Hanf und seine Öle

Von |2020-10-29T11:56:04+01:00Oktober 30th, 2020|

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Hanf und seine Öle

Hanf enthält mehrere starke Wirkstoffe. Cannabidiol, die Rauschdroge THC und besonders CBD steht seit einiger Zeit im Fokus, denn es besitzt gesundheitsfördernde Eigenschaften. Cannabis ist der wissenschaftliche Name für Hanf. Die einzelnen Bestandteile der Pflanze, also die Fasern, Samen, Blätter und Blüten, werden zur Herstellung ganz unterschiedlicher Produkte genutzt. Aus den Fasern können Seile und Stoffe hergestellt werden, aus den Samen beispielsweise Öl für die Lebensmittel- oder Kosmetikindustrie. Für Verbraucher besteht keinerlei Gefahr, einen Rausch zu bekommen, wenn sie Produkte aus dem Supermarkt oder der Drogerie verzehren oder verwenden: Das psychoaktive und berauschende Tetrahydrocannabinol, kurz THC, kommt nämlich nur in den Blüten und blütennahen kleinen Blättern der weiblichen Hanfpflanze vor. Nur aus diesem Teil der Hanfpflanze kann die Droge Cannabis beziehungsweise Marihuana gewonnen werden. Haschisch wiederum ist das zu Platten oder Blöcken gepresste Harz aus den Blüten der weiblichen Hanfpflanze.

Hanföl und CBD-ÖL

Hanf enthält mehrere starke Wirkstoffe. Cannabidiol (CBD) ist einer davon und selbst nicht psychoaktiv, Tetrahy-drocannabinol (THC) dagegen ist psychoaktiv und die eigentliche Rauschdroge. CBD steht seit einiger Zeit im Fokus, denn CBD hat nicht nur eine Fülle von gesundheitsförderlichen Eigenschaften, sondern selbst in hohen Dosen keine relevanten Nebenwirkungen. Hanföl wird aus den Samen gewonnen, während das CBD-Öl aus den grünen Bestandteilen der Hanfpflanze hergestellt wird. Zudem unterscheiden sich die Inhaltstoffe voneinander. CBD-Öle enthalten in erster Linie das Cannabinoid CBD (Cannabidiol). Auch dieser Wirkstoff besitzt übrigens keine berauschenden Effekte. Das aus Hanf gewonnene CBD-Öl erlebt derzeit einen Boom und wird gegen zahlreiche Krankheiten angepriesen. Die Bandbreite reicht von Schmerzen, Depressionen über Rheuma bis Übergewicht. Obwohl CBD-Öl als Nahrungsergänzungsmittel und nicht als Medizinprodukt zugelassen ist, besitzt Cannabidiol eine Reihe von heilkräftigen Eigenschaften. CBD kann entzündungshemmend, entkrampfend, angstlösend schmerzlindernd und gegen Übelkeit wirken. Weitere medizinische Effekte wie die antipsychotische und antidepressive Wirkung werden aktuell erforscht.

Vielseitige Anwendung

CBD wird zunehmend als und in Nahrungsergänzungsmitteln, in Tinkturen sowie in Kosmetika verwendet. Auch Pharmaprodukte mit CBD als aktivem Inhaltsstoff wurden entwickelt. Bei den CBD-Ölen wird in sogenanntes Voll- und Breitspektrum-Öl unterschieden. Im Vollspektrum-Öl finden sich Cannabinoide ebenso wie Terpene und Flavonoide, einzig Spuren von THC können diese Öle enthalten. Ein solches Öl erkennt man an seiner dunklen Einfärbung. Im Vergleich dazu enthalten Breitspektrum-Öle definitiv kein THC. Die Farbe variiert von der dunklen Tönung bis hin ins Goldgelbe. Es soll entkrampfend, entzündungshemmend und angstlösend wirken.

