Darmkrebs

Von |2024-04-29T11:45:22+02:00April 29th, 2024|

Autorin Anne Klein

Darmkrebs

In einigen Ländern der Europäischen Union und in Großbritannien steigen die Sterberaten bei Darmkrebs bei den 25- bis 49-Jährigen. Eine Ursache sei der höhere Anteil übergewichtiger junger Menschen, erläutert ein Forschungsteam um Carlo La Vecchia von der Universität Mailand im Fachjournal „Annals of Oncology“. Weitere Faktoren seien ein erhöhter Alkoholkonsum und verminderte körperliche Aktivität. Darmkrebs in jüngerem Alter ist in der Regel aggressiver, die Überlebenschancen sind geringer als bei älteren Menschen, wie die Forschenden erläutern. Es sei zu überlegen, die Darmkrebsvorsorge auf jüngere Menschen auszuweiten, beginnend mit 45 Jahren. In Deutschland können Frauen ab 55 und Männer ab 50 Jahren als gesetzlich Krankenversicherte eine Darmspiegelung in Anspruch nehmen. Darmkrebs entsteht meist aus Wucherungen der Darmwand. Diese können bei einer Darmspiegelung entfernt werden, bevor sie sich möglicherweise zu Darmkrebs entwickeln. Etwa 55.000 Menschen erkranken nach Angaben des Deutschen Krebsforschungszentrums jedes Jahr an Darmkrebs, mehr als 20.000 sterben.

Besonders stark steigt die Todesrate bei Darmkrebs im Altersbereich von 25 bis 49 Jahren nach der Prognose des Forschungsteams für 2024 verglichen mit dem Zeitraum von 2015 bis 2019 in Großbritannien: um 26 Prozent bei Männern und fast 39 Prozent bei Frauen der Altersgruppe. Auch in Italien (plus 1,5 Prozent bei Männern und 2,6 Prozent bei Frauen), bei spanischen und polnischen Männern (plus 5,5 bzw. 5,9 Prozent) sowie bei 25- bis 49-jährigen Frauen in Deutschland (plus 7,2 Prozent) werde ein Anstieg zu verzeichnen sein.

Sehr häufig

Darmkrebs gehört zu den häufigeren Krebserkrankungen in Deutschland. Wenn von Darmkrebs gesprochen wird, ist damit meist Krebs im Dickdarm gemeint. Krebs im Dünndarm ist sehr selten. Darmkrebs entsteht fast immer aus Wucherungen, die sich in der Schleimhaut des Dickdarms bilden, sogenannten Darmpolypen. Aber längst nicht alle Polypen entwickeln sich zu einem Krebs – und wenn, dauert es viele Jahre. Eine Möglichkeit zur Vorbeugung ist die Darmspiegelung, bei der Polypen entfernt werden können.

Darmkrebs hat weltweit in den letzten Jahren zugenommen: veränderte Ernährungsgewohnheiten, Übergewicht, mangelnde Bewegung und Rauchen sowie eine genetische Komponente sind als Komplex wie für andere Krebsarten auch als Ursachen für Darmkrebs auszumachen. Darmkarzinome wachsen nicht von heute auf morgen, sondern ganz langsam im Laufe von Jahren. Meist spürt man nichts davon. Der Körper sendet jedoch einige Warnzeichen, auf die man achten sollte. Die Erkrankung beginnt meist schleichend und mit sehr unterschiedlichen Krankheitszeichen, wie z. B. Leistungsminderung, Müdigkeit, Gewichtsverlust, Fieber oder Nachtschweiß. Da diese Symptome auch auf andere Krankheiten deuten können, wird Darmkrebs sehr oft zu spät erkannt. Das einzige zuverlässige Frühsymptom ist eine Blutbeimischung im Stuhl. Aber dieses Alarmzeichen wird häufig fehl gedeutet, da es auch auf Hämorrhoiden zurückgehen kann. Deshalb sollten Sie sich bei Blut im Stuhl in jedem Fall auf Darmkrebs untersuchen lassen, auch wenn Sie Hämorrhoiden haben. Andererseits bedeutet das Fehlen dieses Krankheitszeichens keine Entwarnung. Darmkrebs kann auch vorliegen, wenn kein Blut im Stuhl vorhanden ist. Eine plötzliche Änderung der Stuhlgewohnheiten, faulig-eitriger Stuhlgeruch und ständiger Wechsel zwischen Verstopfung und Durchfall sowie Schleimbeimischungen sind oft mögliche erste Anzeichen für Darmkrebs. Auch das Symptom des „falschen Freundes“ (Blähungen mit Stuhlabgang) sowie konstant üble „Windgerüche“ können ein Hinweis auf Darmkrebs sein. Sie sollten sich daher bei verändertem Stuhlverhalten oder Blut im Stuhl einen Internisten aufsuchen und sich untersuchen lassen.

Koloskopie

Die vollständige Spiegelung des Darms heißt in der medizinischen Fachsprache Koloskopie. Mit einem speziellen Instrument, dem Endoskop, betrachtet der Arzt das Innere des Darms und untersucht die Darmschleimhaut nach Auffälligkeiten. Außerdem kann er mit Hilfe des Endoskops an verdächtigen Stellen Gewebeproben entnehmen sowie Wucherungen (= Polypen) abtragen. Eine Studie aus Großbritannien zeigt: Dort haben Mediziner mehr als 170.000 Probanden rekrutiert, in zwei Gruppen eingeteilt und die eine davon einer Darmspiegelung unterzogen. Dabei entdeckte Polypen wurden entfernt, alle Teilnehmer über Jahrzehnte hinweg überwacht und untersucht, inwieweit eine Darmspiegelung zur Verhinderung von Darmkrebs beiträgt. Die Antwort ist überraschend klar: Die Wahrscheinlichkeit, an einem Darmkrebs zu erkranken, wurde selbst durch eine einmalige Darmspiegelung um 33 Prozent reduziert, die Wahrscheinlichkeit, an diesem Tumor zu sterben, sogar um 43 Prozent. Die Darmspiegelung ist damit der Goldstandard.

Cluster-Kopfschmerz

Von |2024-04-29T11:43:44+02:00April 29th, 2024|

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Hormosan Pharma GmbH
Hanauer Landstraße 139-143
60314 Frankfurt am Main

