dass Betroffene keine Scheu haben sollten, ihre Krankenkasse zu kontaktieren. In vielen Fällen kann die Kasse bereits mit kostenlosen Gutachten unterstützen und den Weg zur Klärung ebnen. Denn eines ist klar: Je früher Betroffene aktiv werden, desto besser sind die Chancen, den Sachverhalt aufzuklären und mögliche Ansprüche geltend zu machen. Nur: Warum steigen die Zahlen der Verdachtsfälle so stark? Ist es wirklich so, dass mehr Fehler passieren? Oder trauen sich einfach mehr Menschen, ihre Bedenken zu äußern? Es ist wohl von jedem etwas. Und die aktuelle Entwicklung zeigt vor allem eines: Das Bewusstsein für Patientenrechte wächst.

Was ist eine Stoffwechselstörung?

Von |2026-06-08T10:26:31+02:00Juni 8th, 2026|

Stoffwechselstörung

Werbebeitrag/ Autorin: Anne Klein

Was ist eine Stoffwechselstörung?

Alle Vorgänge im menschlichen Körper beruhen letztlich auf chemischen Reaktionen, bei denen Stoffe auf-, ab- oder umgebaut werden. Die Gesamtheit dieser Reaktionen nennt man Stoffwechsel. Der Stoffwechsel sorgt beispielsweise dafür, dass der Körper ausreichend mit Energie versorgt wird, und er hält so die Körperfunktionen aufrecht. Von einer Stoffwechselerkrankung oder Stoffwechselstörung spricht man, wenn der gesamte ­Stoffwechsel oder Teilbereiche nicht mehr richtig funktionieren. Die Ursache ist meistens, dass für den Stoffwechsel wichtige Enzyme oder Hormone fehlen. Dies ist beispielsweise bei Typ-1-Diabetes der Fall, bei dem es an dem Hormon Insulin mangelt. Dadurch gerät der ­gesamte Zuckerstoffwechsel aus dem Gleichgewicht. Andere Beispiele sind Gicht, bei der der Harnsäurestoffwechsel gestört ist, und eine Schilddrüsenunterfunktion, bei der es an lebenswichtigen Schilddrüsenhormonen mangelt. Stoffwechselstörungen können angeboren sein oder sich erst später im Leben entwickeln.

Wie man sie erkennt

Die Symptome einer Stoffwechselstörung sind häufig unspezifisch. Das heißt, sie kommen auch bei vielen anderen Erkrankungen vor und weisen nicht eindeutig auf ein bestimmtes gesundheitliches Problem hin. Das erschwert die Diagnose einer Stoffwechselstörung. Zu den häufigsten Beschwerden zählen unter anderem: Müdigkeit, Erschöpfung und Antriebslosigkeit, Schmerzen in Muskeln und Gelenken, ständiges Frieren, kalte Hände und Füße, Konzentrationsschwäche, Appetitlosigkeit, Magenschmerzen / Bauchkrämpfe (bis mehrere Stunden nach dem Essen). Diese Symptome können selbstverständlich auch ohne eine Erkrankung zutreffen und die Ursache eine völlig andere sein. Wer unter diesen Symptomen leidet, sollte den Hausarzt oder die Hausärztin aufsuchen. Dort wird im ersten Schritt ein Bluttest gemacht, der bereits Aufschluss über eine Erkrankung geben kann. Möglicherweise werden danach weitere Tests durchgeführt, beispielsweise bei einem Endokrinologen / einer Endokrinologin (untersucht Hormone).

Manche Stoffwechselerkrankungen treten bei uns sehr häufig auf, z. B. Störungen der Schilddrüsenfunktion oder Diabetes mellitus. Typ-1-Diabetes ist eine Autoimmunkrankheit. Dabei zerstört das Immunsystem die insulinproduzierenden Zellen in der Bauchspeicheldrüse (Pankreas). Mit sinkendem Blutspiegel von Insulin gelangt immer weniger Blutzucker in die Körperzellen. Der Blutzuckerspiegel steigt, gleichzeitig „hungern“ die Körperzellen.

Typ-2-Diabetes hat einen völlig anderen Krankheitsmechanismus: Es ist zwar genügend Insulin im Blut, die Körperzellen reagieren aber zunehmend unempfindlich darauf (Insulinresistenz). Sie nehmen daher weniger Blutzucker auf – so steigen auch hier die Werte. Ursache für diese Diabetesform ist eine Kombination bestimmter Gene mit einem ungünstigen Lebensstil.

