Beauty-Trend Bakuchiol

Von |2021-03-29T15:03:21+02:00März 30th, 2021|

Beauty-Trend Bakuchiol

Man nennt es natürliches Retinol oder auch Kräuter-Botox: Unter diesen Kosenamen ist die neue Wunderwaffe der Hautpflege bekannt. Während bis vor kurzem das Retinol als unangefochtene Lösung für faltenfreie und reine Haut galt, bekommt das synthetisch hergestellte Vitamin A jetzt Konkurrenz von seinem pflanzlichen Zwilling aus der Natur. Bakuchiol soll alles können, was Retinol auch zu bieten hat. Nur auf Hautirritationen, Chemie und andere schlechten Nebenwirkungen verzichtet das Pflanzenextrakt aus Asien.

Was ist Bakuchiol?

In der chinesischen Medizin wird Bakuchiol schon seit Jahrhunderten als Heilmittel gegen Hautprobleme eingesetzt. Der natürliche Pflanzenextrakt, der aus den Samen der indischen Babchi-Pflanze gewonnen wird, hilft sowohl Falten als auch Unreinheiten zu bekämpfen. Auch im Ayurveda ist Bakuchiol bereits seit Jahrhunderten bekannt. Nun hat es auch die Beauty-Branche für sich entdeckt. Neueste Forschungen zeigen, dass Bakuchiol als Pflege verwendet werden kann und effektiv gegen feine Linien, Pickel und Hautirritationen wirkt. Bakuchiol wurde das erste Mal im Jahre 1973 aus den Samen der Babchi-Pflanze (Psoralea corylifolia) isoliert. Es soll unter anderem antioxidativ und entzündungshemmend wirken. Nichtsdestotrotz wurde Bakuchiol aber erst im Jahre 2007 auf dem Kosmetikmarkt etabliert.

Wirkungen von Bakuchiol

Es verhindert die Fettoxidation in den Mitochondrien und schützt vor freien Radikalen, welche zellschädigend wirken können. Außerdem soll es sogar hauteigene Lipide besser vor der Oxidation bewahren als Tocopherol (reines Vitamin E) und das um ein Vielfaches. Das ist darauf zurückzuführen, dass es gegen oxidativen Stress schützen soll. Eben jener oxidativer Stress beschleunigt unter anderem den Alterungsprozess.

In einer Studie (jedoch mit sehr kleiner Probandenzahl) konnte festgestellt werden, dass durch die Verwendung einer Backuchiolcreme Entzündungen sowie Pickelmale bei Aknepatientinnen verringert waren. Bei einem anderen Versuch mit 60 Probanden lieferte die Verwendung eines Produkts mit 1 % Bakuchiol bessere Ergebnisse bei Entzündungen und Unreinheiten als 2 % Salicylsäure – beide kombiniert, waren sogar noch wirksamer. Auch in einer anderen Studie mit 44 Teilnehmerinnen ist aufgefallen, dass 0,5 % Bakuchiol, das zwei Mal täglich aufgetragen wurde, ähnlich gute Ergebnisse bei Hyperpigmentierung und Faltentiefe zeigte wie ein Produkt mit 0,5 % Retinol, aber mit geringerem Irritationspotenzial. Die Ergebnisse werden natürlich erst ab einer bestimmten Verwendungsdauer sichtbar, die sich auf bis zu 12 Wochen erstrecken kann.

Anwendung

Bakuchiol ist ein biologischer Wirkstoff, der eine verbesserte Hautelastizität fördert und Spannkraft verleiht. Deshalb wird der Stoff gerne und oft in der Pflege für reife Haut eingesetzt. Aber auch Haut ab 25 profitiert von dessen Wirkung. Die Anwendung von Bakuchiol-Serum, -Öl und -Creme ist unkompliziert und prinzipiell für jede Haut geeignet.