www.hormosan.com

Werbebeitrag/ Autorin Anne Klein

Cluster-Kopfschmerz

Cluster-Kopfschmerz ist ein in Episoden und Attacken auftretender, streng einseitiger und sehr heftiger Kopfschmerz, bei dem das Schmerzmaximum meist um das Auge oder die Schläfe liegt, diese Region gehört zum Versorgungsgebiet des Nervus trigeminus. Zusätzlich kommt es zu Symptomen des autonomen (unwillkürlichen) Nervensystems. Deshalb gehört der Cluster-Kopfschmerz zur Klasse der trigemino-autonomen Kopfschmerzerkrankungen. Er zählt neben Spannungskopfschmerzen und Migräne zu den primären Kopfschmerzen. So werden Kopfschmerzen bezeichnet, für die es keine weiteren Ursachen gibt. Cluster-Kopfschmerzen sind nicht Folge oder Begleiterscheinung einer anderen Krankheit und sie stehen nicht mit anderen körperlichen Prozessen in Zusammenhang. Das englische Wort „Cluster“ bedeutet Klumpen, Anhäufung, Ansammlung, Traube, Büschel und Bündel. Der Name Cluster-Kopfschmerz macht deshalb deutlich, dass es eine Häufung an Attacken während der Schmerzperioden gibt. Bei Cluster-Kopfschmerz können die einzelnen Schmerzattacken zwischen 15 Minuten und 3 Stunden dauern. Unterschiedlich ist, wie häufig die Attacken auftreten und wie lange eine Schmerzepisode andauert. Manche Menschen mit Cluster-Kopfschmerz haben während einer Schmerzperiode alle zwei Tage eine Attacke. Allerdings kann sich die Frequenz bis zu acht Attacken pro Tag steigern. Während einer Schmerzepisode ist immer nur eine Seite des Kopfes betroffen. Nur in seltenen Fällen wechselt der Cluster-Kopfschmerz über die Gesamtdauer der Erkrankung die Kopfhälfte. Am stärksten tritt der Schmerz hinter dem Auge auf und wird als brennend, glühend, schneidend oder bohrend beschrieben. Während der Schmerzphasen kann auch die Konzentration gestört sein, dazu tragen die Schlafstörung bei nächtlichen Attacken und teilweise auch die Medikamente zur Behandlung bei.

Diagnose

Typische Begleitsymptome sind (zur Diagnose ist ausreichend, wenn mindestens eines der Symptome auftritt, vgl. ICHD III): ein hängendes oder anschwellendes Augenlid auf der Schmerzseite, eine verengte Pupille, tränende Augen, gerötete Bindehaut, verstopfte Nase, Nasenlaufen, deutliches Schwitzen im Gesicht oder auf der Stirn, ein erhöhter Bewegungsdrang sowie körperliche Unruhe. Vor allem der letzte Punkt ist ein Symptom, das meist eine klare Abgrenzung von Migränekopfschmerzen ermöglicht. Neben dem Hausarzt sind Neurologen, die auf Kopfschmerzen spezialisiert sind, die ersten Ansprechpartner. Cluster-Kopfschmerz kann lediglich über eine körperliche Untersuchung sowie das Beschwerdebild zusammen mit der Krankheitsgeschichte diagnostiziert werden.
Um andere Ursachen oder Erkrankungen auszuschließen, wird in der Regel eine Magnetresonanztomographie (MRT) des Gehirns durchgeführt. Für die Diagnosestellung ist auch wichtig, dass Patienten ein Schmerztagebuch oder einen Kopfschmerz-Kalender führen.

Behandlung

Viele Cluster-Kopfschmerz-Patienten haben die Erfahrung gemacht, dass Schmerzmittel wie Aspirin oder Ibuprofen, die sonst bei Kopfschmerzen genommen werden, völlig wirkungslos sind. Im Unterschied zu beispielsweise Migräne bleiben nichtmedikamentöse Behandlungsformen wie Entspannungsübungen, Yoga, Stressbewältigungsverfahren, physiotherapeutische oder physikalische Maßnahmen sowie Akupunktur alleine in der Regel häufig ohne Erfolg. Die Behandlung von Cluster-Kopfschmerz verlangt daher nach einer anderen Therapie. Zwei Wirkstoffe sind bekannt, die Intensität und Umfang von Schmerzattacken deutlich reduzieren können: Das eine ist reiner Sauerstoff, das andere sind Triptane. Reiner Sauerstoff wirkt bei über 80 % der Erkrankten schnell und zuverlässig. Triptane sind eine Wirkstoffgruppe, die etwa seit Mitte der 90er-Jahre in Deutschland als Medikament gegen Migräne zugelassen ist. Für Cluster-Kopfschmerz gibt es aktuell lediglich zwei zugelassene Triptane, Sumatriptan und Zolmitriptan. Diese werden mittels Spritzen bzw. Injektoren sowie als Nasalspray (Zolmitriptan) verabreicht. Patienten sollten während einer Kopfschmerzattacke bestimmte Triggerfaktoren wie Alkohol, den Aufenthalt in großen Höhen, Schokolade und histaminhaltige Nahrungsmittel sowie gefäßerweiternde nitrathaltige Medikamente, wie sie z. B. in der Herzmedizin zum Einsatz kommen, meiden.

Kreatin für Frauen

Von |2024-04-29T11:40:13+02:00April 29th, 2024|

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Alzchem Group AG
Chemiepark Trostberg
83308 Trostberg

www.alzchem.com

Werbebeitrag/ Autorin Anne Klein

Kreatin für Frauen

Kreatin ist eine natürlich vorkommende Substanz, die sich in den Muskelzellen befindet und die hilft, Energie während einer intensiven Bewegung und einer Kraftanstrengung zu liefern. Unser Körper produziert etwa die Hälfte des täglichen Kreatinbedarfs. Die verbleibende Menge wird über die Nahrung zugeführt, wobei nur Lebensmittel tierischen Ursprungs Kreatin enthalten, vor allem Fisch und Fleisch. Und Sportler lieben den Nährstoff, der ihnen zu mehr Leistung verhilft. Darüber hinaus schätzt die Generation 50 plus die Substanz, die alternden Muskeln neue Kraft verleiht. Nur Couchpotatoes haben wenig davon – Kreatin wirkt erst im Zusammenspiel mit körperlicher Aktivität. Kreatin liefert selbst keine Energie, spielt aber eine Hauptrolle im Energiestoffwechsel der Muskulatur. Kurz gesagt sorgt Kreatin für die Energiebereitstellung. Ohne Kreatin können Muskelzellen nicht arbeiten. Kreatin ist eine Kohlenstoff-Stickstoff-Verbindung, die der Körper selbst in Leber, Bauchspeicheldrüse und Niere bildet. Kreatin kommt fast ausschließlich in der Skelettmuskulatur vor und wird dort als Kreatinphosphat gespeichert. Im Körper eines Erwachsenen befinden sich zwischen 80 und 130 Gramm Kreatin. Kreatin kommt in Fleisch und Fisch vor und das können wir mit der Nahrung aufnehmen. Was ist aber nun mit Vegetariern und Veganern? Die müssen es als Nahrungsergänzungsmittel zuführen.

Nahrungsergänzung

Offenbar hat jeder Mensch seinen individuellen Kreatin-Bedarf. Wer umfassend trainiert und wenig Fleisch isst, braucht wahrscheinlich mehr Kreatin als jemand, dessen körperliche Aktivität eher moderat und dessen Fleischkonsum eher hoch ist. Die regelmäßige Supplementation von Kreatin als Nahrungsergänzungsmittel bewirkt, dass der Kreatin-Spiegel im Gewebe ein Maximum erreicht, das nicht überstiegen werden kann. Es wird jedoch täglich auch ein gewisser Teil des Kreatin-Pools in das Abbauprodukt Kreatinin umgewandelt und ausgeschieden, das ist ein ganz natürlicher Vorgang. Dieser Teil muss wieder aufgefüllt werden: Durch körpereigene Biosynthese, durch die Nahrung und/oder durch Nahrungsergänzung. Wird mehr Kreatin eingenommen, als der Körper benötigt, wird der Überschuss mit dem Urin ausgeschieden. Es ist daher nicht sinnvoll, unnötig hohe Kreatin-Dosen über einen längeren Zeitraum einzunehmen.