Oft sind es die Hormone

Es gibt verschiedene Stoffwechselstörungs-Arten. Man unterteilt sie unter anderem nach den ­Nährstoffklassen, die dabei verarbeitet werden, in vier Hauptgruppen: Störungen des Fettstoffwechsels (z. B. erhöhte Cholesterinwerte), Störungen im Kohlenhydratstoffwechsel (z. B. Diabetes), Störungen im Eiweißstoffwechsel (z. B. Ahornsirupkrankheit – ein ­schwerer, angeborener genetischer Defekt, bei dem der Körper bestimmte Aminosäuren nicht abbauen kann), Störungen im Mineralstoffhaushalt (z. B. Phosphatmangel).

Die Schilddrüse reguliert über verschiedene Hormone das Arbeitstempo des Körpers. Ihre Hormone sind damit von zentraler Bedeutung für zahlreiche Stoffwechselprozesse. Sie steuern beispielsweise die Herzaktivität, den Energieumsatz, die Darmfunktion und die Muskelkraft. Bei einer Unterfunktion (Hypothyreose) verlangsamt sich der Stoffwechsel. Folgen sind unter anderem Gewichtszunahme, Haarausfall, Erschöpfung, depressive Verstimmung. Bei der Gicht ist der Harnsäurestoffwechsel gestört: Der Spiegel von Harnsäure ist so hoch, dass er auskristallisiert. Die Kristalle setzen sich in Organen und Gelenken ab und provozieren dort Entzündungsreaktionen.

Viele Stoffwechselerkrankungen ­bilden sich allein aufgrund genetischer Defekte aus. Bei anderen spielen jedoch die sogenannten Lebensstilfaktoren eine Rolle, die eine Veranlagung zu einer Stoffwechselerkrankung erst durchbrechen lassen. Zum Beispiel die Ernährung: Zu viel Zucker, tierische Fette und stark verarbeite Lebensmittel begünstigen unter andrem die Stoffwechselerkrankung Typ-2-Diabetes. Adipositas: Körperfett ist kein passives Speichergewebe. Es produziert zahlreiche Hormone, die auch auf Stoffwechselprozesse einwirken. Folge kann dann zum Beispiel ein metabolisches Syndrom sein mit Bluthochdruck, hohen Blutfettwerten und Insulinresistenz.

Auch Alkohol kann ein Risikofaktor sein. Bei starkem Alkoholkonsum bildet der Körper zum Beispiel größere Mengen bestimmter Blutfette (Triglyceride) und die Leber lagert verstärkt Fett ein.

Muttermilch spenden

Von |2026-06-08T10:23:01+02:00Juni 8th, 2026|

Muttermilch spenden

Werbebeitrag/ Autorin: Anne Klein

Muttermilch spenden

Muttermilch schützt vor Infektionen und unterstützt die Ent­wicklung des Immunsystems. Besonders wichtig ist sie ­jedoch für Frühgeborene und schwer kranke Säuglinge. Für diese Kinder kann gespendete Muttermilch sogar ­lebensrettend sein.

Kommt ein Baby zu früh auf die Welt, ist sein Organismus noch nicht vollständig entwickelt. Vor allem Darm, Immunsystem und Stoffwechsel reagieren empfindlich. Viele Frühchen können anfangs nicht ausreichend gestillt werden, weil die Milchbildung der Mutter nach einer belastenden Frühgeburt verzögert einsetzt oder medizinische Gründe gegen das Stillen sprechen. In solchen Fällen greifen Kliniken auf gespendete Muttermilch aus sogenannten Frauenmilchbanken zurück.

Muttermilch gilt unter Fachleuten als die beste Ernährung für Frühchen. Studien zeigen, dass sie das Risiko schwerer Infektionen senken kann. Besonders gefürchtet ist die nekrotisierende Enterokolitis, eine gefährliche Darmentzündung, die bei Frühgeborenen lebensbedrohlich verlaufen kann. Außerdem gibt es Hinweise darauf, dass Muttermilch die Entwicklung des Gehirns und die spätere Gesundheit der Kinder positiv beeinflusst. Deshalb versuchen neonatologische Zentren möglichst vielen kleinen Patienten Muttermilch zur Verfügung zu stellen.

