Behandlungsfehler

Von |2026-06-08T10:49:49+02:00Juni 8th, 2026|

Behandlungsfehler-TK

Werbebeitrag/ Autor: Peter M. Crause

Behandlungsfehler

Es ist eine Zahl, die aufhorchen lässt: 7.540 Mal meldeten sich 2025 Versicherte der Techniker Krankenkasse mit dem Verdacht, Opfer eines Behandlungsfehlers geworden zu sein. Ein neuer Höchststand, der 14 Prozent über dem Vorjahr liegt und eine Entwicklung fortsetzt, die seit Jahren zu beobachten ist. Doch was bedeutet das wirklich? Nicht jeder Verdacht bestätigt sich – etwa jeder dritte Fall erhärtet sich bei der Überprüfung, sodass Medizinrechtler ein Verfahren einleiten können. Doch selbst diese Zahl ist nur die Spitze des Eisbergs. Experten wie TK-Vorstand Jens Baas warnen seit Monaten: Die Dunkelziffer ist hoch, zu viele Fehler werden verschwiegen oder kleingeredet, statt sie als Chance für Verbesserungen zu nutzen.

Fehler gibt es überall

Besonders betroffen sind chirurgische Eingriffe, die mit 29 Prozent an der Spitze der Verdachtsfälle stehen. Dahinter folgen Zahnmedizin und Kieferorthopädie mit 17 Prozent sowie Geburtshilfe und Gynäkologie mit elf Prozent. Die Bandbreite der Vorwürfe ist groß, doch ein Muster kristallisiert sich heraus: Oft geht es um Abweichungen vom medizinischen Standard, die zu gesundheitlichen Schäden führen. Doch selbst wenn die Kasse in Abrechnungsdaten klare Hinweise auf mögliche Fehler entdeckt, darf sie die Versicherten nicht aktiv darauf hinweisen – eine strukturelle Hürde, die die Aufklärung erschwert.

Die TK fordert daher ein einheitliches Melderegister, das Ärztekammern, Medizinischen Dienst und Krankenkassen zusammenführt. Bisher führen alle ihre eigenen Statistiken, was den Überblick über die Gesamtlage erschwert. Baas betont: „Wir müssen dringend die Weichen stellen, dass unentdeckte Behandlungsfehler besser ermittelt werden können.“ Doch es geht nicht nur um Transparenz, sondern auch um eine offene Fehlerkultur. Statt Fehler zu vertuschen, sollten sie als Lernchance begriffen werden – für ein Gesundheitswesen, das sich stetig verbessert.

Das können Betroffene tun

Für viele Betroffene ist der erste Schritt der schwerste: den Verdacht überhaupt zu äußern. Doch genau hier beginnt der Weg zur Klärung. Der erste Rat der Experten lautet daher, das Gespräch mit der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt zu suchen. Oft lassen sich Missverständnisse oder unbegründete Zweifel so ausräumen. Doch wenn der Verdacht bleibt, gibt es klare Anlaufstellen. Die eigene Krankenkasse ist dabei ein zentraler Ansprechpartner – sie ist gesetzlich verpflichtet, ihre Mitglieder bei der Verfolgung von Schadensersatzansprüchen kostenlos zu unterstützen. Das kann etwa die Einholung eines Sachverständigengutachtens durch den Medizinischen Dienst (MD) umfassen, das prüft, ob tatsächlich ein Fehler vorliegt und ob dieser den gesundheitlichen Schaden verursacht hat.

Wer unsicher ist, ob es sich um einen Behandlungsfehler handelt oder wie man vorgehen soll, kann sich auch an unabhängige Beratungsstellen wenden. Die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) oder die Bundesarbeitsgemeinschaft der PatientInnenstellen und -initiativen (BAGP) bieten kostenlose Unterstützung und helfen, den nächsten Schritt zu planen. Zudem gibt es in vielen Bundesländern Gutachterkommissionen oder Schlichtungsstellen bei den Ärztekammern, die außergerichtlich klären können, ob ein Fehler vorliegt. Diese Stellen sind spezialisiert darauf, solche Fälle zu begutachten und können so eine neutrale Einschätzung liefern.

Informationen sammeln

Wichtig ist auch, den Behandlungsverlauf genau zu dokumentieren. Ein Gedächtnisprotokoll, in dem Betroffene notieren, wer wann, wo und wie behandelt hat, kann später entscheidend sein. Auch Arztberichte, Befunde und Rechnungen sollten sorgfältig aufbewahrt werden. Diese Unterlagen sind nicht nur für Gutachter, sondern auch für mögliche juristische Schritte von Bedeutung. Sollte sich der Verdacht bestätigen, können Betroffene entscheiden, ob sie klagen möchten – ein Schritt, der oft langwierig und kräftezehrend ist. Alternativ bietet sich ein Schlichtungsverfahren an, das viele Ärztekammern anbieten. Hier wird versucht, den Konflikt außergerichtlich zu lösen, was für beide Seiten oft weniger belastend ist.

Die TK betont, dass Betroffene keine Scheu haben sollten, ihre Krankenkasse zu kontaktieren. In vielen Fällen kann die Kasse bereits mit kostenlosen Gutachten unterstützen und den Weg zur Klärung ebnen. Denn eines ist klar: Je früher Betroffene aktiv werden, desto besser sind die Chancen, den Sachverhalt aufzuklären und mögliche Ansprüche geltend zu machen. Nur: Warum steigen die Zahlen der Verdachtsfälle so stark? Ist es wirklich so, dass mehr Fehler passieren? Oder trauen sich einfach mehr Menschen, ihre Bedenken zu äußern? Es ist wohl von jedem etwas. Und die aktuelle Entwicklung zeigt vor allem eines: Das Bewusstsein für Patientenrechte wächst.

Altersbremse – Zellprozesse aktiv steuern

Von |2026-06-08T10:46:35+02:00Juni 8th, 2026|

Altersbremse – Zellprozesse

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BJH Natur- und Resonanzforschung Ag
Löberenstrasse 47
CH-6302 Zug

www.bjh-europe.com

Werbebeitrag/ Autor: Peter M. Crause

Altersbremse – Zellprozesse aktiv steuern

Altern und ein Ende des Lebens sind unvermeidlich. Doch ob das ein stetiger Verfall oder ein Entwicklungsverlauf voller Energie wird, das können wir über unsere Zellen steuern. Dazu müssen wir zunächst verstehen, wie die Zelle „tickt“. Ihr Aufbau ist funktionell und Innerhalb ist alles streng organisiert durch Zellorganellen. „Eingezäunt“ durch Membrane sind sie, ähnlich wie Organe, in unserem Körper zielgerichtet integriert. Um eine gesunde Zell-Balance zu halten, bedarf es der Faktoren ▶ Sauerstoff ▶ Stoffwechsel ▶ Resonanzen. Dabei agiert Sauerstoff wie ein Zündfunke, der zur Energieerzeugung unerlässlich ist – so wie es ohne Sauerstoff keinen Kamin mit Feuer gibt. Dazu kommt der Stoffwechsel, welcher Nahrung in ­körpergerechte „Baustoffe“ umwandelt, denn Zellprozesse brauchen diese zur Umsetzung in Energie – ähnlich wie beim Kamin, der neben Sauerstoff auch das passende Brennholz zur Wärmeerzeugung braucht. Erfolgreich, nach diesem System, produzieren rund 40 Billionen Zellen täglich unsere Energie (ATP). Diese Anzahl an Körperzellen erfordert eine verlässliche Koordination für den Informationsaustausch. Dieses erfolgt über Resonanzen als rhythmische Schwingungen auf Zellebene (zwischen 7,5 -10Hz1) – im Vergleich mit einem Handy wäre das: anwählen – Verbindungen aufbauen – Reaktion – Kommunikation.