Aktuelle Studien aus den USA zeigen, dass eine kurz- und langfristige Supplementierung (mehr als 20 Gramm pro Tag) bei Erwachsenen sicher und gut verträglich ist. Bekannt ist jedoch, dass bei zu hohen Dosierungen und schlechtem Auflösen von Kreatinpulver die Gefahr von Durchfall und Erbrechen besteht. Auch Auswirkungen auf andere Organe werden diskutiert. Personen mit bestehenden Nierenleiden oder Personen mit einem erhöhten Risiko für Nierenkrankheiten (z. B. Diabetes, Bluthochdruck) wird davon abgeraten, Nahrungsergänzungsmittel mit Kreatin einzunehmen. Kreatin bewirkt, dass die Muskeln dem Körper Wasser entziehen, deshalb sollten Sie immer darauf achten, genug Flüssigkeit aufzunehmen. Durch Wassereinlagerung in die Muskelzellen steigt das Körpergewicht – gerade, wenn Sie Laufsport betreiben, eher ein unangenehmer Nebeneffekt. Es erhöht sich der Druck in den Zellen. Dadurch kann das Verletzungsrisiko beim Sport ansteigen. Interessant ist auch, dass einige wissenschaftliche Studien Kreatin noch weitere Effekte zuschreiben. Hierzu gehören die Verbesserung der Gehirnfunktion, Optimierung der Schlafqualität, eine antioxidative Wirkung und die Steigerung der Knochengesundheit.

Für aktive Frauen

Verschiedene Studien haben gezeigt, dass die Einnahme von Kreatin das Trainings- und Fitnessniveau von Frauen verbessern kann. Eine andere Studie, die im „Strength and Conditioning Journal“ veröffentlicht wurde, fand heraus, dass Frauen eine größere relative Leistungsverbesserung als Männer hatten: eine 15%ige gegenüber einer 6%igen Leistungssteigerung. Zu den zusätzlichen Vorteilen der Nahrungsergänzung durch Kreatin bei Frauen gehören eine erhöhte Wirksamkeit von Antidepressiva, eine verbesserte kognitive Funktion und ein verbessertes Gedächtnis sowie die Korrektur des Nährstoffmangels für die Frauen nach einer pflanzlichen Ernährung.

Im Gegensatz zu dem Verdacht, dass Frauen durch Kreatin zusätzlich Wasser einlagern, gibt es offensichtlich keine signifikante Zunahme an Körpermasse bei Frauen nach der Einnahme von Kreatinmonohydrat in jeder Phase des Menstruationszyklus. Im Gegenteil, die Kreatin-Ergänzung kann der Zunahme der extrazellulären Flüssigkeiten aufgrund seiner osmotischen Wirkung auf intrazellulärer Ebene entgegenwirken, unabhängig vom Einfluss von Östrogen und Progesteron. Bei älteren postmenopausalen Frauen können sich bei regelmäßiger Bewegung die Skelettmuskeln vergrößern und die Knochendichte verbessern.

Kaffee

Von |2024-04-29T11:38:03+02:00April 29th, 2024|

Autor Peter M. Crause

Kaffee

Kaffee ist eines der beliebtesten Getränke weltweit und wird von Millionen Menschen täglich konsumiert. Seine anregende Wirkung auf den Körper ist bekannt, aber wie genau beeinflusst Kaffee unseren Organismus? Ist sein Genuss gesundheitlich bedenklich oder kann er sogar von Vorteil sein? In diesem Artikel werfen wir einen genaueren Blick auf die Wirkung von Kaffee im Körper und diskutieren verschiedene Kaffeesorten und Zubereitungsmethoden. Koffein, die Hauptwirksubstanz im Kaffee, wird schnell vom Magen-Darm-Trakt aufgenommen und gelangt über den Blutkreislauf zum Gehirn. Dort blockiert es die Wirkung eines Neurotransmitters namens Adenosin, der normalerweise Müdigkeit signalisiert. Das Ergebnis ist ein Gefühl von gesteigerter Wachheit und Konzentration. Weiterhin stimuliert Koffein die Freisetzung von Adrenalin, einem Hormon, das den Herzschlag beschleunigt und die Blutgefäße verengt. Dies kann zu einem vorübergehenden Anstieg des Blutdrucks führen. Einige Studien legen nahe, dass Kaffee auch die Freisetzung von Dopamin und anderen Neurotransmittern erhöht, was zu einem Gefühl der Euphorie und des Wohlbefindens beiträgt. Es ist eine gängige Annahme, dass Kaffee zu einer massiven Mehrdurchblutung führt. Während Koffein tatsächlich die Herzfrequenz erhöhen und die Blutgefäße vorübergehend verengen kann, ist die tatsächliche Auswirkung auf die Durchblutung komplexer. Studien deuten darauf hin, dass regelmäßiger Kaffeekonsum langfristig zu einer leichten Erweiterung der Blutgefäße führen kann, was die Durchblutung verbessern könnte. Jedoch sind weitere Untersuchungen erforderlich, um diesen Effekt genau zu verstehen.

Gesundheit

Obwohl mäßiger Kaffeekonsum in der Regel unbedenklich ist, können übermäßiger Konsum und Empfindlichkeit gegenüber Koffein zu Nebenwirkungen wie Nervosität, Schlaflosigkeit, Magenbeschwerden und erhöhtem Herzschlag führen. Einige Personen können auch von Koffein abhängig werden und Entzugserscheinungen erleben, wenn sie versuchen, den Konsum einzuschränken. Überdies gibt es gemischte Ergebnisse hinsichtlich der Auswirkungen von Kaffee auf die Gesundheit. Während einige Studien einen Zusammenhang zwischen moderatem Kaffeekonsum und einem verringerten Risiko für bestimmte Krankheiten wie Parkinson, Diabetes Typ 2 und Lebererkrankungen zeigen, gibt es auch Hinweise darauf, dass exzessiver Kaffeekonsum das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen kann. Und wie schaut es mit dem Abnehmen aus? Ausdauersportler schwören seit Langem auf Koffein und selbst auf die Dopingliste hat es das Koffein im Jahr 2003 geschafft. Dabei hilft das Koffein, indem es den Sportler leistungsfähiger macht. Es regt das zentrale Nervensystem an, beschleunigt den Stoffwechsel und es unterstützt die Lipolyse. Hierbei werden Fettsäuren aus den Depotfetten freigesetzt, um dann besser verbrannt werden zu können. Dieser Effekt hält nach dem Koffeinkonsum einige Stunden an. In dieser Zeit sind die gelösten Fettsäuren die Energielieferanten für unsere Muskeln. Die erhöhte Stoffwechselaktivität durch Koffein führt dazu, dass unsere Wärmeproduktion angeregt wird, was ja wiederum mehr Energie verbraucht. Koffein als Fettverbrenner funktioniert also? So schön sich dies alles liest, leider aber funktioniert es in der Praxis nicht. Betrachten wir den erhöhten Stoffwechsel, dann braucht es schon ein Dutzend Tassen Kaffee, um gerade einmal etwas mehr als 150 Kilokalorien zusätzlich zu verbrauchen. Dazu kommt, dass regelmäßige Kaffeetrinker sogar noch weniger davon profitieren, allein, weil sich der Körper daran gewöhnt. Und die Nebeneffekte wie teils massive Unruhezustände, Magenprobleme oder Schlafstörungen liegen ebenfalls auf der Hand. In dieser Hinsicht ist Koffein vollkommen ungeeignet als Fettverbrenner. Was aber ist mit den gelösten Fettsäuren? Auch hier: ein klares Jein. Ja, es stimmt, dass die Fettsäuren gelöst und das Depotfett sich so abbauen lässt, aber dazu müssen diese eben tatsächlich verbrannt werden. Durch Sport beispielsweise. Wenn Sie dies nicht tun, dann werden die gelösten Fettsäuren einfach wieder eingelagert. Sie können es drehen und wenden, wie Sie möchten, es bleibt bei der einfachen Formel, mehr zu verbrauchen, als Sie zu sich nehmen. Überprüfen Sie besser Ihre Essgewohnheiten, lassen Sie sich beraten und suchen Sie sich einen Ausdauersport, der sich leicht in Ihren täglichen Ablauf einplanen lässt. Dann noch viel, viel Geduld und Sie werden die Erfolge spüren und sehen. Dazu brauchen Sie kein zusätzliches Koffein.