Starthilfe für Frühchen

Doch genau daran mangelt es häufig. In Deutschland existieren bislang nur vergleichsweise wenige Frauenmilchbanken. Viele Kliniken melden regelmäßig Engpässe. Gleichzeitig wissen zahlreiche stillende Mütter gar nicht, dass sie überschüssige Milch spenden könnten. Andere scheuen den organisatorischen Aufwand oder sind unsicher, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen. Dabei ist die Spende grundsätzlich unkompliziert. Voraussetzung ist, dass die Mutter gesund ist, ausreichend Milch für das eigene Kind hat und keine Medikamente einnimmt, die über die Milch weitergegeben werden könnten. Vor der ersten Spende erfolgt ein medizinischer Fragebogen, häufig ergänzt durch Blutuntersuchungen. Anschließend wird die abgepumpte Milch hygienisch gesammelt, tiefgekühlt transportiert und in der Frauenmilchbank sorgfältig kontrolliert. Dort wird sie mikrobiologisch untersucht und meist pasteurisiert, um Krankheitserreger sicher auszuschließen.

Der hohe Aufwand zeigt, welchen Stellenwert die ­gespendete Muttermilch inzwischen in der modernen Neonatologie hat. Anders als industriell hergestellte Säuglingsnahrung enthält sie zahlreiche bioaktive Bestandteile, die sich künstlich bislang nicht vollständig nachbilden lassen. Dazu gehören Antikörper, Enzyme, Wachstumsfaktoren und entzündungshemmende Stoffe. Gerade unreife Frühgeborene profitieren davon besonders.

Für viele Spenderinnen ist die Milchspende eine ­emotionale Erfahrung. Sie wissen, dass ihr Überschuss einem anderen Kind helfen kann, gesund ins Leben zu starten. Manche ­Frauen berichten sogar, dass sie sich dadurch mit anderen Familien verbunden fühlen. Dennoch bleibt die Zahl der Spenderinnen gering. Ein Grund dafür sind fehlende Strukturen. Nicht überall gibt es wohnortnahe Frauenmilchbanken, und nicht jede Klinik kann die Milch zu Hause abholen. Hinzu kommt, dass junge Familien in den ersten Monaten ohnehin stark belastet sind und zusätzliche Wege oder organisatorische Hürden oft abschreckend wirken.

Experten wünschen sich deshalb mehr öffentliche Aufmerksamkeit für das Thema. Während Blutspenden seit Jahrzehnten selbstverständlich sind, wissen nur wenige Menschen von der Möglichkeit der Muttermilchspende. Dabei ist der Bedarf groß. Immer mehr Kliniken rufen inzwischen gezielt zu Spenden auf, weil die Vorräte nicht ausreichen, um alle bedürftigen Säuglinge zu versorgen.

Aufklärung

Hebammen, auch Apotheken können hier eine wichtige Rolle übernehmen. Sie sind häufig erste Ansprechpartner für junge Familien und genießen großes Vertrauen. Durch Aufklärungsgespräche, Informationsmaterial oder Hinweise auf regionale Frauenmilchbanken können Apotheken, Hebammen und Kinderärzte und Kinderärztinnen dazu beitragen, das Thema bekannter zu machen. Gerade stillende ­Frauen mit einem Milchüberschuss erfahren oft erst durch Zufall, dass ihre Milch für andere Kinder wertvoll sein könnte.

Zugleich braucht es Sensibilität. Nicht jede Mutter kann stillen, und nicht jede Frau möchte Muttermilch spenden. Schuldgefühle sind fehl am Platz. Entscheidend ist vielmehr, Familien individuell zu unterstützen und über Möglichkeiten zu informieren. Dort, wo eine Spende infrage kommt, kann sie jedoch einen enormen Unterschied machen.

Für die winzigen Patienten auf den Frühchenstationen bedeutet jeder Milliliter Muttermilch ein Stück Schutz und Entwicklungschance. Die Spenderinnen schenken damit weit mehr als Nahrung: Sie geben den kleinsten und verletzlichsten Kindern einen möglichst guten Start ins Leben.

Elektrosmog

Von |2026-06-08T10:16:07+02:00Juni 8th, 2026|

Elektrosmog

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Gabriel-Tech GmbH
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65779 Kelkheim

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Werbebeitrag/ Autorin: Anne Klein

Elektrosmog

Elektrosmog ist ein Begriff, der heute immer häufiger ­ver­wendet wird. Gemeint sind elektromagnetische Felder und Wellen, die durch technische Geräte und moderne Kommunikationssysteme entstehen. Smartphones, WLAN-Router, Bluetooth-Anwendungen, Smart-Home-Technologien, Hochspannungsleitungen oder Mobilfunkanlagen gehören mittlerweile selbstverständlich zum Alltag. Gleichzeitig wächst bei vielen Menschen das Interesse an der Frage, wie sich diese technischen Einflüsse auf das persönliche Wohlbefinden auswirken und welche Möglichkeiten es gibt, die Belastung zu ­reduzieren.