Welche Stellschrauben sind möglich?

Das herauszufinden machte sich das Institut für Natur- und Resonanzforschung Drave in Eldagsen zur Aufgabe. Ausgehend davon, dass ein abgestimmtes Kommunikations-Netzwerk verantwortlich für das notwendige Zusammenspiel aller Zellen ist, stellt sich die Frage: Liegt hier der Schlüssel die biologischen Grundlagen von Lebens-Aktivierung und Reorganisation zu beeinflussen? Kann der oft vorgezeichnete Kreislauf: „die letzten Lebensjahre im Zustand chronischer Erkrankung zu leben“ durchbrochen werden? Wieviel kann den Zellorganellen zugemutet werden, um eine lange Gesundheitsspanne zu erreichen? Um das einzuschätzen, wurden die Aufgaben der Zellen – Hauptakteure – unter die Lupe genommen: ▶ Zellkern – verantwortlich für die Vermehrung und erblichen Informationen ▶ Mitochondrien – unersetzbare Energielieferanten (ATP) ▶ Vesikel – regulieren u. a. die Müllentsorgung ▶ Zytoplasma – begünstigt Stoffwechselprozesse, transportiert Stoffe rein und raus, stabilisiert den Zellkörper ▶ Zellmembran – Abgrenzung, Schutzschild, steuert Stoff-Austausch von innen nach außen. Es ist offensichtlich, die Aufgabenverteilung dieser Zellkörper in der aufeinander abgestimmten Harmonie und Ausgeglichenheit zu manipulieren, wäre nicht erfolgreich.

Vielmehr würde es Auswirkungen geben wie energielos, fehlerhafte Kommunikation, verlangsamte Entgiftung und stark mini­mierte Reparaturprozesse. Welche Stellschrauben kommen sonst noch in Frage?

Fazit und Lösung: Drei natürliche Steuerbereiche können helfen, die wichtigen Zellorganellen dauerhaft zum Leistungs­maximum anzuspornen, ohne dabei Risiken und Probleme auszulösen:

▶ Sauerstoff ▶ Stoffwechsel ▶ Resonanzen. Sie sind die ­schnellen, unkomplizierten Stellschrauben und so drehen wir an ihnen: Sauerstoff und Stoffwechsel sind hauptverantwortlich für die Energieproduktion. Um täglich maximale Zellenergie zu bekommen, sollten wir, so oft es geht an der frischen Luft Sauerstoff tanken. Damit dieser über den Blutkreislauf „als ­Zündfunke“ zu den Zellen gelangt, ist Trägerstoff Eisen wichtig und aus der Natur Bockshornklee ideal. So ist die erste Voraussetzung ­erfüllt. Für den Sparringspartner Stoffwechsel muss etwas mehr investiert werden. Sein „mitspielen“ hängt von richtigen Nährstoffen (Ernährung) ab.

Also, was wir essen sollte sich hauptsächlich am Faktor „gesund“ orientieren. Sündigen hin und wieder kann unser Körper immer gut ausgleichen. Hierbei gilt die Regel „Die ­Dosis macht das Gift“ sagte bereits der Arzt und Naturphilosoph Paracelsus im 16. Jahrhundert. Dazu braucht unser Nahrungsempfänger Bauch – besser Dünndarm – Helfer bei der „Zerkleinerung der Baustoffe aus der Nahrung“. An ihnen fehlt es bei den meisten Menschen. Um Defizite zu vermeiden, brauchen wir eine ausreichende Anzahl verschiedener „aktiver Helfer“, (Bakterienstämme). Zuletzt, aber nicht weniger wichtig sind die Resonanzen. Sie sind mit den automatischen Vorgängen und biochemischen Signalen das „Zünglein an der Waage“. Die ­Zelle lebt also in einem lebendigen System aus Kommunikation (Resonanz), Energie (Sauerstoff & Stoffwechsel) und Ordnung. Jede Einflussnahme auf Gesundheit, Vitalität, beeinflussen / verlangsamen von Alterungsprozessen, muss in der Förderung dieser biologischen Abläufe beginnen. Um unserem Körper in dieser schnelllebigen Zeit sinnvoll „unter die Arme zu greifen“, hat BJH einzigartige* Sauerstoff-Nahrungsergänzungen entwickelt: BJH exklusivDarm, Gehirn plus Herzaktivum, Vital-Kapseln.

Aussagen basieren auf unseren Recherchen. Sie geben persönliche ­Interpretationen wieder, erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit, keine rechtskräftige Gültigkeit oder wissenschaftlich anerkannte Dokumentation. Sie sind ausgerichtet nach der CBM & ResonanzMedizin und ersetzen keine Ärztin, Arzt, Therapeuten und sind keine Diagnosestellung. Laut Recherchen vom Institut Natur- & Resonanzforschung (eigene Studien beziehen sich max. auf 30 Personen von 21-87 Jahren)-**basiert auf deutschem patentierten Naturverfahren

Stresssenker für die Haut

Von |2026-06-08T10:40:34+02:00Juni 8th, 2026|

Stresssenker für die Haut

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Galactopharm Dr. Sanders GmbH & Co. KG
südstraße 10
49751 Sögel/Emsland

www.galactopharm.de

Werbebeitrag/ Autor: Peter M. Crause

Stresssenker für die Haut

Die Haut ist unser größtes Organ, ein Schutzschild gegen Umwelteinflüsse und ein Spiegel unseres Wohlbefindens. Doch was passiert, wenn sie überlastet ist? Ob durch zu viel Sonne, die zu schmerzhaften Rötungen führt, oder durch chronische Entzündungen wie bei Schuppenflechte: Die Haut benötigt dann gezielte Unterstützung, um sich zu erholen. Und diese Unterstützung kann aus einer überraschenden Quelle kommen – natürliche Milchsäure wird seit Jahrzehnten in der Medizin und Pflege geschätzt.

Wenn die Haut nach Kühlung und Balance lechzt

Ein Tag in der Sonne, ein Moment der Unachtsamkeit – und plötzlich spannt die Haut, wird rot und heiß. Sonnenbrand ist nicht nur schmerzhaft, er ist ein Alarmzeichen: Die Hautbarriere ist gestört, die Durchblutung erhöht, und der Körper versucht, den Schaden zu reparieren. In dieser Phase benötigt die Haut vorwiegend Feuchtigkeit, Beruhigung und eine Wiederherstellung ihres natürlichen Säureschutzmantels. Hier kommt die rechtsdrehende Milchsäure ins Spiel – ein natürlicher Wirkstoff, der nicht nur die Haut mit Feuchtigkeit versorgt, sondern auch eine leicht kühlende und entzündungshemmende Wirkung entfaltet. Sie hilft, den pH-Wert der Haut zu normalisieren, der durch UV-Strahlung und Reizungen oft aus dem Gleichgewicht gerät. Ein saures Milieu (pH 3 – 5) ist entscheidend, um pathogene Keime abzuwehren und die natürliche Regeneration zu beschleunigen. Gleichzeitig fördert Milchsäure die Bildung von Ceramiden und Hyaluron, die für eine intakte Hautbarriere sorgen. Wer unter Sonnenbrand ­leidet, profitiert von einer Pflege, die die Durchblutung anregt, die Zellerneuerung fördert und gleichzeitig einen schützenden Film bildet.