Übrigens: Kaffee ist nicht gleich Kaffee. Von milden Arabica-Bohnen bis zu kräftigen Robusta-Varianten gibt es für jeden Geschmack etwas. Die Art der Röstung und Zubereitung kann den Geschmack und die Aromen des Kaffees erheblich beeinflussen. Und die Zubereitung? Auch hier: Vielfalt wird großgeschrieben. Der Espresso ist eine konzentrierte Kaffeezubereitung, die durch Extrahieren von heißem Wasser unter Druck durch fein gemahlenes Kaffeemehl entsteht. Während beim Filterkaffee gemahlener Kaffee mit heißem Wasser durch einen Filter gegossen wird. Beim „French Press“ wiederum wird grob gemahlener Kaffee mit heißem Wasser in einer Presskanne übergossen und dann mit einem Kolben heruntergedrückt. Immer beliebter auch hierzulande, der Cold Brew. Dabei wird der Kaffee über einen längeren Zeitraum mit kaltem Wasser extrahiert, was einen milden und weniger säurehaltigen Kaffee ergibt.

Ärztlich verordnet

Von |2024-04-29T11:33:37+02:00April 29th, 2024|

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OxyCare GmbH
Holzweide 6
28307 Bremen

www.oxycare-gmbh.de

Werbebeitrag/ Autor Peter M. Crause

Ärztlich verordnet

Sauerstoffsysteme werden auf ärztliche Verschreibung von Patienten verwendet, die bedingt durch chronische Lungenkrankheiten zusätzlichen Sauerstoff benötigen. Mit einer an einem Konzentrator angeschlossenen Nasenkanüle wird dem Patienten Sauerstoff in hoher Konzentration zugeführt. Der Sauerstoffkonzentrator kann zu Hause, in institutionellen Einrichtungen sowie in Fahrzeugen, Flugzeugen und diversen mobilen Umgebungen benutzt werden. Einsatzgebiete können chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD), Schlafapnoe, Clusterkopfschmerzen oder eine Herzschwäche sein. Clusterkopfschmerzen sind etwa extrem schmerzhafte Kopfschmerzepisoden, die in regelmäßigen Intervallen auftreten können. Die Ursache für Clusterkopfschmerzen ist nicht vollständig verstanden, aber es wird angenommen, dass eine vasodilatatorische Wirkung auf die Blutgefäße im Gehirn eine Rolle spielt. Die Sauerstofftherapie bei Clusterkopfschmerzen besteht darin, reinen Sauerstoff durch eine Maske mit hohem Fluss zu inhalieren. Dies geschieht normalerweise mit einer Sauerstoffkonzentration von 100 Prozent und einem Fluss von 10 bis 15 Litern pro Minute. Die Idee hinter dieser Therapie ist, den Sauerstoffgehalt im Blut zu erhöhen, um die vasokonstriktive Wirkung zu verstärken und so die Blutgefäße im Gehirn zu verengen. Studien haben gezeigt, dass die Sauerstofftherapie bei Clusterkopfschmerzen eine schnelle Linderung der Schmerzen bieten kann, oft innerhalb weniger Minuten nach Beginn der Behandlung. Viele Patienten berichten von einer signifikanten Reduktion der Schmerzintensität und -dauer während einer Clusterkopfschmerzepisode. Die Sauerstofftherapie ist oft gut verträglich und hat im Allgemeinen nur wenige Nebenwirkungen. Wichtig: Die Sauerstofftherapie ist bei Clusterkopfschmerzen dann am effektivsten, wenn sie frühzeitig während einer Kopfschmerzepisode angewendet wird. Sie sollte unter ärztlicher Aufsicht erfolgen, um die richtige Sauerstoffflussrate und -dauer zu bestimmen und um sicherzustellen, dass keine Kontraindikationen vorliegen.

Besser schlafen

Die Sauerstofftherapie wird bei Schlafapnoe in Form der sogenannten kontinuierlichen positiven Atemwegsdrucktherapie (CPAP) eingesetzt. Bei der CPAP-Therapie wird ein kontinuierlicher, leicht erhöhter Luftdruck über eine Atemmaske während des Schlafs bereitgestellt. Dieser Druck hält die Atemwege offen und verhindert das Kollabieren oder Verengen während des Atmens. Die CPAP-Therapie wirkt auf mehrere Weisen bei der Behandlung der Schlafapnoe. So verhindert der kontinuierliche positive Druck in den Atemwegen während des Schlafs das Zusammenfallen oder Verengen der Atemwege, was typisch für die obstruktive Schlafapnoe ist. Dies ermöglicht einen ununterbrochenen Luftstrom und verhindert Atempausen während des Schlafs. Durch die Aufrechterhaltung eines stabilen Luftstroms wird auch die Sauerstoffversorgung verbessert. Personen mit Schlafapnoe haben oft niedrigere Sauerstoffwerte im Blut aufgrund der wiederholten Atempausen während des Schlafs. Die CPAP-Therapie hilft, die Sauerstoffversorgung aufrechtzuerhalten und die Sauerstoffsättigung im Blut zu verbessern. Sie kann dazu beitragen, Symptome wie Tagesmüdigkeit, Einschlafneigung während des Tages, Kopfschmerzen und Konzentrationsstörungen zu reduzieren. Darüber hinaus kann sie das Risiko für Komplikationen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schlaganfall und Diabetes reduzieren, die mit unbehandelter Schlafapnoe verbunden sind. Insgesamt ist die CPAP-Therapie die am häufigsten verwendete Behandlungsmethode für obstruktive Schlafapnoe und ist in der Regel gut verträglich. Es ist wichtig, dass die CPAP-Therapie unter ärztlicher Aufsicht erfolgt, um die richtige Einstellung des Luftdrucks sicherzustellen und sicherzustellen, dass die Maske korrekt sitzt und effektiv funktioniert. Auch bei der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung COPD kann die Sauerstofftherapie in Betracht gezogen werden. Etwa bei fortgeschrittenen Stadien von COPD, insbesondere wenn niedrige Sauerstoffwerte im Blut vorliegen (Hypoxämie). Hier kann die Therapie die Sauerstoffsättigung im Blut verbessern und die Belastung des Herzens verringern.