Man gibt ein Produkt mit Bakuchiol auf die gereinigte Haut. Ein Öl kann man zum Beispiel pur verwenden oder einfach einen Tropfen mit der normalen Creme mischen. Übrigens: Wer es mit der Anti-Aging-Wirkung ganz genau nimmt, sollte Sonnenschutz allerdings nie vernachlässigen. Bei der Verwendung von Bakuchiol werden die Hautdrüsen nicht negativ beeinträchtigt. Dementsprechend ist der Wirkstoff viel verträglicher für die Haut als Retinol. Es soll auch eine wirksame Alternative zu Retinol sein, obwohl es keine strukturelle Ähnlichkeit zu diesem Wirkstoff hat.

Wie die konkrete Anwendung aussieht, weiß die Münchner Hautärztin und Allergologin, Dr. med. Juliane Habig, die sich als Dr. Julie auf YouTube der Hautverschönerung verschrieben hat, aus ihrer Praxis: „Es konnten Verbesserungen von Fältchen, Pigmentstörungen, Elastizität und Hautfestigkeit sowie eine Verminderung von UV-Schäden, dem sogenannten Photoaging, nachgewiesen werden. Aber auch über den Anti-Aging-Bereich hinaus zeigt Bakuchiol Wirkung gegen Akne. Bei in-vitro-Untersuchungen, sprich im Labor, konnte auch eine Stimulierung bestimmter Kollagenformen durch Bakuchiol gefunden werden.“ Zusammengefasst lässt sich sagen, die Hersteller heben folgende Vorteile hervor: antioxidativ, relativ stabil, relativ gut verträglich, entzündungshemmend, kann Faltentiefe verringern und hilfreich bei Hyperpigmentierung. Bakuchiol gilt als potenzieller Ersatz für Retinol. Da jedoch viele Menschen allergisch auf Retinol reagieren bzw. es nicht gut vertragen, stellt Bakuchiol eine sanfte Alternative dar.

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Yoga zum Eintauchen

Von |2021-03-02T09:10:08+01:00März 1st, 2021|

Yoga zum Eintauchen

Yoga beruht auf einer jahrhundertealten Tradition und wird stetig weiterentwickelt. So existieren mittlerweile rund 130 geschützte Yogavarianten. Hatha, Kundalini, Vinyasa, Ashtanga sind die bekanntesten. Dabei folgt ein Trend dem nächsten – von den Klassikern wie Hatha bis hin zu verrückten Neuerscheinungen wie Ziegen-Yoga. Da kann man leicht den Überblick verlieren. Yoga-Einsteiger sehen sich mit vielen Fragen konfrontiert. Jessica Fink ist Yogalehrerin und Sprecherin des Berufsverbands der Yogalehrenden in Deutschland (BDY).

Sie rät: „Einsteiger sollten sich vorher klar machen, warum sie überhaupt Yoga machen wollen.“ Jeder Stil habe nämlich einen anderen Schwerpunkt. „Der eine Stil ist meditativer, der andere sportlicher. Es gibt Yoga-Arten, in denen überlieferte Reihen geübt werden, und Arten, in denen die Übungsabfolgen vom Kursleiter selbst konzipiert werden.“

Yoga ist immer in Entwicklung

Wer einen körperlich fordernden Stil sucht, der kann unter anderem Hatha-Yoha, Ashtanga-Yoga oder Iyengar-Yoga ausprobieren. Raja-Yoga und Jnana-Yoga dagegen sind zum Beispiel eher meditativ ausgerichtet“, sagt Dr. Hedwig Gupta. Sie ist Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Yogatherapie (DeGYT). Aber warum gibt es überhaupt so viele unterschiedliche Stile? Die meisten Stile im Westen haben sich aus dem Hatha-Yoga entwickelt. Es gibt nicht die eine Art, Yoga zu praktizieren. Yoga ist immer in Entwicklung. Wer mit dem Yoga beginnt, sollte sich davon aber nicht abschrecken lassen. Auf den Lehrer kommt es an, sagen die Experten. Eine der wichtigsten Aufgaben des Yogalehrers ist es, Fehlhaltungen zu korrigieren und Verletzungen zu vermeiden. Das geht nur persönlich. Für erfahrenere Schüler, die bereits zu Hause üben und auf der Suche nach neuen Übungen sind, sind Bücher und Videos dagegen eine gute Sache.