Schuppenflechte: tiefenwirksam zur Linderung

Anders als bei einem Sonnenbrand, der nach einigen Tagen abklingt, ist Schuppenflechte eine chronische Herausforderung. Hier gerät das Immunsystem aus dem Gleichgewicht und löst eine übermäßige Produktion von Hautzellen aus, die zu schuppigen, entzündeten Stellen führt. Diese können jucken, brennen und das Selbstbewusstsein stark beeinträchtigen. Die Lösung liegt oft in einer tiefenwirksamen Pflege, die nicht nur die Symptome lindert, sondern die Haut langfristig ins Gleichgewicht bringt. Milchsäure in einer Konzentration bis maximal 5 % hat sich dabei als besonders wirksam erwiesen: Sie löst sanft abgestorbene Hautzellen, hemmt Entzündungen und stärkt die Hautbarriere, indem sie die Produktion von Mucin (Schleimstoffen) und Kollagen ­anregt. Gleichzeitig senkt sie den pH-Wert der Haut, was das Wachstum schädlicher Bakterien hemmt und die natürliche Abwehrkraft der Haut stärkt. Ein weiterer Vorteil: Milchsäure fördert die Durchblutung und den Zellstoffwechsel, was die Regeneration beschleunigt. Studien zeigen, dass sie sogar die Aktivität von T- und B-Zellen anregen kann – ein wichtiger Faktor für Menschen mit chronischen Hauterkrankungen, deren Immunsystem oft überreagiert. Eine reichhaltige und leicht verteilbare Salbe mit Milchsäure kann so nicht nur akute Schübe lindern, sondern auch in ruhigeren Phasen die Haut stabilisieren.

Dream-Team Milchsäure und Sauermolke

Die Kombination aus Milchsäure und Sauermolke ist kein Zufall – sie basiert auf jahrzehntelanger Forschung. ­Sauermolke, ein Nebenprodukt der Käseherstellung, ist besonders reich an rechtsdrehender Milchsäure, die im Körper antibiotisch und immunstimulierend wirkt. Während herkömmliche Molke (Süßmolke) kaum noch Milchsäure enthält, wird Sauermolke durch Fermentation mit Milchsäurebakterien angereichert – ein aufwendiger Prozess, der ihr einzigartige Eigenschaften verleiht. Die Pufferkapazität dieser Kombination ist dabei entscheidend: Sie ermöglicht es der Haut, Säureangriffe abzuwehren und ein gesundes Milieu aufrechtzuerhalten. Das ist besonders wichtig bei Schuppenflechte, bei der die Haut oft alkalisch wird und dadurch anfälliger für Entzündungen ist. Durch die Absenkung des pH-Werts auf ein natürliches Niveau (ca. 4,5 – 5,5) werden nicht nur das Wachstum schädlicher Keime gehemmt, sondern auch die Selbstheilungskräfte der Haut aktiviert. Hinzu kommt, dass Milchsäure die Resorption von Mineralstoffen wie Zink und Natrium fördert – dies ist essenziell für die Wundheilung sowie die Stärkung der Hautbarriere. Und: Sie wirkt als Energielieferant für die Hautzellen, was die Regeneration beschleunigt. Praktischer Nebeneffekt: Nicht nur die Haut profitiert von dieser natürlichen Pflege. Da Milchsäure ebenfalls die Eisenaufnahme verbessert und die Sauerstoffversorgung der Zellen anregt, kann sie sogar die allgemeine Leistungsfähigkeit unterstützen.

Was ist eine Stoffwechselstörung?

Von |2026-06-08T10:26:31+02:00Juni 8th, 2026|

Stoffwechselstörung

Werbebeitrag/ Autorin: Anne Klein

Was ist eine Stoffwechselstörung?

Alle Vorgänge im menschlichen Körper beruhen letztlich auf chemischen Reaktionen, bei denen Stoffe auf-, ab- oder umgebaut werden. Die Gesamtheit dieser Reaktionen nennt man Stoffwechsel. Der Stoffwechsel sorgt beispielsweise dafür, dass der Körper ausreichend mit Energie versorgt wird, und er hält so die Körperfunktionen aufrecht. Von einer Stoffwechselerkrankung oder Stoffwechselstörung spricht man, wenn der gesamte ­Stoffwechsel oder Teilbereiche nicht mehr richtig funktionieren. Die Ursache ist meistens, dass für den Stoffwechsel wichtige Enzyme oder Hormone fehlen. Dies ist beispielsweise bei Typ-1-Diabetes der Fall, bei dem es an dem Hormon Insulin mangelt. Dadurch gerät der ­gesamte Zuckerstoffwechsel aus dem Gleichgewicht. Andere Beispiele sind Gicht, bei der der Harnsäurestoffwechsel gestört ist, und eine Schilddrüsenunterfunktion, bei der es an lebenswichtigen Schilddrüsenhormonen mangelt. Stoffwechselstörungen können angeboren sein oder sich erst später im Leben entwickeln.

Wie man sie erkennt

Die Symptome einer Stoffwechselstörung sind häufig unspezifisch. Das heißt, sie kommen auch bei vielen anderen Erkrankungen vor und weisen nicht eindeutig auf ein bestimmtes gesundheitliches Problem hin. Das erschwert die Diagnose einer Stoffwechselstörung. Zu den häufigsten Beschwerden zählen unter anderem: Müdigkeit, Erschöpfung und Antriebslosigkeit, Schmerzen in Muskeln und Gelenken, ständiges Frieren, kalte Hände und Füße, Konzentrationsschwäche, Appetitlosigkeit, Magenschmerzen / Bauchkrämpfe (bis mehrere Stunden nach dem Essen). Diese Symptome können selbstverständlich auch ohne eine Erkrankung zutreffen und die Ursache eine völlig andere sein. Wer unter diesen Symptomen leidet, sollte den Hausarzt oder die Hausärztin aufsuchen. Dort wird im ersten Schritt ein Bluttest gemacht, der bereits Aufschluss über eine Erkrankung geben kann. Möglicherweise werden danach weitere Tests durchgeführt, beispielsweise bei einem Endokrinologen / einer Endokrinologin (untersucht Hormone).

Manche Stoffwechselerkrankungen treten bei uns sehr häufig auf, z. B. Störungen der Schilddrüsenfunktion oder Diabetes mellitus. Typ-1-Diabetes ist eine Autoimmunkrankheit. Dabei zerstört das Immunsystem die insulinproduzierenden Zellen in der Bauchspeicheldrüse (Pankreas). Mit sinkendem Blutspiegel von Insulin gelangt immer weniger Blutzucker in die Körperzellen. Der Blutzuckerspiegel steigt, gleichzeitig „hungern“ die Körperzellen.

Typ-2-Diabetes hat einen völlig anderen Krankheitsmechanismus: Es ist zwar genügend Insulin im Blut, die Körperzellen reagieren aber zunehmend unempfindlich darauf (Insulinresistenz). Sie nehmen daher weniger Blutzucker auf – so steigen auch hier die Werte. Ursache für diese Diabetesform ist eine Kombination bestimmter Gene mit einem ungünstigen Lebensstil.

Oft sind es die Hormone

Es gibt verschiedene Stoffwechselstörungs-Arten. Man unterteilt sie unter anderem nach den ­Nährstoffklassen, die dabei verarbeitet werden, in vier Hauptgruppen: Störungen des Fettstoffwechsels (z. B. erhöhte Cholesterinwerte), Störungen im Kohlenhydratstoffwechsel (z. B. Diabetes), Störungen im Eiweißstoffwechsel (z. B. Ahornsirupkrankheit – ein ­schwerer, angeborener genetischer Defekt, bei dem der Körper bestimmte Aminosäuren nicht abbauen kann), Störungen im Mineralstoffhaushalt (z. B. Phosphatmangel).