Besonders im häuslichen Umfeld befinden sich zahlreiche Geräte dauerhaft im Betrieb. Neben Mobiltelefonen und Tablets zählen dazu WLAN-Netzwerke, schnurlose Telefone, Smart-TVs, Funklautsprecher und viele weitere elektronische Anwendungen. Auch moderne Fahrzeuge verfügen über eine Vielzahl elektronischer Systeme und Funkverbindungen, die elektromagnetische Felder erzeugen.

Wissenschaftliche Untersuchungen beschäftigen sich seit vielen Jahren mit elektromagnetischen Feldern und deren möglichen Auswirkungen auf biologische Systeme. Dabei stehen insbesondere Langzeitwirkungen sowie die Wechselwirkungen verschiedener elektromagnetischer Quellen im Fokus der Forschung. Internationale Normen und ­Grenzwerte sollen sicherstellen, dass technische Anlagen innerhalb definierter Sicherheitsbereiche betrieben werden. Dennoch wünschen sich viele Menschen zusätzliche Möglichkeiten, ihre persönliche Belastung im Alltag zu minimieren.

Bewusster Umgang

Zu den klassischen Maßnahmen gehört ein bewusster ­Umgang mit elektronischen Geräten. So kann ­beispielsweise die Nutzungsdauer von Mobiltelefonen reduziert oder ein Headset verwendet werden, um den Abstand zum Kopf zu vergrößern. WLAN-Router lassen sich nachts abschalten, wenn sie nicht benötigt werden. Auch die gezielte Platzierung elektronischer Geräte außerhalb von Schlafbereichen wird häufig empfohlen. Solche Maßnahmen verfolgen das Ziel, die persönliche Exposition gegenüber elektromagnetischen Feldern zu verringern.

Darüber hinaus beschäftigen sich verschiedene ­Unternehmen mit technischen Lösungen zur Reduzierung elektromagnetischer Belastungen. Innovative Technologie wurde entwickelt zur Reduzierung von elektromagnetischen Interferenzpotenzialen, die umgangssprachlich häufig unter dem Begriff Elektrosmog zusammengefasst werden.

Bei dieser neuen Technologie sollen Wechselwirkungen elektromagnetischer Felder nicht nur erfasst, sondern auch messbar reduziert werden können. Ein besonderes Merkmal ist das sogenannte EMI-Potenzial-Messverfahren, mit dem elektromagnetische Interferenzen analysiert werden. Dabei bleiben Smartphones, WLAN-Systeme oder andere technische Einrichtungen weiterhin vollständig nutzbar.

Unterschiedliche Bewertungen

Ein weiterer Schwerpunkt liegt im Bereich ­Fahrzeugtechnik. Moderne Autos verfügen über zahlreiche elektronische Komponenten, darunter Navigationssysteme, Assistenzsysteme, Bluetooth-Schnittstellen, Sensorik und Kommunikationsmodule. Dabei können elektromagnetische Interferenzpotenziale entstehen, die mit speziellen Messverfahren sichtbar gemacht werden.

Die Diskussion über Elektrosmog wird jedoch nicht nur von Herstellern technischer Lösungen geführt. Auch innerhalb der wissenschaftlichen Gemeinschaft bestehen unterschiedliche Bewertungen hinsichtlich möglicher gesundheitlicher Auswirkungen elektromagnetischer Felder. Während zahlreiche Studien die Einhaltung bestehender Grenzwerte als ausreichend ansehen, fordern andere Forscher weitere Untersuchungen zu Langzeiteffekten und biologischen Wechselwirkungen. Aus diesem Grund bleibt das Thema Gegenstand aktueller Forschung und gesellschaftlicher Debatten.

Für Verbraucher ist es daher sinnvoll, sich umfassend zu informieren und unterschiedliche Quellen zu ­berücksichtigen. Neben wissenschaftlichen Veröffentlichungen können auch technische Messungen, unabhängige Gutachten und die Erfahrungen von Anwendern einen Beitrag zur eigenen Meinungsbildung leisten. Wichtig ist dabei eine sachliche Betrachtung, die sowohl technische Entwicklungen als auch wissenschaftliche Erkenntnisse berücksichtigt.

Fest steht, dass elektromagnetische Felder ein fester Bestandteil moderner Lebenswelten geworden sind. Der Schutz vor Elektrosmog umfasst daher sowohl praktische Verhaltensmaßnahmen als auch technische Lösungen, die auf eine Verringerung elektromagnetischer Belastungen abzielen. Interessant ist der Ansatz, moderne Technologien mit speziellen Schutzkonzepten zu verbinden und so neue Möglichkeiten für einen bewussten Umgang mit elektromagnetischen Einflüssen zu schaffen.