Mehr Yogastile als Teesorten

Wichtige Fragen sollte man am Anfang klären: Lieber sportlich oder spirituell? Haben Sie Rückenschmerzen oder suchen Sie eine Ergänzung zu anderen Sportarten? Oder wollen Sie einfach was Neues ausprobieren.? Spirituell, sportlich, meditativ, körperlich oder akrobatisch – finden Sie heraus, welcher Stil am besten passen könnte.

Hatha Yoga: für Anfänger und traditionsbewusste Yogis. Hatha Yoga gehört zu den populärsten Yogarichtungen weltweit. Viele weitere Stile leiten sich von der traditionellen Lehre ab. Hatha Yoga steht für einen langsamen, kraftvollen Wechsel einzelner Haltungen. Atemübungen und Meditationen runden eine Hatha Stunde ab.

Yin Yoga: Anfänger und Sportler, die an ihrer Mobilität arbeiten wollen, ist ruhig und passiv. Beim Yin Yoga hält man die verschiedenen Posen bis zu zehn Minuten. Passives Stretching statt dynamischer Flow steht hier im Fokus. Es geht darum, sich in den Asanas fallen zu lassen und komplett zu entspannen. Der Atem soll frei fließen und der Yogi ganz bei sich und seiner inneren Ruhe ankommen.
Ashtanga Yoga: für Fortgeschrittene, dynamisch und intensiv. Ashtanga Voga gilt als der härteste Yogastil – zurecht, denn er ist dynamisch und körperlich sehr fordernd. Asanas aus dem Hatha Yoga werden zu einem Bewegungsfluss zusammengefasst und mit dem Atem synchronisiert. Das Besondere: Jeder Schüler übt in seinem Tempo und in seiner Intensität.

Andere Varianten auf der Matte

Kundalini Yoga: für Anfänger und spirituelle Yogis, dynamisch und behutsam: Kundalini Yoga ist eine dynamische Yoga-Form, die Chanting, Atemübungen, Meditation und Asanas verbindet. Ziel ist es, Blockaden zu lösen und Energien frei fließen zu lassen. Der Yogastil ist körperbetont und spirituell ausgerichtet – Yogis eröffnet er einen Weg der Transformation.

Vinyasa Yoga: Anfänger und Fortgeschrittene, dynamisch und fließend. Beim Vinyasa Yoga werden die Bewegungen mit der Atmung synchronisiert – ein dynamischer Flow, der den Körper fordert und den Geist beruhigt. Es gibt keine vorgegebenen Abfolgen der Asanas, so dass jede Stunde anders gestaltet ist. Die Praxis ist abwechslungsreich und körperbetont.

Jivamukti Yoga: für spirituelle und fitnessaffine Yogis, modern und fließend. Jivamukti Yoga verbindet schweißtreibende, dynamische Übungsabfolgen mit Musik, dem Singen von Mantren und Meditation. Hinter dem ganzheitlichen Konzept steht der Gedanke des Mitgefühls – für sich selbst und seine Umgebung. Der Yogastil eröffnet Wege des körperlichen, mentalen und spirituellen Wachstums.

Aerial Yoga: für Anfänger und solche, die ihre Mitte stärken wollen, spielerisch und ruhig. Aerial Yoga ist Yoga im Tuch und kombiniert Pilates-, Ballett- sowie Gymnastikelemente. Beim Training in den bunten Trapeztüchern, die von der Decke hängen, führt man die Asanas frei schwebend aus – zum Teil sogar kopfüber.