Die Schilddrüse reguliert über verschiedene Hormone das Arbeitstempo des Körpers. Ihre Hormone sind damit von zentraler Bedeutung für zahlreiche Stoffwechselprozesse. Sie steuern beispielsweise die Herzaktivität, den Energieumsatz, die Darmfunktion und die Muskelkraft. Bei einer Unterfunktion (Hypothyreose) verlangsamt sich der Stoffwechsel. Folgen sind unter anderem Gewichtszunahme, Haarausfall, Erschöpfung, depressive Verstimmung. Bei der Gicht ist der Harnsäurestoffwechsel gestört: Der Spiegel von Harnsäure ist so hoch, dass er auskristallisiert. Die Kristalle setzen sich in Organen und Gelenken ab und provozieren dort Entzündungsreaktionen.

Viele Stoffwechselerkrankungen ­bilden sich allein aufgrund genetischer Defekte aus. Bei anderen spielen jedoch die sogenannten Lebensstilfaktoren eine Rolle, die eine Veranlagung zu einer Stoffwechselerkrankung erst durchbrechen lassen. Zum Beispiel die Ernährung: Zu viel Zucker, tierische Fette und stark verarbeite Lebensmittel begünstigen unter andrem die Stoffwechselerkrankung Typ-2-Diabetes. Adipositas: Körperfett ist kein passives Speichergewebe. Es produziert zahlreiche Hormone, die auch auf Stoffwechselprozesse einwirken. Folge kann dann zum Beispiel ein metabolisches Syndrom sein mit Bluthochdruck, hohen Blutfettwerten und Insulinresistenz.

Auch Alkohol kann ein Risikofaktor sein. Bei starkem Alkoholkonsum bildet der Körper zum Beispiel größere Mengen bestimmter Blutfette (Triglyceride) und die Leber lagert verstärkt Fett ein.

Muttermilch spenden

Von |2026-06-08T10:23:01+02:00Juni 8th, 2026|

Muttermilch spenden

Werbebeitrag/ Autorin: Anne Klein

Muttermilch spenden

Muttermilch schützt vor Infektionen und unterstützt die Ent­wicklung des Immunsystems. Besonders wichtig ist sie ­jedoch für Frühgeborene und schwer kranke Säuglinge. Für diese Kinder kann gespendete Muttermilch sogar ­lebensrettend sein.

Kommt ein Baby zu früh auf die Welt, ist sein Organismus noch nicht vollständig entwickelt. Vor allem Darm, Immunsystem und Stoffwechsel reagieren empfindlich. Viele Frühchen können anfangs nicht ausreichend gestillt werden, weil die Milchbildung der Mutter nach einer belastenden Frühgeburt verzögert einsetzt oder medizinische Gründe gegen das Stillen sprechen. In solchen Fällen greifen Kliniken auf gespendete Muttermilch aus sogenannten Frauenmilchbanken zurück.

Muttermilch gilt unter Fachleuten als die beste Ernährung für Frühchen. Studien zeigen, dass sie das Risiko schwerer Infektionen senken kann. Besonders gefürchtet ist die nekrotisierende Enterokolitis, eine gefährliche Darmentzündung, die bei Frühgeborenen lebensbedrohlich verlaufen kann. Außerdem gibt es Hinweise darauf, dass Muttermilch die Entwicklung des Gehirns und die spätere Gesundheit der Kinder positiv beeinflusst. Deshalb versuchen neonatologische Zentren möglichst vielen kleinen Patienten Muttermilch zur Verfügung zu stellen.

Starthilfe für Frühchen

Doch genau daran mangelt es häufig. In Deutschland existieren bislang nur vergleichsweise wenige Frauenmilchbanken. Viele Kliniken melden regelmäßig Engpässe. Gleichzeitig wissen zahlreiche stillende Mütter gar nicht, dass sie überschüssige Milch spenden könnten. Andere scheuen den organisatorischen Aufwand oder sind unsicher, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen. Dabei ist die Spende grundsätzlich unkompliziert. Voraussetzung ist, dass die Mutter gesund ist, ausreichend Milch für das eigene Kind hat und keine Medikamente einnimmt, die über die Milch weitergegeben werden könnten. Vor der ersten Spende erfolgt ein medizinischer Fragebogen, häufig ergänzt durch Blutuntersuchungen. Anschließend wird die abgepumpte Milch hygienisch gesammelt, tiefgekühlt transportiert und in der Frauenmilchbank sorgfältig kontrolliert. Dort wird sie mikrobiologisch untersucht und meist pasteurisiert, um Krankheitserreger sicher auszuschließen.

Der hohe Aufwand zeigt, welchen Stellenwert die ­gespendete Muttermilch inzwischen in der modernen Neonatologie hat. Anders als industriell hergestellte Säuglingsnahrung enthält sie zahlreiche bioaktive Bestandteile, die sich künstlich bislang nicht vollständig nachbilden lassen. Dazu gehören Antikörper, Enzyme, Wachstumsfaktoren und entzündungshemmende Stoffe. Gerade unreife Frühgeborene profitieren davon besonders.

Für viele Spenderinnen ist die Milchspende eine ­emotionale Erfahrung. Sie wissen, dass ihr Überschuss einem anderen Kind helfen kann, gesund ins Leben zu starten. Manche ­Frauen berichten sogar, dass sie sich dadurch mit anderen Familien verbunden fühlen. Dennoch bleibt die Zahl der Spenderinnen gering. Ein Grund dafür sind fehlende Strukturen. Nicht überall gibt es wohnortnahe Frauenmilchbanken, und nicht jede Klinik kann die Milch zu Hause abholen. Hinzu kommt, dass junge Familien in den ersten Monaten ohnehin stark belastet sind und zusätzliche Wege oder organisatorische Hürden oft abschreckend wirken.

Experten wünschen sich deshalb mehr öffentliche Aufmerksamkeit für das Thema. Während Blutspenden seit Jahrzehnten selbstverständlich sind, wissen nur wenige Menschen von der Möglichkeit der Muttermilchspende. Dabei ist der Bedarf groß. Immer mehr Kliniken rufen inzwischen gezielt zu Spenden auf, weil die Vorräte nicht ausreichen, um alle bedürftigen Säuglinge zu versorgen.

Aufklärung

Hebammen, auch Apotheken können hier eine wichtige Rolle übernehmen. Sie sind häufig erste Ansprechpartner für junge Familien und genießen großes Vertrauen. Durch Aufklärungsgespräche, Informationsmaterial oder Hinweise auf regionale Frauenmilchbanken können Apotheken, Hebammen und Kinderärzte und Kinderärztinnen dazu beitragen, das Thema bekannter zu machen. Gerade stillende ­Frauen mit einem Milchüberschuss erfahren oft erst durch Zufall, dass ihre Milch für andere Kinder wertvoll sein könnte.

Zugleich braucht es Sensibilität. Nicht jede Mutter kann stillen, und nicht jede Frau möchte Muttermilch spenden. Schuldgefühle sind fehl am Platz. Entscheidend ist vielmehr, Familien individuell zu unterstützen und über Möglichkeiten zu informieren. Dort, wo eine Spende infrage kommt, kann sie jedoch einen enormen Unterschied machen.