Mehr Energie

Von |2024-03-28T14:36:59+01:00März 28th, 2024|

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Almond Board of California
1150 Ninth St., Ste. 1500
Modesto, CA  95354 USA

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Werbebeitrag/ Autor: Peter M. Crause

Mehr Energie

Das neue Jahr ist erst wenige Wochen alt und die guten Vorsätze sind für viele schon wieder in weite Ferne gerückt. Der stressige Alltag führt dazu, dass schnelle Fertiggerichte gesunden Gerichten vorgezogen werden. Und der lästige Muskelkater mindert die Motivation für das nächste Work-out. Doch mit einigen einfachen, wissenschaftlich belegten Kniffs können Sie den Schwung des neuen Jahres wiederbeleben, Ihre Ziele doch noch erreichen und sich rundherum wohlfühlen. Zu wenig Bewegung und zu langes Sitzen können nicht nur den Rücken und die Gesundheit beeinträchtigen, sondern auch den Darm belasten. Die Ernährungswissenschaftlerin Dr. Christina Steinbach erklärt: „Der Darm wird ‚eingequetscht‘ und kann seine Bewegungen nicht mehr optimal ausführen. Die möglichen Folgen? Verstopfung, Blähungen und mehr. Regelmäßiger Sport hält uns nicht nur fit, sondern stärkt auch das Immunsystem. Aber auch kleine Veränderungen im Alltag können positive Auswirkungen haben. Zum Beispiel mal das Auto stehen lassen und mit dem Fahrrad zum Bäcker fahren, die Treppe statt des Aufzugs nehmen oder eine extra Gassi-Runde mit dem Hund drehen.“

Fitness Food Mandeln

Wer Muskeln aufbauen möchte, muss jedoch auf intensiveres Training setzen. Dieses führt jedoch auch zu Ermüdung, Muskelschäden sowie Muskelkater. Erholung ist deshalb besonders wichtig, da sie dem Muskelaufbau dient und mit der Zeit die allgemeine Fitness verbessert. Während des Trainings entstehen im Körper verschiedene Stoffwechselabfallprodukte, wie Laktat. Ein Cool-down, wie eine zehn- bis 15-minütige, entspannte Crosstrainer-Einheit und einige Dehnübungen können die Blutzirkulation fördern. Dies kann zu einem schnelleren Abtransport dieser Stoffwechselabfallprodukte beitragen. Denselben Effekt können auch Saunagänge und Massagen haben. Eine kürzlich durchgeführte Studie zeigte, dass Mandeln als Snack das Ermüdungsgefühl und Verspannungen reduziert, die Kraft in den Beinen und im unteren Rücken gesteigert sowie Muskelschäden innerhalb des ersten Erholungstags verringert haben. Eine weitere neue Studie untermauert diese Ergebnisse noch mehr. Übergewichtige Erwachsene mittleren Alters, die acht Wochen lang täglich 57 Gramm Mandeln verzehrten, stellten fest, dass sich der Muskelkater während anstrengender Übungen um fast 25 % verringerte und sie nach dem Training eine bessere Muskelleistung zeigten. „Die Ergebnisse zeigen, dass Mandeln unbedingt in der Sporternährung aufgenommen werden sollten, um die Erholungsphase nach dem Training zu unterstützen“, so Ernährungswissenschaftlerin Dr. Christina Steinbach. „Mandeln sind ein Fitness-Food. Zwar stehen Kohlenhydrate an erster Stelle, wenn es um die Energieversorgung fürs Training geht, aber Mandeln bieten ein Nährstoffpaket, das gute ungesättigte Fettsäuren, das Antioxidans Vitamin E und Proanthocyanidine (eine Klasse der Polyphenole, die schützende Verbindungen in Pflanzen sind) umfasst, mit dem die positiven Ergebnisse der Studie erklärt werden können.“ Als einer der ursprünglichen Snacks der Natur halten uns Mandeln darüber hinaus mit der Kraft von pflanzlichem Protein in Schwung.

Die Wahl der richtigen Snacks zur Gewichtsabnahme

Egal, ob Sie Ihr Gewicht halten oder ein paar Pfunde verlieren wollen, Sie müssen nicht auf Snacks verzichten. Einige gute Snackoptionen sind Low-carb-Früchte wie Beeren, grünes Gemüse wie Brokkoli und Gurken, die in fettarmen und proteinreichen Hüttenkäse gedipt werden können, sowie eine Handvoll Mandeln. Diese 30 g Mandeln liefern 15 wichtige Nährstoffe, darunter: 81 mg Magnesium (20 % des Tagesbedarfs), 220 mg Kalium (11 % des Tagesbedarfs) und 7,7 mg Vitamin E (60 % des Tagesbedarfs). Dies macht sie zu einem idealen Snack im Rahmen eines ausgewogenen Ernährungsplans zur Gewichtskontrolle. Wenn es darum geht, sich mithilfe von Snacks durch das morgendliche Tief zu kämpfen, ist die Wahl der Lebensmittel sogar noch wichtiger und kann das Gewichtsmanagement beeinflussen. Dr. Steinbach erklärt: „Die Forschung zeigt, dass der Ersatz eines kohlenhydratreichen Snacks durch Mandeln nicht nur mehrere Risikofaktoren für Herzkrankheiten verringern kann, sondern dass der regelmäßige Verzehr von Mandeln auch positive Auswirkungen auf die Körperfettverteilung haben kann. Mandeln sind mit ihren vielen Nähr- und Mineralstoffen nicht nur sättigend, sondern auch ideal für eine gewichtsbewusste Ernährung.“ Die entsprechende Studie zeigte, dass ein täglicher Snack von 42 g Mandeln anstelle eines kalorienäquivalenten Kohlenhydratsnacks im Rahmen einer cholesterinsenkenden Diät dazu beitragen kann, Körperfett, insbesondere am Bauch und an den Beinen, zu reduzieren und den Cholesterinspiegel deutlich zu verbessern. Die Verringerung des Bauchfetts ist ein besonders wichtiger Vorteil, da Bauchfett als Risikofaktor für das metabolische Syndrom und Herzerkrankungen gilt.

Herausforderung: Sehen

Von |2024-03-28T14:34:48+01:00März 28th, 2024|

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Trusetal Verbandstoffwerk GmbH
Konrad-Zuse-Straße 15
33758 Schloß Holte-Stukenbrock

www.tshs.eu

Werbebeitrag/ Autor: Peter M. Crause

Herausforderung: Sehen

Ob ein Kind ein Leben lang gut oder schlecht sehen wird, entscheidet sich meist schon im frühen Babyalter. Sehstörungen und Augenfehler lassen sich fast immer korrigieren, wenn sie frühzeitig erkannt werden. Das gilt insbesondere für das Schielen. Keine andere Augenerkrankung führt so häufig schon in der Kindheit zu einer verminderten Sehleistung wie der so oft verharmloste „Silberblick“, heißt es in einer aktuellen Stellungnahme der Stiftung Kindergesundheit. Wird die Störung dagegen rechtzeitig angegangen, stehen die Chancen ausgezeichnet: In mehr als 90 Prozent der Fälle wird die Schwachsichtigkeit vermieden und das Schielen geheilt. Aber: Kommt es dann zu einer sogenannten Okklusionstherapie, dann gilt es zunächst, den Alltag wieder neu zu ordnen und sich auf die Situation einzustellen – das gilt für Kinder wie für Eltern. Denn immer noch geht der Königsweg der Therapie über ein Augenpflaster. Dieses ist zwar vollkommen schmerzfrei, aber die Therapie kann seelisch fordernd sein. Das merken Kinder schon beim Kontakt zu Spielkameraden und Mitschülern. „Iiiih, der hat ja ein Pflaster auf dem Auge … der kann nicht mehr mitspielen …“ so oder ähnlich kann es dann klingen. Und dazu noch eine Brille – da wird es gerade für die so „starken“ Jungs problematisch, dem Bild gerecht zu werden. Und auch die Eltern bekommen manch dummen Spruch mit. Was dagegen hilft? Selbstvertrauen aufbauen, dem eigenen Kind klarmachen, dass es umso stärker und cool ist, wenn solche Sprüche an ihm abperlen. Und auch, wenn es durch das eingeschränkte Sichtfeld zu dem ein oder anderen Malheur kommt, als Eltern cool zu bleiben und das Kind nicht zu maßregeln. Entspannt und natürlich mit der Situation umgehen ist für alle Parteien das Beste.