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Hanf und seine Öle

Von |2020-10-29T11:56:04+01:00Oktober 30th, 2020|

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Hanf und seine Öle

Hanf enthält mehrere starke Wirkstoffe. Cannabidiol, die Rauschdroge THC und besonders CBD steht seit einiger Zeit im Fokus, denn es besitzt gesundheitsfördernde Eigenschaften. Cannabis ist der wissenschaftliche Name für Hanf. Die einzelnen Bestandteile der Pflanze, also die Fasern, Samen, Blätter und Blüten, werden zur Herstellung ganz unterschiedlicher Produkte genutzt. Aus den Fasern können Seile und Stoffe hergestellt werden, aus den Samen beispielsweise Öl für die Lebensmittel- oder Kosmetikindustrie. Für Verbraucher besteht keinerlei Gefahr, einen Rausch zu bekommen, wenn sie Produkte aus dem Supermarkt oder der Drogerie verzehren oder verwenden: Das psychoaktive und berauschende Tetrahydrocannabinol, kurz THC, kommt nämlich nur in den Blüten und blütennahen kleinen Blättern der weiblichen Hanfpflanze vor. Nur aus diesem Teil der Hanfpflanze kann die Droge Cannabis beziehungsweise Marihuana gewonnen werden. Haschisch wiederum ist das zu Platten oder Blöcken gepresste Harz aus den Blüten der weiblichen Hanfpflanze.

Hanföl und CBD-ÖL

Hanf enthält mehrere starke Wirkstoffe. Cannabidiol (CBD) ist einer davon und selbst nicht psychoaktiv, Tetrahy-drocannabinol (THC) dagegen ist psychoaktiv und die eigentliche Rauschdroge. CBD steht seit einiger Zeit im Fokus, denn CBD hat nicht nur eine Fülle von gesundheitsförderlichen Eigenschaften, sondern selbst in hohen Dosen keine relevanten Nebenwirkungen. Hanföl wird aus den Samen gewonnen, während das CBD-Öl aus den grünen Bestandteilen der Hanfpflanze hergestellt wird. Zudem unterscheiden sich die Inhaltstoffe voneinander. CBD-Öle enthalten in erster Linie das Cannabinoid CBD (Cannabidiol). Auch dieser Wirkstoff besitzt übrigens keine berauschenden Effekte. Das aus Hanf gewonnene CBD-Öl erlebt derzeit einen Boom und wird gegen zahlreiche Krankheiten angepriesen. Die Bandbreite reicht von Schmerzen, Depressionen über Rheuma bis Übergewicht. Obwohl CBD-Öl als Nahrungsergänzungsmittel und nicht als Medizinprodukt zugelassen ist, besitzt Cannabidiol eine Reihe von heilkräftigen Eigenschaften. CBD kann entzündungshemmend, entkrampfend, angstlösend schmerzlindernd und gegen Übelkeit wirken. Weitere medizinische Effekte wie die antipsychotische und antidepressive Wirkung werden aktuell erforscht.

Vielseitige Anwendung

CBD wird zunehmend als und in Nahrungsergänzungsmitteln, in Tinkturen sowie in Kosmetika verwendet. Auch Pharmaprodukte mit CBD als aktivem Inhaltsstoff wurden entwickelt. Bei den CBD-Ölen wird in sogenanntes Voll- und Breitspektrum-Öl unterschieden. Im Vollspektrum-Öl finden sich Cannabinoide ebenso wie Terpene und Flavonoide, einzig Spuren von THC können diese Öle enthalten. Ein solches Öl erkennt man an seiner dunklen Einfärbung. Im Vergleich dazu enthalten Breitspektrum-Öle definitiv kein THC. Die Farbe variiert von der dunklen Tönung bis hin ins Goldgelbe. Es soll entkrampfend, entzündungshemmend und angstlösend wirken.