Fermentierte Pflanzenkraft

Von |2026-05-07T11:01:16+02:00Mai 7th, 2026|

Werbebeitrag/ Autor: Peter M. Crause

Fermentierte Pflanzenkraft

Fermentation klingt für viele nach traditioneller Küche – nach Sauerkraut oder Joghurt. Tatsächlich steckt dahinter ein Prozess, der heute auch in modernen Nährstoffkonzentraten eine zentrale ­Rolle spielt. Mikroorganismen wie Bakterien oder Pilze wandeln dabei pflanzliche Rohstoffe um und erzeugen neue Verbindungen. Das Ergebnis: Aus einfachen Ausgangsstoffen entstehen komplexe, oft besser verwertbare Nährstoffe.

Wichtig ist die Unterscheidung: Während Gärung immer ohne Sauerstoff abläuft, kann Fermentation auch unter Sauerstoffeinfluss stattfinden. In beiden Fällen entstehen ­Stoffwechselprodukte, die den ursprünglichen Pflanzenstoff verändern – und häufig aufwerten. Pflanzen enthalten von Natur aus viele wertvolle Inhaltsstoffe, aber nicht alle stehen dem Körper direkt zur Verfügung. Genau hier setzt Fermentation an. Sie baut ­sogenannte antinutritive Substanzen wie Phytate oder Tannine ab, die Mineralstoffe binden können. Gleichzeitig werden Enzyme aktiv, die Mikronährstoffe freisetzen.

Das bedeutet konkret: Mineralstoffe wie Eisen, Zink oder Kalzium liegen nach der Fermentation oft in einer Form vor, die der Körper leichter aufnehmen kann. Auch Vitamine profitieren davon. Bestimmte Mikroorganismen sind in der Lage, Vitamine wie B2, B12 oder ­Folsäure selbst zu bilden und so den Gehalt im Endprodukt zu erhöhen.

Ein weiterer Effekt betrifft die Eiweißstruktur. Gerade bei pflanzlichen Quellen verbessert sich durch Fermentation die Verdaulichkeit, und essenzielle Aminosäuren werden besser zugänglich. Für Menschen, die sich überwiegend pflanzlich ernähren, ist das ein relevanter Punkt.

Bioverfügbarkeit: Entscheidend ist, was ankommt

Ein Begriff taucht in diesem Zusammenhang immer wieder auf: Bioverfügbarkeit. Gemeint ist damit, wie schnell und in welchem Umfang ein Nährstoff vom Körper aufgenommen und tatsächlich genutzt werden kann. Ein hoher Gehalt an Vitaminen oder Mineralstoffen allein sagt noch wenig aus. Erst wenn der Körper diese Stoffe effizient aufnehmen kann, entfalten sie ihre Wirkung. Fermentierte Pflanzenstoffe haben hier einen klaren Vorteil, weil sie bereits „vorverdaut“ sind. Der Organismus muss weniger Umwandlungsarbeit leisten.

Nebenbei entstehen während der Fermentation zusätzliche bioaktive Substanzen. Auch die Vielfalt der Inhaltsstoffe nimmt zu, da enzymatische Prozesse neue Moleküle bilden. Ein weiterer Aspekt betrifft die Darmgesundheit. Fermentierte Produkte enthalten häufig lebende Mikroorganismen, darunter Milchsäurebakterien. Diese können das natürliche Gleichgewicht im Darm unterstützen. Gleichzeitig beeinflusst Fermentation auch den Blutzuckerstoffwechsel. Durch den Umbau von Stärke und die Bildung resistenter Stärke kann der glykämische Effekt eines Lebensmittels sinken. Das sorgt für stabilere Blutzuckerwerte und eine gleichmäßigere Energieversorgung. Auch in Bezug auf Haltbarkeit spielt Fermentation weiterhin eine Rolle. Die entstehende Milchsäure senkt den pH-Wert und hemmt unerwünschte Keime. Das macht Produkte nicht nur länger haltbar, sondern auch mikrobiologisch stabiler.

Nährstoffversorgung im Alltag

Trotz eines großen Lebensmittelangebots ist eine ausreichende Nährstoffversorgung nicht selbstverständlich. Besonders im höheren Alter zeigt sich häufig ein schleichender Mangel. Ursachen sind veränderte Essgewohnheiten, ein geringerer Appetit oder auch körperliche Einschränkungen. Die Folgen bleiben oft lange unbemerkt. Erst mit der Zeit machen sich Defizite bemerkbar, etwa durch nachlassende Muskelkraft, ein schwächeres Immunsystem oder verzögerte Regeneration. Hinzu kommt, dass viele ältere Menschen regelmäßig Medikamente einnehmen, die den Nährstoffhaushalt zusätzlich beeinflussen können.