Wie entsteht das Schielen?

Während die Sinneszellen des Auges erst durch die Reifung des Sehnervs mit dem Gehirn „verkabelt“ werden, sind die jeweils sechs Muskeln der beiden Augen (vier gerade, zwei schräge) bereits bei der Geburt voll entwickelt. Das Baby kann seine Augen also in alle Richtungen bewegen. In den ersten Lebenstagen geschieht das meist noch ruckartig und unkoordiniert. Bei manchen Babys bleibt aber auch danach ein „Engelsblick“ bestehen. Wenn die Synchronisation der sechs Muskeln durch falsche Gehirnimpulse gestört ist, richtet das Kind nur ein Auge auf den fixierten Gegenstand, während das andere Auge abweicht. Dieses Auge oder abwechselnd beide Augen wandern entweder nach innen (das kommt am häufigsten vor) oder nach außen: Das Kind schielt. Räumliches (also zweiäugiges, binokulares, 3D-) Sehen ist nur dann möglich, wenn die Bilder bei beiden Augen auf die Stelle des schärfsten Sehens, den sogenannten „gelben Fleck“ fallen. Beim schielenden Auge ist das jedoch nicht der Fall. Die Folge: Das Gehirn kann die Bilder aus den beiden Augen nicht zu einem einzigen dreidimensionalen Seheindruck verschmelzen und wird durch Doppelbilder irritiert. Es beginnt deshalb rasch, das vom schielenden Auge übermittelte Bild dauerhaft zu unterdrücken, und schließt dieses Auge vom aktiven Sehen aus. Das „arbeitslose“ Auge verlernt immer mehr das Sehen, es wird schwachsichtig und das Kind ist praktisch einäugig. Was aber bedeutet Okklusionstherapie im Detail? Wie funktioniert sie?

Das sogenannte „Schielpflaster“

Das Ziel der Behandlung ist es, ein sogenanntes alternierendes Schielen zu erreichen, also abwechselnd beide Augen zum Sehen zu zwingen. Dazu wird das gesunde Auge entweder mithilfe von Atropintropfen in seiner Sehkraft zeitweilig geschwächt oder stundenweise mit einem Pflaster abgedeckt und damit ausgeschaltet. Ergänzt wird diese Therapie durch die Verschreibung einer Brille, um den mit dem Schielen meist gekoppelten Sehfehler – in der Regel eine Weitsichtigkeit – auszugleichen. Die augenärztliche Untersuchung, mit der die richtige Brillenstärke ermittelt wird, ist ebenfalls einfach und schmerzlos. In vielen Fällen reichen diese Maßnahmen allein schon aus, um das Schielen vollständig zu beseitigen und ein stereoskopisches Sehen zu erreichen. Bei größerem Schielwinkel ist jedoch immer eine Operation notwendig. Und nicht wenige sind betroffen. Wurde früher der Anteil schielender Kinder auf vier bis fünf Prozent geschätzt, weiß man heute, dass in Mitteleuropa zwischen 5,3 und 7,4 Prozent aller Kinder an einem behandlungsbedürftigen „Strabismus“ (so die Fachbezeichnung) leiden. „An dieser Zunahme sind jedoch ausnahmsweise nicht die Umwelteinflüsse schuld, sondern die verbesserten medizinischen Bedingungen“, sagt Professor Berthold Koletzko, Vorsitzender der Stiftung Kindergesundheit. „Die Kinder- und Jugendärzte schauen heute genauer hin und die Augenärzte können Sehfehler auch schon bei Babys besser erkennen“.

Diabetes

Von |2024-03-28T14:33:04+01:00März 28th, 2024|

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perora GmbH
Im Neuenheimer Feld 518
69120 Heidelberg

redia.health

Werbebeitrag 2 von 3/ Autor: Peter M. Crause

Diabetes

Bevor wir die Therapiemöglichkeiten bei einem Diabetes beleuchten, möchten wir die Erkrankung selbst zusammenfassend erklären, denn Diabetes Typ 1 und Typ 2 sind zwei unterschiedliche Erkrankungen, die sich in ihren Ursachen, ihrem Verlauf und eben ihrer Behandlung unterscheiden. Typ-1-Diabetes ist eine Autoimmunerkrankung, bei der das Immunsystem fälschlicherweise die Insulin produzierenden Zellen in der Bauchspeicheldrüse angreift und zerstört. Dadurch produziert der Körper kein Insulin mehr oder nur sehr wenig. Bei Typ-2-Diabetes entwickelt der Körper eine Insulinresistenz, was bedeutet, dass die Zellen nicht mehr richtig auf Insulin reagieren. In späteren Stadien kann auch die Insulinproduktion der Bauchspeicheldrüse beeinträchtigt sein. Typ-1-Diabetes tritt typischerweise im Kindesalter oder bei jungen Erwachsenen auf, kann aber in jedem Alter diagnostiziert werden. Typ-2-Diabetes tritt häufiger im Erwachsenenalter auf, kann aber auch bei Kindern und Jugendlichen auftreten. Die genauen Ursachen von Typ-1-Diabetes sind nicht vollständig verstanden, jedoch spielen genetische und Umweltfaktoren eine Rolle bei der Entwicklung der Krankheit. Dagegen sind die Risikofaktoren für Typ-2-Diabetes wie Übergewicht, mangelnde körperliche Aktivität, ungesunde Ernährung, Alter sowie Familiengeschichte von Diabetes bekannt.

Behandlung bei Typ 1

Ein ganzheitlicher Therapieansatz ist beim Typ 1 wesentlich, denn es handelt sich um eine komplexe und lebenslange Erkrankung, die eine sorgfältige Behandlung und Selbstverwaltung erfordert. Eine effektive Therapie zielt darauf ab, den Blutzuckerspiegel zu kontrollieren, das Risiko von Komplikationen zu minimieren und die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern. In diesem Artikel werden verschiedene Aspekte der Therapie bei Diabetes Typ 1 beleuchtet und gezeigt, wie ein ganzheitlicher Ansatz zur Verbesserung der Lebensqualität beitragen kann. Die Grundlage der Behandlung bei Diabetes Typ 1 ist die Insulintherapie. Da der Körper kein Insulin mehr produziert, muss Insulin von außen zugeführt werden, entweder durch Injektionen oder eine Insulinpumpe. Dazu kommen regelmäßige Blutzuckermessungen. Sie sind entscheidend, um den Blutzuckerspiegel zu überwachen und Insulindosen entsprechend anzupassen. Aber auch eine ausgewogene Ernährung und regelmäßige körperliche Aktivität sind wichtige Säulen der Diabetes-Therapie. Die Kontrolle der Kohlenhydrataufnahme, die Auswahl gesunder Lebensmittel und das Vermeiden von übermäßigem Konsum von Zucker und verarbeiteten Lebensmitteln helfen dabei, den Blutzuckerspiegel stabil zu halten. Körperliche Aktivität verbessert die Insulinempfindlichkeit, fördert das Gewichtsmanagement und trägt zur allgemeinen Gesundheit bei.