Gegen Schmerzen

Schmerzen gehören zweifellos zu den größten und der Erfahrung nach erfolgversprechendsten Anwendungsbereichen von CBD-Öl. Genau wie THC, das immer noch illegal ist, gilt auch CBD, was legal ist, grundsätzlich als schmerzlindernd. Nicht selten ermöglicht die Einnahme von CBD eine Reduktion, bisweilen gar den Verzicht auf klassische Schmerzmedikamente. Abhängig ist das jedoch vom individuellen Anwendungsfall. Plötzlichen, zeitweiligen Kopfschmerzen hat CBD –
anders als einer kurzfristigen Abhilfe schaffenden Aspirin- oder Ibuprofen-Tablette – wenig entgegenzusetzen. In der Schmerztherapie verspricht die Einnahme von CBD-Öl vor allem dann Erfolg, wenn es um regelmäßige oder gar chronische Schmerzen geht. Wer regelmäßig unter Migräne, Unterleibsschmerzen während der Menstruation oder fortlaufenden bis hin zu chronischen Schmerzen leidet, sollte CBD-Öl als pflanzliche Alternative bzw. Ergänzung zur Schmerztablette ausprobieren. Selbst wenn CBD keinen Verzicht, sondern nur eine Verringerung der Dosis herkömmlicher Schmerzmittel ermöglicht, hat sich der Griff zum pflanzlichen, natürlichen Wirkstoff mit zweifellos weniger Nebenwirkungen gelohnt. Obendrein hat CBD, anders als Schmerzmedikamente und Opiate, kein Abhängigkeitspotenzial.

Die positiven Erfahrungen mit CBD zur Schmerzlinderung stehen in unmittelbarem Zusammenhang mit den entzündungshemmenden und krampflösenden Eigenschaften des Cannabinoids. Der Grund liegt auf der Hand: Entzündungen sind oftmals der Grund für anhaltende Schmerzen. Die lindernden Effekte sind in zahlreichen Studien belegt. Derzeit wird davon ausgegangen, dass die schmerzlindernden Effekte als Folge einer Beeinflussung des Schmerzzentrums im Gehirn auch zur Hemmung einer Entzündung führen bzw. dessen Heilung positiv beeinflussen.

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Mehr Gelassenheit

Von |2020-09-29T11:06:42+02:00September 30th, 2020|

Mehr Gelassenheit

Stress ist für viele ein ständiger Begleiter des Alltags. Was tun, wenn einfach alles zu viel ist? Wir haben Tipps für Sie. Vorweg: Stress ist eine körperliche oder seelische Belastung, die durch bestimmte Reize ausgelöst wird und zum Beispiel zu Herzerkrankungen, Verspannungen im Körper oder Burn-out führen kann. Es gibt aber auch positiven Stress, den sogenannten Eustress, der gesund ist und für unsere Leistungsfähigkeit sorgt. Stress wird erst dann negativ, wenn er zu einer dauerhaften Anspannung und zur häufigen Erschöpfung führt. In diesem Fall spricht man von Disstress. Allzeit parat, das sind wir und kennen das eigentlich normale Gleichgewicht zwischen Anspannung und Entspannung schon gar nicht mehr. Aber wie lässt sich am besten entspannen? Entspannung muss nicht unbedingt Meditation, Autogenes Training oder ähnliches sein, wie gerne bei Anti-Stress-Seminaren suggeriert wird.

Je nach Typ können es auch Sport, Spaziergänge oder Zeit mit der Familie sein. Die richtige Entspannungsart sollte man zweimal (maximal dreimal) in der Woche fest einplanen. Häufiger sollte es nicht sein, da es sonst kein Highlight mehr ist und nicht den gewünschten Effekt hat. Wichtig ist eine feste Zeit, die man hundertprozentig einhält, denn nur so hat man den Effekt der Vorfreude und des Ziels. Dazu muss man überlegen, was den heutigen Stress vom ursprünglichen Stress unterscheidet. Ursprünglich war Stress eine Gefahrensituation. Das heißt, man hatte zwei Möglichkeiten: Entweder angreifen oder weglaufen.