Bestimmte Wirkstoffe stehen im Verdacht, Vitamine und Mineralstoffe im Körper zu reduzieren oder deren Aufnahme zu behindern. Dazu zählen unter anderem Vitamin B12, Magnesium oder Coenzym Q10. Dadurch entsteht eine doppelte Belastung: Der Bedarf steigt, während die Versorgung sinkt. Hier setzen moderne Nährstoffkonzentrate an, die auf fermentierten Pflanzen basieren. Sie liefern Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe in einer Form, die der Körper leichter verwerten kann. Durch die Vorarbeit der Mikroorganismen stehen viele Inhaltsstoffe bereits in aktivierter Form zur Verfügung.

Das macht solche Produkte besonders interessant für Menschen mit erhöhtem Bedarf – sei es im Alter, in stressreichen Phasen oder bei unausgewogener Ernährung. Auch für Kinder kann eine zusätzliche Versorgung sinnvoll sein, etwa in Wachstumsphasen oder bei hoher körperlicher Aktivität. Entscheidend dabei: Qualität schlägt Quantität, die Verfügbarkeit entscheidet.

Nährstoffe für den Darm

Ein gesunder Darm ist die Grundlage für ein starkes Immunsystem, eine stabile Psyche und langanhaltende Energie. Doch wie bleibt der Darm gesund? Neben ballaststoffreicher Ernährung und ausreichend Bewegung spielen fermentierte Lebensmittel eine zentrale Rolle. Sie versorgen die Darmbakterien mit genau dem, was sie brauchen, um zu gedeihen – und schützen gleichzeitig vor schädlichen Keimen. Besonders im Alter wird die Darmgesundheit oft unterschätzt. Dabei ist sie entscheidend für die Lebensqualität. Ein gut funktionierendes Darmmikrobiom kann Entzündungen reduzieren, die Nährstoffaufnahme verbessern und sogar die Gehirnfunktion unterstützen. Vitabalance* ist hier ein idealer Begleiter: Es kombiniert die Vorteile fermentierter Nährstoffe mit der Einfachheit einer modernen Nahrungsergänzung. So wird gesunde Ernährung zum Kinderspiel – für ein langes, aktives Leben.Denn eines ist klar: Wer heute in seine Darmgesundheit investiert, profitiert morgen von mehr Vitalität, besserer Abwehrkraft und einem allgemeinen Wohlbefinden.

Schlafmangel verkürzt das Leben

Von |2026-05-07T10:55:07+02:00Mai 7th, 2026|

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Werbebeitrag/ Autor: Dieter Becker

Schlafmangel verkürzt das Leben

Schlaf ist genauso wichtig wie Ernährung und Bewegung, betont die Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM). Doch für viele Menschen ­bedeutet Schlafen eine Qual. Sie leiden unter Schlafstörungen. In einer neuen Studie warnen Wissenschaftler und ­Ärzte vor Schlafmangel! Das dramatische Ergebnis: ­Schlafmangel verkürzt das Leben. Wer weniger als sieben Stunden schläft, stirbt früher! Schlafmangel ist schlimmer als schlechte Ernährung, Einsamkeit oder Bewegungsmangel. Nur Rauchen ist tödlicher. Das ist das Ergebnis einer Studie aus den USA, deren Ergebnisse im „Journal Sleep Advance“ veröffentlicht wurden. Für die Studie wurden Millionen von Gesundheits­daten ausgewertet. Die Untersuchung belegt: Schlaf ist das wahre Wundermittel des Körpers. Er zählt zu den wichtigsten biologischen Prozessen unseres Körpers. Schlaf repariert, stärkt und schützt die Psyche und die Physis. Schlaf ist Medizin. Er sorgt für Glück, Wohlbefinden und Gesundheit. Schlaf verlängert das Leben.