Besser leben mit Typ 2

Bei Diabetes Typ 2 stehen verschiedene Therapien zur Verfügung, die je nach individuellen Bedürfnissen, Gesundheitszustand und Lebensstil angewendet werden können. Eine gesunde Ernährung, regelmäßige körperliche Aktivität und Gewichtsmanagement spielen bei diesem Diabetes eine noch wichtigere Rolle. Dazu gibt es verschiedene Klassen von oralen Antidiabetika, die zur Behandlung von Diabetes Typ 2 eingesetzt werden. Dazu gehören Metformin, Sulfonylharnstoffe, DPP-4-Inhibitoren, SGLT-2-Inhibitoren und viele andere. Diese Medikamente helfen dabei, den Blutzuckerspiegel zu senken und die Insulinempfindlichkeit zu verbessern. Im Bereich der Nahrungsergänzungsmittel kann derzeit nur ein Produkt eines Heidelbergers Unternehmen nachweislich überzeugen. Denn nur dieses ist nach dem Urteil der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) in der Lage, sich positiv auf den überhöhten Blutzuckerspiegel nach einer Mahlzeit auszuwirken. Und Insulin? Wird dieses in diesem Fall nicht eingesetzt? Doch, denn in einigen Fällen kann auch bei Typ 2-Diabetes Insulin erforderlich sein, um den Blutzuckerspiegel zu kontrollieren. „Ohne Insulin werden wir in der Praxis auf keinen Fall auskommen“, erklärt etwa Dr. Jörg Simon, niedergelassener Diabetologe in Fulda. „Wir dürfen nicht den Fehler machen, Insulin nun allzu restriktiv einzusetzen. Insulin wird bei Patienten mit sehr hohem HbA1c benötigt, etwa bei einem Wert über 10 oder wenn der HbA1c 2 % über dem Zielwert liegt.“ Bevor es aber so weit kommt, können Typ-2-Patienten sehr viel durch eigenes Handeln beeinflussen. In erster Linie das eigene Gewicht, etwa durch ein aktiveres Leben und mehr Bewegung sowie eine angepasste Ernährung. Und auch die Blutzuckerselbstkontrolle spielt eine Rolle, um den Blutzuckerspiegel stets im Blick zu haben und zu reagieren.

Kein Fleisch mehr?

Von |2024-03-28T14:30:46+01:00März 28th, 2024|

 Autorin: Anne Klein

Kein Fleisch mehr?

Eine Portion Sonntagsbraten und zwei Schinkenbrote pro Woche entsprechen den Empfehlungen der DGE. Deutlich weniger als bisher bei vielen üblich: Derzeit vertilgen die Deutschen im Schnitt pro Woche ein Kilo. Wenn man einberechnet, dass zwölf Prozent der Bevölkerung überhaupt kein Fleisch essen und weitere 29 Prozent als Flexitarier nur sehr wenig, wird klar: Die verbliebenen Durchschnittsfleischesser verschlingen binnen sieben Tagen sogar deutlich mehr als ein Kilo Tier. Viele Menschen fragen sich: Kann vegetarisch essen auf Dauer denn wirklich gesund sein? Dieser Frage gehen Wissenschaftlerinnen seit Jahrzehnten nach und die Antwort lautet definitiv: Ja. Aktuelle Studien liegen auch der neuen Empfehlung der DGE zugrunde. Schon in den ersten Wochen würden sich bei einem Fleischverweigerer wahrscheinlich wichtige Blutwerte verbessern: Es fände sich zum Beispiel weniger LD-Lipoprotein in seinem Blut, das schlechte Cholesterin, weil es sich bei zu hoher Konzentration in Arterien ablagert, was auf Dauer Herz-Kreislauf-Erkrankungen befördert. Der Insulinlevel würde wahrscheinlich auf ein gesundes Maß sinken, was das Risiko für Diabetes senken würde. Und man könnte binnen weniger Wochen durchaus ein paar Kilo Gewicht verlieren.

Weniger Krebs

Wissenschaftler der University of Stanford in Kalifornien 2022 teilten 22 eineiige Zwillingspaare in zwei Gruppen auf. Die eine Hälfte stellte ihre Ernährung auf gesunde Pflanzenkost um, dazu gab es Fleisch aller Arten. Die andere Hälfte bekam die gleiche Kost, ersetzte aber das Fleisch durch pflanzliche Proteinquellen wie Hülsenfrüchte und Nüsse, lebte also vegan. Bereits nach vier Wochen hatte die zweite, vegane Gruppe bessere Blutwerte als die Fleischesser, nach acht Wochen sogar deutlich bessere. Der Effekt lässt sich nur durch den Fleischverzicht erklären. An den Genen kann es kaum liegen, weil eineiige Zwillinge in dieser Hinsicht identisch sind. Und auch sonst ähnelten sie sich: trieben gleich viel Sport, tranken und aßen – bis auf das Fleisch – exakt das Gleiche. Durch eine Ernährungsumstellung würde sich wahrscheinlich auch die Epithelzellen im Darm recht bald erholen. Der grundlegende Zusammenhang dahinter ist schon fast ein halbes Jahrhundert alt: 1975 konnten Wissenschaftler erstmals zeigen, dass Menschen häufiger Darmkrebs bekommen, wenn sie viel rotes Fleisch essen – also Muskelfleisch von Säugetieren wie Rindern, Schweinen oder Lämmern. Wer Vegetarier wird, riskiert weniger geschädigte Epithelzellen.
Seit 2015 stuft die Weltgesundheitsorganisation (WHO) verarbeitetes Fleisch – also geräuchertes, gepökeltes, verwurstetes – als krebserregend ein. Rotes Fleisch führt die WHO eine Stufe tiefer auf – als „wahrscheinlich“ krebserregend, weil die Datenlage in diesem Fall nicht ganz so eindeutig ist. Streng wissenschaftlich genommen ist der kausale Mechanismus, wie Krebs durch Fleischkonsum im Körper entsteht, im Menschen immer noch nicht ganz klar. Zu diesen Fragen gibt es neue Erkenntnisse aus den 2020er-Jahren. Viele davon aus epidemiologischen Studien, also Auswertungen von Daten über große Bevölkerungsgruppen. Die UK Biobank in Großbritannien hat mehr als eine halbe Million Menschen im Alter von 40 bis 69 Jahren zwischen 2006 und 2010 erfasst, ihre Speichel-, Urin- und Blutproben langfristig eingelagert. Seit mehr als einem Jahrzehnt füllen diese Menschen regelmäßig Fragebögen zu ihren Essgewohnheiten und Lebensumständen aus, man kennt ihre genetischen Informationen, es gibt regelmäßige Nachuntersuchungen.