Durchatmen

Zuerst sollten Sie einfach mal alles stehen und liegen lassen. Den Stift aus der Hand legen und kurz innehalten. Dann tief in den Bauch einatmen und dabei bis vier zählen. Dann sieben Sekunden lang ausatmen. Das ganze elf Mal wiederholen. Zahlreiche Studien belegen die Wirkung der bewussten Atmung als Entspannungstechnik. Unter Stress atmen wir viel zu flach. Eine tiefe Atmung versorgt den Körper hingegen wieder mit ausreichend Sauerstoff und senkt den Blutdruck. Das gleichzeitige Zählen unterbricht den Stressgedanken.

Die Einstellung ändern

Loben Sie sich dafür, dass Sie es insgesamt wirklich gut machen, und verzichten Sie auf Selbstanklagen, wenn Sie einmal scheitern. Optimismus und Wertschätzung sind ausgesprochen wichtig. Streichen Sie Sätze wie „Ich kann es ja doch nicht ändern“ und „Anderen würde das keine Probleme bereiten“. Sie sind gut. Sie sorgen auch gut für sich und machen Pausen, selbst wenn scheinbar die Welt untergeht. Blockieren Sie destruktive Gedanken mit einem gedanklichen Stoppschild, sobald sie auftauchen. Sie können sich auch ein entsprechendes Post-it an eine gut sichtbare Stelle kleben. Das Stichwort lautet also: positives Denken. Dies ist zwar leichter gesagt als getan, aber wer seine Denkmuster verändert, macht bereits einen großen Schritt in Richtung Stressabbau. In manchen Situationen müssen wir einfach akzeptieren, dass sie gerade nicht lösbar sind oder dass eine Deadline nicht eingehalten werden kann. Es lohnt sich nicht, darüber in Panik zu verfallen, stattdessen sollte man sich lieber vergegenwärtigen, was man bereits alles geschafft hat und dass es nicht schlimm es, wenn eine Aufgabe bis zum nächsten Tag liegen bleibt.

Auch Meditation hilft unserem Körper, zur Ruhe zu kommen und abzuschalten. Deshalb reicht es schon, jeden Tag für einige Minuten Entspannungstechniken sowie verschiedene Atemtechniken durchzuführen, um unser Stresslevel deutlich zu senken. Auch Yoga, autogenes Training und Progressive Muskelentspannung haben diesen Effekt und tragen dazu bei, eine Resilienz gegen Stress aufzubauen. Weitere gute Sportarten für die Muskelentspannung sind Tai Chi und Qigong.
Führen Sie manchmal Selbstgespräche? Die sind hilfreich gegen Stress. In belastenden Stresssituationen ist es auch durchaus erlaubt, einmal laut zu fluchen und sich zu ärgern. Wer eher zu den introvertierten Typen gehört, kann zum Tagebuch greifen und sich den Frust von der Seele schreiben. Häufig wirken diese Maßnahmen Wunder und führen dazu, dass wir uns gleich viel befreiter fühlen.

Eine Auszeit nehmen

Nur wenn Sie sich gut fühlen, ist es Ihnen möglich, auch einen guten Job zu machen. In aller Regel ist es effektiver, sich eine Stunde Zeit zu nehmen, um etwas für sich zu tun, als diese Stunde in gestresstem Zustand mit noch mehr Arbeit zuzubringen. Machen Sie – vorzugsweise im Wald – einen Spaziergang, meditieren Sie dabei oder nutzen Sie die Zeit für ein kurzes Schläfchen. In einer Studie hat die University of Essex zeigen können, dass ein Spaziergang in der Natur den Blutdruck senkt. Ein Nickerchen steigert die Produktivität. Stress hingegen verringert sie nachweislich. Deshalb sollten Sie eine kleine Auszeit nicht als Verlust von verfügbarer Zeit betrachten, sondern als Investition zu Gunsten eines reibungslosen Ablaufs.

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