Für die winzigen Patienten auf den Frühchenstationen bedeutet jeder Milliliter Muttermilch ein Stück Schutz und Entwicklungschance. Die Spenderinnen schenken damit weit mehr als Nahrung: Sie geben den kleinsten und verletzlichsten Kindern einen möglichst guten Start ins Leben.

Elektrosmog

Von |2026-06-08T10:16:07+02:00Juni 8th, 2026|

Elektrosmog

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Gabriel-Tech GmbH
Siemensstraße 17
65779 Kelkheim

www.gabriel-technologie.com

Werbebeitrag/ Autorin: Anne Klein

Elektrosmog

Elektrosmog ist ein Begriff, der heute immer häufiger ­ver­wendet wird. Gemeint sind elektromagnetische Felder und Wellen, die durch technische Geräte und moderne Kommunikationssysteme entstehen. Smartphones, WLAN-Router, Bluetooth-Anwendungen, Smart-Home-Technologien, Hochspannungsleitungen oder Mobilfunkanlagen gehören mittlerweile selbstverständlich zum Alltag. Gleichzeitig wächst bei vielen Menschen das Interesse an der Frage, wie sich diese technischen Einflüsse auf das persönliche Wohlbefinden auswirken und welche Möglichkeiten es gibt, die Belastung zu ­reduzieren.

Besonders im häuslichen Umfeld befinden sich zahlreiche Geräte dauerhaft im Betrieb. Neben Mobiltelefonen und Tablets zählen dazu WLAN-Netzwerke, schnurlose Telefone, Smart-TVs, Funklautsprecher und viele weitere elektronische Anwendungen. Auch moderne Fahrzeuge verfügen über eine Vielzahl elektronischer Systeme und Funkverbindungen, die elektromagnetische Felder erzeugen.

Wissenschaftliche Untersuchungen beschäftigen sich seit vielen Jahren mit elektromagnetischen Feldern und deren möglichen Auswirkungen auf biologische Systeme. Dabei stehen insbesondere Langzeitwirkungen sowie die Wechselwirkungen verschiedener elektromagnetischer Quellen im Fokus der Forschung. Internationale Normen und ­Grenzwerte sollen sicherstellen, dass technische Anlagen innerhalb definierter Sicherheitsbereiche betrieben werden. Dennoch wünschen sich viele Menschen zusätzliche Möglichkeiten, ihre persönliche Belastung im Alltag zu minimieren.

Bewusster Umgang

Zu den klassischen Maßnahmen gehört ein bewusster ­Umgang mit elektronischen Geräten. So kann ­beispielsweise die Nutzungsdauer von Mobiltelefonen reduziert oder ein Headset verwendet werden, um den Abstand zum Kopf zu vergrößern. WLAN-Router lassen sich nachts abschalten, wenn sie nicht benötigt werden. Auch die gezielte Platzierung elektronischer Geräte außerhalb von Schlafbereichen wird häufig empfohlen. Solche Maßnahmen verfolgen das Ziel, die persönliche Exposition gegenüber elektromagnetischen Feldern zu verringern.

Darüber hinaus beschäftigen sich verschiedene ­Unternehmen mit technischen Lösungen zur Reduzierung elektromagnetischer Belastungen. Innovative Technologie wurde entwickelt zur Reduzierung von elektromagnetischen Interferenzpotenzialen, die umgangssprachlich häufig unter dem Begriff Elektrosmog zusammengefasst werden.

Bei dieser neuen Technologie sollen Wechselwirkungen elektromagnetischer Felder nicht nur erfasst, sondern auch messbar reduziert werden können. Ein besonderes Merkmal ist das sogenannte EMI-Potenzial-Messverfahren, mit dem elektromagnetische Interferenzen analysiert werden. Dabei bleiben Smartphones, WLAN-Systeme oder andere technische Einrichtungen weiterhin vollständig nutzbar.

Unterschiedliche Bewertungen

Ein weiterer Schwerpunkt liegt im Bereich ­Fahrzeugtechnik. Moderne Autos verfügen über zahlreiche elektronische Komponenten, darunter Navigationssysteme, Assistenzsysteme, Bluetooth-Schnittstellen, Sensorik und Kommunikationsmodule. Dabei können elektromagnetische Interferenzpotenziale entstehen, die mit speziellen Messverfahren sichtbar gemacht werden.

Die Diskussion über Elektrosmog wird jedoch nicht nur von Herstellern technischer Lösungen geführt. Auch innerhalb der wissenschaftlichen Gemeinschaft bestehen unterschiedliche Bewertungen hinsichtlich möglicher gesundheitlicher Auswirkungen elektromagnetischer Felder. Während zahlreiche Studien die Einhaltung bestehender Grenzwerte als ausreichend ansehen, fordern andere Forscher weitere Untersuchungen zu Langzeiteffekten und biologischen Wechselwirkungen. Aus diesem Grund bleibt das Thema Gegenstand aktueller Forschung und gesellschaftlicher Debatten.

Für Verbraucher ist es daher sinnvoll, sich umfassend zu informieren und unterschiedliche Quellen zu ­berücksichtigen. Neben wissenschaftlichen Veröffentlichungen können auch technische Messungen, unabhängige Gutachten und die Erfahrungen von Anwendern einen Beitrag zur eigenen Meinungsbildung leisten. Wichtig ist dabei eine sachliche Betrachtung, die sowohl technische Entwicklungen als auch wissenschaftliche Erkenntnisse berücksichtigt.

Fest steht, dass elektromagnetische Felder ein fester Bestandteil moderner Lebenswelten geworden sind. Der Schutz vor Elektrosmog umfasst daher sowohl praktische Verhaltensmaßnahmen als auch technische Lösungen, die auf eine Verringerung elektromagnetischer Belastungen abzielen. Interessant ist der Ansatz, moderne Technologien mit speziellen Schutzkonzepten zu verbinden und so neue Möglichkeiten für einen bewussten Umgang mit elektromagnetischen Einflüssen zu schaffen.

Fermentierte Pflanzenkraft

Von |2026-05-07T11:01:16+02:00Mai 7th, 2026|

Werbebeitrag/ Autor: Peter M. Crause

Fermentierte Pflanzenkraft

Fermentation klingt für viele nach traditioneller Küche – nach Sauerkraut oder Joghurt. Tatsächlich steckt dahinter ein Prozess, der heute auch in modernen Nährstoffkonzentraten eine zentrale ­Rolle spielt. Mikroorganismen wie Bakterien oder Pilze wandeln dabei pflanzliche Rohstoffe um und erzeugen neue Verbindungen. Das Ergebnis: Aus einfachen Ausgangsstoffen entstehen komplexe, oft besser verwertbare Nährstoffe.

Wichtig ist die Unterscheidung: Während Gärung immer ohne Sauerstoff abläuft, kann Fermentation auch unter Sauerstoffeinfluss stattfinden. In beiden Fällen entstehen ­Stoffwechselprodukte, die den ursprünglichen Pflanzenstoff verändern – und häufig aufwerten. Pflanzen enthalten von Natur aus viele wertvolle Inhaltsstoffe, aber nicht alle stehen dem Körper direkt zur Verfügung. Genau hier setzt Fermentation an. Sie baut ­sogenannte antinutritive Substanzen wie Phytate oder Tannine ab, die Mineralstoffe binden können. Gleichzeitig werden Enzyme aktiv, die Mikronährstoffe freisetzen.