Riesige Datenmenge

Dank der Detailfülle der UK Biobank kann man ziemlich genau untersuchen, welche Rolle dabei die Ernährung spielt, kann andere Faktoren wie Bewegung, Alkoholkonsum oder Rauchen rausrechnen – und den Faktor Fleisch isolieren. In einer österreichischen Studie, die die Daten aus der UK Biobank zur Grundlage hatte, kam Ende 2023 heraus, dass eine pflanzenbasierte Ernährung – mit allenfalls gelegentlichem Fleischverzehr – das Risiko von Diabetes Typ 2 um 24 Prozent senkt. Die Menschen, die sich so ernährten, hatten im Vergleich zu Vielfleischessern bessere Leber- und Nierenwerte sowie niedrigere Entzündungsmarker im Blut. Auch eine zweite Studie fand gute Werte bei den Pflanzenessern: Wer sich gesund pflanzlich ernährte, hatte im Beobachtungszeitraum von rund zehn Jahren eine um sieben Prozent geringere Wahrscheinlichkeit, Krebs zu bekommen. Bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen waren es acht Prozent weniger, außerdem 14 Prozent weniger Chance für Schlaganfälle, 16 Prozent weniger für Herzinfarkte, insgesamt lag die Sterblichkeit um 16 Prozent niedriger als bei denen, die viel Fleisch aßen. Eine ebenfalls spannende Erkenntnis der Studie: Wer sich rein pflanzlich ernährte, dabei aber ungesund aß, also wenig Frisches, viel verarbeitete Lebensmittel, Weißmehl, abgepackte Snacks, viel zuckerhaltige Limonaden, der hatte keinerlei Vorteile.

Chronische Migräne

Von |2024-03-28T14:29:03+01:00März 28th, 2024|

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Hormosan Pharma GmbH
Hanauer Landstraße 139-143
60314 Frankfurt am Main

www.hormosan.com

Werbebeitrag/ Autorin: Anne Klein

Chronische Migräne

Migräneanfälle beginnen meist in den frühen Morgenstunden mit starken, auf eine Kopfhälfte begrenzten Schmerzen. Sie können zwischen 4 und 72 Stunden andauern. Der Schmerz kann während einer Attacke oder von Anfall zu Anfall die Seite wechseln. Bei einem Drittel der Betroffenen verteilen sich die Beschwerden auch über den ganzen Kopf. Häufig beginnt eine Migräneattacke mit einer Vorphase, die gewöhnlich einige Stunden, aber auch mehrere Tage dauern kann. Symptome wie Müdigkeit, Gähnen, Stimmungsschwankungen oder Heißhunger auf bestimmte Nahrungsmittel treten auf. Auch eine gesteigerte Licht-, Lärm- und Geräuschempfindlichkeit kommt vor. Bei manchen Patienten geht der eigentlichen Kopfschmerzattacke eine Aura voraus. Fast immer treten dabei visuelle Eindrücke auf wie etwa Lichtblitze, Flimmern oder Zick-Zack-Linien vor den Augen. Darüber hinaus kann es zu Sensibilitätsstörungen wie Kribbeln in bestimmten Bereichen des Körpers kommen. Seltener sind Sprachstörungen oder motorische Störungen. Oft verstärken sich die Kopfschmerzen bei körperlicher Aktivität, manchmal schon bei kleinen Bewegungen. Die Kopfschmerzen können mit Übelkeit und Erbrechen verbunden sein. Am häufigsten tritt Migräne im Alter zwischen 25 und 45 Jahren auf, jedoch können auch schon Kinder daran erkranken. Bei manchen Menschen häufen sich die Attacken mit der Zeit so sehr, dass sie schließlich bei einer chronischen Migräne nahezu ohne Pause ineinander übergehen. Privat und beruflich wird die Krankheit zur Belastung, weil Betroffene an Migräne-Tagen komplett „ausfallen“. Ein Migräneanfall kann sich bereits Tage vor der Kopfschmerzphase ankündigen. Vorzeichen sind Stimmungsschwankungen, Nervosität, manchmal auch Euphorie, Appetitlosigkeit, Heißhunger oder ein gesteigertes Kälteempfinden.

Was heißt chronisch?

Wer mehr als 15 Tage im Monat (über mehr als drei Monate) von Kopfschmerzen geplagt wird, leidet vermutlich unter chronischer Migräne. Für eine genaue Diagnose benötigt der Arzt nach der körperlichen Untersuchung eine detaillierte Beschreibung der Beschwerden, die bei der Schmerzattacke auftreten. Entscheidend sind Angaben wie Ort und Dauer der Kopfschmerzen, Abstand zwischen den Attacken und eventuelle Begleitsymptome. Kopfschmerz-Fragebogen und -Tagebuch (auf Papier oder als App) erleichtern die Diagnose. Hier ist es besonders wichtig, den Schmerzmittelkonsum genau zu beobachten. Denn häufig kann ein „Zuviel“ an Schmerzmitteln selbst die Kopfschmerzen auslösen.
Die Ursache von Migräne ist noch nicht restlos geklärt. Vermutlich erzeugt eine vorübergehend stärkere Durchblutung gewisser Gefäße im Gehirn für sich genommen bereits die Schmerzen oder sie verursacht schmerzhafte kleine Entzündungen in den Gefäßwänden. Störungen der Neurotransmitter (Gewebshormone) können für die Durchblutungsschwankungen verantwortlich sein. Auch eine Überempfindlichkeit bei der Reizverarbeitung im Gehirn scheint eine Rolle zu spielen: Wenn die kritischen Situationen die Belastbarkeit übersteigen, kommt es zu einer Attacke.

Behandlung

Häufig liegt bei Migräne eine genetische Veranlagung vor, aber eine große Rolle spielen auch äußere Faktoren wie Stress oder die Ernährung. Deswegen gibt es viele Möglichkeiten, Migränekopfschmerzen aktiv und positiv zu beeinflussen. Zu den vorbeugenden Maßnahmen zählen Änderungen des Lebensstils, Stressregulation, Ausdauersport und Entspannungsverfahren sowie verhaltenstherapeutische Maßnahmen. Zum anderen kann der Einsatz von Medikamenten zur Besserung der Beschwerden beitragen.
Kopfschmerzexperten empfehlen eine effektive Akut-therapie, um in der akuten Kopfschmerzsituation eine spürbare Linderung der Kopfschmerzen und der Begleitsymptome zu erreichen. Darüber hinaus trägt eine wirksame Akutbehandlung auch dazu bei, dass die Migräne nicht chronisch wird. Eine vorbeugende medikamentöse Behandlung wird Patienten empfohlen, die häufig und/ oder an sehr schweren Attacken leiden. Die vorbeugenden Medikamente werden regelmäßig eingenommen, unter die Haut oder in den Muskel injiziert. Langjährige Erfahrung liegt mit dem Einsatz von Betablockern (Propranolol und Metoprolol) zur Migräneprophylaxe vor. Das trizyklische Antidepressivum Amitriptylin zeigt ebenfalls eine gute Wirkung. Sehr viele Studien wurden zur Wirksamkeit von Topiramat, einem Medikament, das ursprünglich zur Behandlung der Epilepsie entwickelt wurde, erfolgreich durchgeführt. Auch der Calciumantagonist Flunarizin hat sich zur Migräneprophylaxe bewährt. Leiden die Betroffenen an 15 oder mehr Kopfschmerztagen im Monat, kommt eine Behandlung mit Botulinumtoxin-A-Injektionen infrage. Seit 2018 stehen auch monoklonale Antikörper gegen den CGRP-Rezeptor (Erenumab), seit 2019 Antikörper gegen CGRP (Galcanezumab, Fremanzumab, Eptinezumab) zur Verfügung. Bei der Auswahl einer medikamentösen Migräneprophylaxe sollte der Arzt Begleiterkrankungen berücksichtigen.

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