Studienlage

Die Ergebnisse einer Schlafstudie der Krankenkasse Pronova BKK ist ebenfalls alarmierend! Die Fakten: Die Mehrheit der Deutschen schläft zu wenig! 60 Prozent fehlen im Schnitt fünf Stunden Schlaf unter der Woche. 87 Prozent wachen nachts auf, etwa jeder Fünfte sogar mindestens dreimal. Schlafforscher ­sagen, dass mindestens acht Millionen Deutsche an einer Schlaf­störung leiden. Der renommierte Schlafmediziner und Somnologe, Dr. Michael Feld aus Frechen (NRW) warnt: „Im Bereich der Schlafstörungen und insbesondere was das Durchschlafen anbelangt, steuern wir auf eine regelrechte Epidemie zu. Immer mehr Menschen leiden unter extremen Schlafstörungen. Mögliche Folgen: Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Herzinfarkt, Konzentrationsprobleme und dadurch auch Unfälle.“ Übrigens: Mehr Frauen als Männer leiden unter Schlafstörungen. Dazu gehörte auch Doris Schwengeler. Die Friseurin aus der Schweiz, konnte nach eigener Aussage etwa 30 (!) Jahre lang nicht mehr schlafen! Die Mutter von zwei Kindern erinnert sich: „Ich lag Tag für Tag, Monat für Monat, Jahr für Jahr, hellwach im Bett. Es war der reinste Horror, ein gelebter Albtraum. Ich versuchte alles: Tee, Schlaftabletten, Akupunktur, Klinik, Schlaflabor – alles ohne Erfolg.“ Die Frau war täglich beruflich stark gefordert, als Friseurin und für die Büroarbeiten ihres Mannes. Geholfen hat ihr schließlich ein Medizinprodukt made in Germany – eine stromlose Magnetfeld-Technologie mit dem Namen Biorelax/Kleinsche Felder; unter anderem eingearbeitet in Schlafauflagen. Die mit einem Award ausgezeichnete Technologie, wurde von dem zertifizierten Medizinprodukthersteller Bernhard Klein (Bremen) entwickelt. Doris Schwengeler: „Dank der Kleinsche-Felder-Schlafauflage konnte ich schon nach drei Wochen täglich sieben bis acht Stunden durchschlafen. Für mich war das wie eine zweite Geburt.“

Wichtig: Nicht nur die Schlafdauer, sondern auch die Qualität des Schlafs entscheidet darüber, ob wir ausgeruht aufwachen. Interessant: Jeder dritte Deutsche ­würde ohne Partner besser schlafen. Der Grund: Schnarchen.

Insbesondere Schlafapnoe ist eine ernsthafte Schlafstörung mit Atemaussetzern (Apnoen), oft begleitet von lautem Schnarchen, Müdigkeit, Konzentrationsstörungen und Kopfschmerzen. Der renommierte Wissenschaftler, Forscher und Arzt, Dr. Dr. Jordan Petrow, Leiter der Akademie für Wissenschaft und Forschung in Rostock, berichtet: „Der Sauerstoffgehalt im Blut sinkt. Unbehandelt steigt das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Bluthochdruck und Schlaganfall. Aber Schlafapnoe kann sofort beendet werden, und zwar mit einem Kleinsche-Felder-Streifen. Diesen mit einem dünnen Schal am Nacken anbringen. Dort ist das Atem- und Kreislaufzentrum. Mit dieser Therapie habe ich bei vielen Schlafapnoe-Betroffenen einen durchschlagenden Erfolg erzielt.“

Weitere Informationen unter

www.ght-med.com
www.chronischekrankheiten.net
www.rivo.ag
www.institut-naturheilverfahren.de
www.dr-michael-feld.de

Schlafmediziner Dr. Michael Feld (links) bei einem Vortrag mit dem Sportwissenschaftler Prof. Dr. Ingo Froböse zum Thema „Gesunder Schlaf“.

Neuer Adipositas-Grenzwert?

Von |2026-05-07T09:46:30+02:00Mai 7th, 2026|

Werbebeitrag/ Autorin: Anne Klein

Neuer Adipositas-Grenzwert?

Der Body-Mass-Index berechnet sich aus dem Verhältnis von Körpergewicht zur Körpergröße und teilt Menschen in Kategorien wie Normalgewicht, Übergewicht und Adipositas ein. Doch zunehmend wird Kritik laut: Ist der BMI noch zeitgemäß, oder brauchen wir einen neuen Grenzwert – vielleicht sogar ein ganz neues System zur Bewertung von Körperfett und Gesundheitsrisiken?

Der größte Vorteil des BMI liegt in seiner Einfachheit. Er ist schnell berechnet, benötigt keine aufwendige Technik und erlaubt eine grobe Einordnung großer Bevölkerungs­gruppen. Gerade in der Epidemiologie und Public Health hat er sich deshalb als nützliches Instrument etabliert. Allerdings basiert der BMI auf einer vereinfachten Annahme: dass Körpergewicht in Relation zur Größe ausreichend ist, um Gesundheitsrisiken abzuschätzen. Diese Annahme gerät zunehmend ins Wanken.