Das bedeutet konkret: Mineralstoffe wie Eisen, Zink oder Kalzium liegen nach der Fermentation oft in einer Form vor, die der Körper leichter aufnehmen kann. Auch Vitamine profitieren davon. Bestimmte Mikroorganismen sind in der Lage, Vitamine wie B2, B12 oder ­Folsäure selbst zu bilden und so den Gehalt im Endprodukt zu erhöhen.

Ein weiterer Effekt betrifft die Eiweißstruktur. Gerade bei pflanzlichen Quellen verbessert sich durch Fermentation die Verdaulichkeit, und essenzielle Aminosäuren werden besser zugänglich. Für Menschen, die sich überwiegend pflanzlich ernähren, ist das ein relevanter Punkt.

Bioverfügbarkeit: Entscheidend ist, was ankommt

Ein Begriff taucht in diesem Zusammenhang immer wieder auf: Bioverfügbarkeit. Gemeint ist damit, wie schnell und in welchem Umfang ein Nährstoff vom Körper aufgenommen und tatsächlich genutzt werden kann. Ein hoher Gehalt an Vitaminen oder Mineralstoffen allein sagt noch wenig aus. Erst wenn der Körper diese Stoffe effizient aufnehmen kann, entfalten sie ihre Wirkung. Fermentierte Pflanzenstoffe haben hier einen klaren Vorteil, weil sie bereits „vorverdaut“ sind. Der Organismus muss weniger Umwandlungsarbeit leisten.

Nebenbei entstehen während der Fermentation zusätzliche bioaktive Substanzen. Auch die Vielfalt der Inhaltsstoffe nimmt zu, da enzymatische Prozesse neue Moleküle bilden. Ein weiterer Aspekt betrifft die Darmgesundheit. Fermentierte Produkte enthalten häufig lebende Mikroorganismen, darunter Milchsäurebakterien. Diese können das natürliche Gleichgewicht im Darm unterstützen. Gleichzeitig beeinflusst Fermentation auch den Blutzuckerstoffwechsel. Durch den Umbau von Stärke und die Bildung resistenter Stärke kann der glykämische Effekt eines Lebensmittels sinken. Das sorgt für stabilere Blutzuckerwerte und eine gleichmäßigere Energieversorgung. Auch in Bezug auf Haltbarkeit spielt Fermentation weiterhin eine Rolle. Die entstehende Milchsäure senkt den pH-Wert und hemmt unerwünschte Keime. Das macht Produkte nicht nur länger haltbar, sondern auch mikrobiologisch stabiler.

Nährstoffversorgung im Alltag

Trotz eines großen Lebensmittelangebots ist eine ausreichende Nährstoffversorgung nicht selbstverständlich. Besonders im höheren Alter zeigt sich häufig ein schleichender Mangel. Ursachen sind veränderte Essgewohnheiten, ein geringerer Appetit oder auch körperliche Einschränkungen. Die Folgen bleiben oft lange unbemerkt. Erst mit der Zeit machen sich Defizite bemerkbar, etwa durch nachlassende Muskelkraft, ein schwächeres Immunsystem oder verzögerte Regeneration. Hinzu kommt, dass viele ältere Menschen regelmäßig Medikamente einnehmen, die den Nährstoffhaushalt zusätzlich beeinflussen können.

Bestimmte Wirkstoffe stehen im Verdacht, Vitamine und Mineralstoffe im Körper zu reduzieren oder deren Aufnahme zu behindern. Dazu zählen unter anderem Vitamin B12, Magnesium oder Coenzym Q10. Dadurch entsteht eine doppelte Belastung: Der Bedarf steigt, während die Versorgung sinkt. Hier setzen moderne Nährstoffkonzentrate an, die auf fermentierten Pflanzen basieren. Sie liefern Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe in einer Form, die der Körper leichter verwerten kann. Durch die Vorarbeit der Mikroorganismen stehen viele Inhaltsstoffe bereits in aktivierter Form zur Verfügung.

Das macht solche Produkte besonders interessant für Menschen mit erhöhtem Bedarf – sei es im Alter, in stressreichen Phasen oder bei unausgewogener Ernährung. Auch für Kinder kann eine zusätzliche Versorgung sinnvoll sein, etwa in Wachstumsphasen oder bei hoher körperlicher Aktivität. Entscheidend dabei: Qualität schlägt Quantität, die Verfügbarkeit entscheidet.

Nährstoffe für den Darm

Ein gesunder Darm ist die Grundlage für ein starkes Immunsystem, eine stabile Psyche und langanhaltende Energie. Doch wie bleibt der Darm gesund? Neben ballaststoffreicher Ernährung und ausreichend Bewegung spielen fermentierte Lebensmittel eine zentrale Rolle. Sie versorgen die Darmbakterien mit genau dem, was sie brauchen, um zu gedeihen – und schützen gleichzeitig vor schädlichen Keimen. Besonders im Alter wird die Darmgesundheit oft unterschätzt. Dabei ist sie entscheidend für die Lebensqualität. Ein gut funktionierendes Darmmikrobiom kann Entzündungen reduzieren, die Nährstoffaufnahme verbessern und sogar die Gehirnfunktion unterstützen. Vitabalance* ist hier ein idealer Begleiter: Es kombiniert die Vorteile fermentierter Nährstoffe mit der Einfachheit einer modernen Nahrungsergänzung. So wird gesunde Ernährung zum Kinderspiel – für ein langes, aktives Leben.Denn eines ist klar: Wer heute in seine Darmgesundheit investiert, profitiert morgen von mehr Vitalität, besserer Abwehrkraft und einem allgemeinen Wohlbefinden.

Schlafmangel verkürzt das Leben

Von |2026-05-07T10:55:07+02:00Mai 7th, 2026|

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Werbebeitrag/ Autor: Dieter Becker

Schlafmangel verkürzt das Leben

Schlaf ist genauso wichtig wie Ernährung und Bewegung, betont die Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM). Doch für viele Menschen ­bedeutet Schlafen eine Qual. Sie leiden unter Schlafstörungen. In einer neuen Studie warnen Wissenschaftler und ­Ärzte vor Schlafmangel! Das dramatische Ergebnis: ­Schlafmangel verkürzt das Leben. Wer weniger als sieben Stunden schläft, stirbt früher! Schlafmangel ist schlimmer als schlechte Ernährung, Einsamkeit oder Bewegungsmangel. Nur Rauchen ist tödlicher. Das ist das Ergebnis einer Studie aus den USA, deren Ergebnisse im „Journal Sleep Advance“ veröffentlicht wurden. Für die Studie wurden Millionen von Gesundheits­daten ausgewertet. Die Untersuchung belegt: Schlaf ist das wahre Wundermittel des Körpers. Er zählt zu den wichtigsten biologischen Prozessen unseres Körpers. Schlaf repariert, stärkt und schützt die Psyche und die Physis. Schlaf ist Medizin. Er sorgt für Glück, Wohlbefinden und Gesundheit. Schlaf verlängert das Leben.

