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Chemische Fabrik
Kreussler & Co.GmbH
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Werbebeitrag/ Autorin: Anne Klein
Krampfadern und Besenreiser
Besenreiser sind krankhaft erweiterte Venen, die an den Beinen als rötlich bis bläuliche Linien oder Netze sichtbar werden, während Krampfadern größer sind und teils geschlängelt aus der Haut hervortreten. Lavara fragte Dr. Juliane Liebetrau, Chirurgin und Venenspezialistin vom von ihr und Dr. S. Guggenbichler geführten Ambulanten Bein Centrum in München, zu Krampfadern und was man dagegen tun kann.
Lavara: Leiden nur alte Menschen an Krampfadern und Besenreisern?
Dr. J. Liebetrau: Die Krampfadererkrankung ist eine der häufigsten Erkrankungen in Deutschland. Die Häufigkeit der Erkrankung steigt mit dem Alter und ein höheres Alter ist neben einer angeborenen Bindegewebsschwäche der wichtigste Risikofaktor für die Entstehung von Krampfadern. Aber auch junge Frauen sind bereits betroffen. Insbesondere nach Schwangerschaften können Besenreiner und Krampfadern auch schon in jungen Jahren entstehen. Übrigens, auch wenn mehr Frauen betroffen sind, kommen Krampfadern auch bei Männern vor. Wenn man Besenreiser und Krampfadern bei sich bemerkt, ist es wichtig, die Beinvenen bei einem Venenfacharzt bzw. Phlebologen untersuchen zu lassen, um die genaue Ursache für die Probleme zu finden.
Lavara: Muss man bei Krampfadern operiert werden?
Dr. J. Liebetrau: Nein, heutzutage gibt es sehr gute minimalinvasive Methoden und in fast allen Fällen muss nicht mehr operiert werden. Diese neueren Methoden benötigen keinen Krankenhausaufenthalt und keine Narkose mehr.
Lavara: Welche Behandlungsmethoden sind schonend für Patienten/innen?
Dr. J. Liebetrau: Die schonendste Methode ist für mich die Sklerotherapie, da sie keinerlei Betäubung oder Schnitte benötigt, sehr schmerzarm ist und man direkt wieder seinen normalen Aktivitäten nachgehen kann. Ein speziell entwickeltes Arzneimittel wird vom Arzt direkt in die Besenreiser oder Krampfadern injiziert. Im Innern der Vene bewirkt das Arzneimittel einen Verschluss der Vene. Nach und nach baut der Körper die erkrankten Venen ab, die dann verschwinden. Zur Behandlung von Besenreisern ist die Sklerotherapie Goldstandard. Sie kann für jeden Krampfadertyp erfolgreich angewendet werden, auch für größere Krampfadern. Prinzipiell ist nach der Behandlung etwas Geduld angesagt, bis das Ergebnis optimal ist. Das Tragen von Kompressionsstrümpfen ist nach der Therapie für einen gewissen Zeitraum empfehlenswert und kann die Ergebnisse weiter verbessern.
Lavara: Kann die Erkrankung für immer geheilt werden?
Dr. J. Liebetrau: Nein, die Erkrankung ist chronisch ist, daher können auch nach einer erfolgreichen Therapie – egal mit welcher Behandlungsmethode – nach einiger Zeit erneut Krampfadern auftreten. Die gute Nachricht ist, dass die Erkrankung z. B. mit der minimalinvasiven und schmerzarmen Sklerotherapie gut in den Griff zu bekommen ist. Die Behandlung kann bei neu auftretenden Krampfadern jederzeit wiederholt werden.
Lavara: Was kann man selbst gegen Krampfadern oder Besenreiser tun?
Dr. J. Liebetrau: Bewegung ist immer gut. Sportarten wie Schwimmen, Wandern, Radfahren und Walking helfen, den Blutfluss in den Venen zu verbessern. Vermeiden Sie Übergewicht und wenn möglich, langes Stehen und Sitzen. Bewegen Sie sich zwischendurch so viel wie möglich. Machen Sie öfters kleine Spaziergänge, auch in der Mittagspause. Und benutzen Sie lieber die Treppen als den Aufzug. Wichtig ist auch, dass Sie frühzeitig zum Arzt gehen. Denn während Besenreiser meist wirklich „nur“ ein ästhetisches Problem sind, können länger unbehandelte Krampfadern nicht nur zu Schwellungen, Schmerzen und Schweregefühl in den Beinen, sondern auch zu Hautentzündungen und Thrombosen führen.
Ob bei Ihnen ein Arztbesuch bereits angebracht ist, erfahren Sie hier: www.venen-im-check.de


Vielen Dank
für das Gespräch, Frau Dr. Liebetrau.