Ein zentraler Kritikpunkt ist, dass der BMI nicht zwischen Muskelmasse und Fettmasse unterscheidet. Ein ­durchtrainierter Mensch kann denselben BMI haben wie eine Person mit hohem Körperfettanteil, obwohl die gesundheitlichen Risiken völlig unterschiedlich sind. Ebenso berücksichtigt der BMI nicht, wo sich Fett im Körper befindet. Dabei gilt insbesondere viszerales Fett, also Fett im Bauchraum, als besonders gesundheitsschädlich.

Menschen mit einem normalen BMI können dennoch ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Diabetes haben, wenn sie viel Bauchfett besitzen – ein Phänomen, das als „normalgewichtige Adipositas“ beschrieben wird.

Frauen und Männer

Auch alters- und geschlechtsspezifische Unterschiede ­bleiben beim BMI unberücksichtigt. Ältere Menschen verlieren oft Muskelmasse, wodurch ihr BMI sinken kann, obwohl der Körperfettanteil steigt. Bei Frauen und Männern unterscheidet sich die Fettverteilung ebenfalls deutlich, was sich im BMI nicht widerspiegelt. Zudem gibt es ethnische Unterschiede: Bei asiatischen Populationen treten gesundheitliche Risiken bereits bei niedrigeren BMI-Werten auf, weshalb dort teilweise andere Grenzwerte empfohlen werden.

Vor diesem Hintergrund wird verstärkt über alternative Messmethoden diskutiert. Ein häufig genannter Kandidat ist der Taillenumfang oder das Verhältnis von Taille zu Körpergröße. Diese Maße geben Hinweise auf die Fettverteilung und sind eng mit metabolischen Risiken verbunden. Auch ­bildgebende Verfahren oder bioelektrische Impedanzanalysen können den Körperfettanteil genauer bestimmen, sind jedoch im Alltag aufwendiger und teurer.

Ein weiterer Ansatz ist die Kombination mehrerer Parameter. Anstelle eines einzelnen Grenzwerts könnte ein multidimensionales Modell treten, das BMI, Taillenumfang, Blutwerte und Lebensstilfaktoren einbezieht. Ein solcher Ansatz würde der Komplexität von Adipositas besser gerecht werden, stellt jedoch höhere Anforderungen an Diagnostik und Interpretation. Denkbar sind etwa Risikoscores, die ähnlich wie bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen individuelle Faktoren gewichten und daraus eine personalisierte Einschätzung ableiten.

„Metabolische“ Gesundheit

In der wissenschaftlichen Diskussion gewinnt zudem der Begriff der „metabolischen Gesundheit“ an Bedeutung. Nicht jeder Mensch mit einem erhöhten BMI weist automatisch krankhafte Stoffwechselveränderungen auf, während umgekehrt auch Personen mit normalem Gewicht metabolische Störungen entwickeln können. Faktoren wie Insulinresistenz, Blutfettwerte oder Entzündungsmarker liefern oft ein genaueres Bild des tatsächlichen Gesundheitszustands als das Körpergewicht allein. Dies spricht dafür, Adipositas stärker als komplexe chronische Erkrankung zu verstehen und weniger als rein äußerlich sichtbaren Zustand.

Auch die praktische Umsetzung neuer ­Bewertungsmodelle wirft Fragen auf. Während der BMI weltweit etabliert und leicht verständlich ist, könnten komplexere Systeme im Alltag schwerer anzuwenden sein – insbesondere in der hausärztlichen Versorgung oder in ressourcenschwachen Regionen. Hier zeigt sich ein Spannungsfeld zwischen wissenschaftlicher Genauigkeit und praktischer Umsetzbarkeit. Ein idealer Ansatz müsste beide Aspekte miteinander verbinden: ausreichend präzise, um individuelle Risiken zu erfassen, und zugleich einfach genug, um breit eingesetzt werden zu können.

Hinzu kommt eine gesellschaftliche Dimension. Der BMI wird nicht nur medizinisch genutzt, sondern auch in Fitnessprogrammen, Versicherungen oder öffentlichen Gesundheitskampagnen. Eine Ablösung oder grundlegende Veränderung dieses Maßstabs hätte daher weitreichende Folgen.

Trotz aller Kritik plädieren viele Fachgesellschaften nicht für die Abschaffung des BMI, sondern für seine Ergänzung. Der BMI kann weiterhin als erstes Screening-Instrument dienen, sollte aber durch weitere Messgrößen ergänzt werden, um individuelle Gesundheitsrisiken genauer zu erfassen.

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