Studienlage

Die Ergebnisse einer Schlafstudie der Krankenkasse Pronova BKK ist ebenfalls alarmierend! Die Fakten: Die Mehrheit der Deutschen schläft zu wenig! 60 Prozent fehlen im Schnitt fünf Stunden Schlaf unter der Woche. 87 Prozent wachen nachts auf, etwa jeder Fünfte sogar mindestens dreimal. Schlafforscher ­sagen, dass mindestens acht Millionen Deutsche an einer Schlaf­störung leiden. Der renommierte Schlafmediziner und Somnologe, Dr. Michael Feld aus Frechen (NRW) warnt: „Im Bereich der Schlafstörungen und insbesondere was das Durchschlafen anbelangt, steuern wir auf eine regelrechte Epidemie zu. Immer mehr Menschen leiden unter extremen Schlafstörungen. Mögliche Folgen: Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Herzinfarkt, Konzentrationsprobleme und dadurch auch Unfälle.“ Übrigens: Mehr Frauen als Männer leiden unter Schlafstörungen. Dazu gehörte auch Doris Schwengeler. Die Friseurin aus der Schweiz, konnte nach eigener Aussage etwa 30 (!) Jahre lang nicht mehr schlafen! Die Mutter von zwei Kindern erinnert sich: „Ich lag Tag für Tag, Monat für Monat, Jahr für Jahr, hellwach im Bett. Es war der reinste Horror, ein gelebter Albtraum. Ich versuchte alles: Tee, Schlaftabletten, Akupunktur, Klinik, Schlaflabor – alles ohne Erfolg.“ Die Frau war täglich beruflich stark gefordert, als Friseurin und für die Büroarbeiten ihres Mannes. Geholfen hat ihr schließlich ein Medizinprodukt made in Germany – eine stromlose Magnetfeld-Technologie mit dem Namen Biorelax/Kleinsche Felder; unter anderem eingearbeitet in Schlafauflagen. Die mit einem Award ausgezeichnete Technologie, wurde von dem zertifizierten Medizinprodukthersteller Bernhard Klein (Bremen) entwickelt. Doris Schwengeler: „Dank der Kleinsche-Felder-Schlafauflage konnte ich schon nach drei Wochen täglich sieben bis acht Stunden durchschlafen. Für mich war das wie eine zweite Geburt.“

Wichtig: Nicht nur die Schlafdauer, sondern auch die Qualität des Schlafs entscheidet darüber, ob wir ausgeruht aufwachen. Interessant: Jeder dritte Deutsche ­würde ohne Partner besser schlafen. Der Grund: Schnarchen.

Insbesondere Schlafapnoe ist eine ernsthafte Schlafstörung mit Atemaussetzern (Apnoen), oft begleitet von lautem Schnarchen, Müdigkeit, Konzentrationsstörungen und Kopfschmerzen. Der renommierte Wissenschaftler, Forscher und Arzt, Dr. Dr. Jordan Petrow, Leiter der Akademie für Wissenschaft und Forschung in Rostock, berichtet: „Der Sauerstoffgehalt im Blut sinkt. Unbehandelt steigt das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Bluthochdruck und Schlaganfall. Aber Schlafapnoe kann sofort beendet werden, und zwar mit einem Kleinsche-Felder-Streifen. Diesen mit einem dünnen Schal am Nacken anbringen. Dort ist das Atem- und Kreislaufzentrum. Mit dieser Therapie habe ich bei vielen Schlafapnoe-Betroffenen einen durchschlagenden Erfolg erzielt.“

Weitere Informationen unter

www.ght-med.com
www.chronischekrankheiten.net
www.rivo.ag
www.institut-naturheilverfahren.de
www.dr-michael-feld.de

Schlafmediziner Dr. Michael Feld (links) bei einem Vortrag mit dem Sportwissenschaftler Prof. Dr. Ingo Froböse zum Thema „Gesunder Schlaf“.

Ginkgo – nur ein Mythos?

Von |2026-05-07T09:54:11+02:00Mai 7th, 2026|

Werbebeitrag/ Autorin: Anne Klein

Ginkgo – nur ein Mythos?

Extrakte aus den Blättern des uralten Ginkgo-Baumes werden in Apotheken häufig zur Unterstützung von Gedächtnis, Konzentration und Durchblutung beworben. Zwischen traditioneller Pflanzenheilkunde, moderner Pharmakologie und kritischer Studienlage zeigt sich allerdings ein differenziertes Bild.

Die pharmakologisch wirksamen Bestandteile des Ginkgo-Extrakts sind vor allem Flavonoide und Terpenlactone. Diese Substanzen sollen antioxidativ wirken, die Fließeigenschaften des Blutes verbessern und die Durchblutung – insbesondere im Gehirn – fördern. Darüber hinaus wird diskutiert, dass Ginkgo Einfluss auf Neurotransmitter-Systeme nimmt und Nervenzellen vor schädlichen Einflüssen schützen kann. Auch entzündungshemmende Effekte werden beschrieben, die im Zusammenhang mit neurodegenerativen Erkrankungen von Bedeutung sein könnten. Diese theoretischen Mechanismen klingen vielversprechend, insbesondere im Zusammenhang mit altersbedingten kognitiven Einschränkungen.

Studienlage differenziert

In der Praxis wird Ginkgo häufig bei leichter kognitiver Beeinträchtigung und beginnender Demenz eingesetzt. Einige klinische Studien zeigen tatsächlich moderate Effekte. Insbesondere standardisierte Extrakte wie EGb 761 konnten in bestimmten Untersuchungen eine leichte Verbesserung von Gedächtnisleistungen und Alltagsfunktionen bei Demenzpatienten bewirken. Dabei scheint nicht nur das Erinnerungsvermögen selbst, sondern auch die Fähigkeit zur Bewältigung alltäglicher Aufgaben beeinflusst zu werden. Allerdings sind diese Effekte meist gering und nicht in allen Studien konsistent nachweisbar. Der Nutzen scheint zudem stark von Dosierung, Behandlungsdauer und Patientengruppe abzuhängen. Häufig wird betont, dass eine Einnahme über mehrere Monate erforderlich ist, um überhaupt eine mögliche Wirkung beurteilen zu können.

Ein wichtiger Aspekt ist die Qualität des verwendeten Extrakts. Nicht alle Ginkgo-Präparate sind gleich wirksam. In Studien werden meist hochstandardisierte Extrakte eingesetzt, deren Zusammensetzung genau definiert ist. Freiverkäufliche Nahrungsergänzungsmittel können hingegen stark variieren, was die Übertragbarkeit wissenschaftlicher Ergebnisse auf den Alltag einschränkt.

Auch methodische Unterschiede zwischen Studien erschweren eine klare Bewertung. Unterschiedliche Endpunkte, kleine Teilnehmerzahlen oder kurze Studiendauern tragen dazu bei, dass Ergebnisse schwer vergleichbar sind. Hinzu kommt, dass viele positive Studien von Herstellern finanziert wurden, was potenziell zu Verzerrungen führen kann. Unabhängige Untersuchungen fallen häufig zurückhaltender in ihrer Bewertung aus und betonen die begrenzte klinische Relevanz der beobachteten Effekte.Und nicht jeder Klang funktioniert gleich gut. Weißes Rauschen enthält alle hörbaren Frequenzen in gleicher Intensität. Manche empfinden das als angenehm neutral, andere als zu hart oder technisch. Viele greifen daher auf Varianten wie „rosa“ oder „braunes „Rauschen“ zurück, die tiefer und weicher klingen. Auch die Lautstärke ist entscheidend: Zu lautes Rauschen kann selbst störend wirken und den Schlaf eher verschlechtern.

Gedächtnis-Booster?

Für gesunde Menschen ohne ­kognitive Einschränkungen ist die Datenlage noch weniger überzeugend. Es gibt bislang keinen klaren Beleg dafür, dass Ginkgo die geistige Leistungsfähigkeit bei jungen oder gesunden Erwachsenen signifikant steigert. Weder Aufmerksamkeit noch Gedächtnisleistung konnten in hochwertigen Studien nachhaltig verbessert werden. Der verbreitete Einsatz als „Gedächtnis-Booster“ im Alltag basiert daher eher auf der Hoffnung als auf gesicherter wissenschaftlicher Evidenz. Gerade im Kontext von Prüfungsstress oder beruflicher Belastung greifen viele Menschen zu Ginkgo, ohne dass ein nachweisbarer Nutzen besteht.

Interessant ist auch die Frage, ob Ginkgo präventiv wirken kann, also dem kognitiven Abbau im Alter vorbeugt. Große Langzeitstudien, die diese Hypothese untersucht haben, konnten jedoch keinen eindeutigen Schutz vor Demenz nachweisen. Zwar gibt es Hinweise auf mögliche positive Trends, doch reichen diese nicht aus, um eine klare Empfehlung zur Vorbeugung auszusprechen. Damit bleibt Ginkgo in der Prävention weiterhin umstritten.

Ein weiterer Aspekt betrifft die Sicherheit. Ginkgo gilt grundsätzlich als gut verträglich, kann jedoch Nebenwirkungen wie Magen-Darm-Beschwerden, Kopfschmerzen oder allergische Reaktionen verursachen. Besonders relevant ist das potenzielle Risiko von Wechselwirkungen mit blutverdünnenden Medikamenten, da Ginkgo selbst die Blutgerinnung beeinflussen kann. In seltenen Fällen wurden auch Blutungen beschrieben. Daher sollte die Einnahme immer ärztlich oder pharmazeutisch begleitet werden, insbesondere bei älteren Patienten, vor Operationen oder bei bestehender Medikation. Auch Schwangeren wird von einer Einnahme in der Regel abgeraten, da hierzu keine ausreichenden Sicherheitsdaten vorliegen.

In der traditionellen chinesischen ­Medizin wird die Pflanze seit Jahrhunderten verwendet, wenn auch in anderer Form als heute üblich. Diese historische Nutzung trägt sicherlich zur positiven Wahrnehmung bei, ersetzt jedoch keine moderne wissenschaftliche Bewertung.

Neuer Adipositas-Grenzwert?

Von |2026-05-07T09:46:30+02:00Mai 7th, 2026|

Werbebeitrag/ Autorin: Anne Klein

Neuer Adipositas-Grenzwert?

Der Body-Mass-Index berechnet sich aus dem Verhältnis von Körpergewicht zur Körpergröße und teilt Menschen in Kategorien wie Normalgewicht, Übergewicht und Adipositas ein. Doch zunehmend wird Kritik laut: Ist der BMI noch zeitgemäß, oder brauchen wir einen neuen Grenzwert – vielleicht sogar ein ganz neues System zur Bewertung von Körperfett und Gesundheitsrisiken?

Der größte Vorteil des BMI liegt in seiner Einfachheit. Er ist schnell berechnet, benötigt keine aufwendige Technik und erlaubt eine grobe Einordnung großer Bevölkerungs­gruppen. Gerade in der Epidemiologie und Public Health hat er sich deshalb als nützliches Instrument etabliert. Allerdings basiert der BMI auf einer vereinfachten Annahme: dass Körpergewicht in Relation zur Größe ausreichend ist, um Gesundheitsrisiken abzuschätzen. Diese Annahme gerät zunehmend ins Wanken.

Ein zentraler Kritikpunkt ist, dass der BMI nicht zwischen Muskelmasse und Fettmasse unterscheidet. Ein ­durchtrainierter Mensch kann denselben BMI haben wie eine Person mit hohem Körperfettanteil, obwohl die gesundheitlichen Risiken völlig unterschiedlich sind. Ebenso berücksichtigt der BMI nicht, wo sich Fett im Körper befindet. Dabei gilt insbesondere viszerales Fett, also Fett im Bauchraum, als besonders gesundheitsschädlich.

Menschen mit einem normalen BMI können dennoch ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Diabetes haben, wenn sie viel Bauchfett besitzen – ein Phänomen, das als „normalgewichtige Adipositas“ beschrieben wird.

Frauen und Männer

Auch alters- und geschlechtsspezifische Unterschiede ­bleiben beim BMI unberücksichtigt. Ältere Menschen verlieren oft Muskelmasse, wodurch ihr BMI sinken kann, obwohl der Körperfettanteil steigt. Bei Frauen und Männern unterscheidet sich die Fettverteilung ebenfalls deutlich, was sich im BMI nicht widerspiegelt. Zudem gibt es ethnische Unterschiede: Bei asiatischen Populationen treten gesundheitliche Risiken bereits bei niedrigeren BMI-Werten auf, weshalb dort teilweise andere Grenzwerte empfohlen werden.

Vor diesem Hintergrund wird verstärkt über alternative Messmethoden diskutiert. Ein häufig genannter Kandidat ist der Taillenumfang oder das Verhältnis von Taille zu Körpergröße. Diese Maße geben Hinweise auf die Fettverteilung und sind eng mit metabolischen Risiken verbunden. Auch ­bildgebende Verfahren oder bioelektrische Impedanzanalysen können den Körperfettanteil genauer bestimmen, sind jedoch im Alltag aufwendiger und teurer.

Ein weiterer Ansatz ist die Kombination mehrerer Parameter. Anstelle eines einzelnen Grenzwerts könnte ein multidimensionales Modell treten, das BMI, Taillenumfang, Blutwerte und Lebensstilfaktoren einbezieht. Ein solcher Ansatz würde der Komplexität von Adipositas besser gerecht werden, stellt jedoch höhere Anforderungen an Diagnostik und Interpretation. Denkbar sind etwa Risikoscores, die ähnlich wie bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen individuelle Faktoren gewichten und daraus eine personalisierte Einschätzung ableiten.

„Metabolische“ Gesundheit

In der wissenschaftlichen Diskussion gewinnt zudem der Begriff der „metabolischen Gesundheit“ an Bedeutung. Nicht jeder Mensch mit einem erhöhten BMI weist automatisch krankhafte Stoffwechselveränderungen auf, während umgekehrt auch Personen mit normalem Gewicht metabolische Störungen entwickeln können. Faktoren wie Insulinresistenz, Blutfettwerte oder Entzündungsmarker liefern oft ein genaueres Bild des tatsächlichen Gesundheitszustands als das Körpergewicht allein. Dies spricht dafür, Adipositas stärker als komplexe chronische Erkrankung zu verstehen und weniger als rein äußerlich sichtbaren Zustand.

Auch die praktische Umsetzung neuer ­Bewertungsmodelle wirft Fragen auf. Während der BMI weltweit etabliert und leicht verständlich ist, könnten komplexere Systeme im Alltag schwerer anzuwenden sein – insbesondere in der hausärztlichen Versorgung oder in ressourcenschwachen Regionen. Hier zeigt sich ein Spannungsfeld zwischen wissenschaftlicher Genauigkeit und praktischer Umsetzbarkeit. Ein idealer Ansatz müsste beide Aspekte miteinander verbinden: ausreichend präzise, um individuelle Risiken zu erfassen, und zugleich einfach genug, um breit eingesetzt werden zu können.

Hinzu kommt eine gesellschaftliche Dimension. Der BMI wird nicht nur medizinisch genutzt, sondern auch in Fitnessprogrammen, Versicherungen oder öffentlichen Gesundheitskampagnen. Eine Ablösung oder grundlegende Veränderung dieses Maßstabs hätte daher weitreichende Folgen.

Trotz aller Kritik plädieren viele Fachgesellschaften nicht für die Abschaffung des BMI, sondern für seine Ergänzung. Der BMI kann weiterhin als erstes Screening-Instrument dienen, sollte aber durch weitere Messgrößen ergänzt werden, um individuelle Gesundheitsrisiken genauer zu erfassen.

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