Gegen Schmerzen

Schmerzen gehören zweifellos zu den größten und der Erfahrung nach erfolgversprechendsten Anwendungsbereichen von CBD-Öl. Genau wie THC, das immer noch illegal ist, gilt auch CBD, was legal ist, grundsätzlich als schmerzlindernd. Nicht selten ermöglicht die Einnahme von CBD eine Reduktion, bisweilen gar den Verzicht auf klassische Schmerzmedikamente. Abhängig ist das jedoch vom individuellen Anwendungsfall. Plötzlichen, zeitweiligen Kopfschmerzen hat CBD –
anders als einer kurzfristigen Abhilfe schaffenden Aspirin- oder Ibuprofen-Tablette – wenig entgegenzusetzen. In der Schmerztherapie verspricht die Einnahme von CBD-Öl vor allem dann Erfolg, wenn es um regelmäßige oder gar chronische Schmerzen geht. Wer regelmäßig unter Migräne, Unterleibsschmerzen während der Menstruation oder fortlaufenden bis hin zu chronischen Schmerzen leidet, sollte CBD-Öl als pflanzliche Alternative bzw. Ergänzung zur Schmerztablette ausprobieren. Selbst wenn CBD keinen Verzicht, sondern nur eine Verringerung der Dosis herkömmlicher Schmerzmittel ermöglicht, hat sich der Griff zum pflanzlichen, natürlichen Wirkstoff mit zweifellos weniger Nebenwirkungen gelohnt. Obendrein hat CBD, anders als Schmerzmedikamente und Opiate, kein Abhängigkeitspotenzial.

Die positiven Erfahrungen mit CBD zur Schmerzlinderung stehen in unmittelbarem Zusammenhang mit den entzündungshemmenden und krampflösenden Eigenschaften des Cannabinoids. Der Grund liegt auf der Hand: Entzündungen sind oftmals der Grund für anhaltende Schmerzen. Die lindernden Effekte sind in zahlreichen Studien belegt. Derzeit wird davon ausgegangen, dass die schmerzlindernden Effekte als Folge einer Beeinflussung des Schmerzzentrums im Gehirn auch zur Hemmung einer Entzündung führen bzw. dessen Heilung positiv beeinflussen.

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Vorsicht Sport

Von |2020-10-30T09:13:35+01:00Oktober 30th, 2020|

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Vorsicht Sport

Sportverletzungen bieten eine der häufigsten Begegnungen mit dem Radiologen. Die häufigsten Sportverletzungen resultieren aus den Wintersportarten Skifahren und Snowboarden mit etwa 25%, aus Fußball mit etwa 16% und aus weiteren primären Sommersportarten, wie etwa Radfahren und Ballsportarten. Wesentlich bei allen körperlichen Aktivitäten: nicht sofort auf »Vollgas« gehen, sondern die Belastung Stück für Stück steigern. Das Aufwärmen ist nicht nur für die zu belastenden Muskelgruppen wichtig, sondern für den gesamten Körper. Wer Leistung abrufen möchte, muss sich vorbereiten. Und sollte es trotz aller Vorbereitung zur Verletzung kommen, ist es gut, wenn man weiß, welches Produkt hilft.

Stabilisierung

Nicht wenige Menschen starten das Sportprogramm mit einem leichten Handicap. Die Knie zwicken, die Gelenke bieten insgesamt nicht mehr die Stabilität wie in früheren Jahren. Dann können sogenannten Sport-Tapes helfen. Diese »Klebebänder« werden direkt an den entsprechenden Körperpartien angebracht, schmiegen sich der Oberfläche an und helfen als eine Art Stützverband. Etwas anders verhält es sich mit den bekannten bunten »Kinesio-Tapes«. Deren Wirkung beruht auf der Annahme, dass die Hautrezeptoren durch die Tapes direkt stimuliert würden, sowie auf dem Effekt, dass durch die Anhebung der ersten von der zweiten Hautschicht der Blutdurchfluss sowie der Lymphabfluss verbessert und so die belastete Muskulatur besser versorgt werden würde. Gerade durch die Idee, dass die auf den beiden äußeren Hautschichten liegenden Schmerzsensoren ganz ohne Medikamente allein durch die Stimulation ausgeblendet würden, hat das Tapen in den letzten Jahren einen starken Zulauf besonders bei Heilpraktikern und Physiotherapeuten erfahren; keine Profisportart, bei der dieses Verfahren keine Rolle spielen würde. Trotz all dieser hilfreichen Produkte bedenken Sie immer, dass diese das Aufwärmen nicht ersetzen. Und hierzu unser Tipp: Ein gutes Aufwärmprogramm kann ideal im Herbst und Winter mit Hilfe einer wärmenden Creme unterstützt werden.

Pech gehabt

Sie haben alles richtig gemacht. Sich aufgewärmt und sind mit Bedacht das tägliche Sportpensum angegangen. Und dennoch: Die Verletzung ist da. Was tun? Halten Sie sich an die bekannte PECH-Formel. Also P wie Pause machen. E wie mit Eis kühlen. C wie Kompression, also Druck auf der Stelle aufbauen. Und H wie hoch lagern. Gerade das Kühlen ist ein wichtiger Faktor und sollte schnellstmöglich durchgeführt werden. Wer die Sofortmaßnahmen durchführt, der verringert die Möglichkeiten von entzündlichen Reaktionen, von Ödembildungen oder auch Weichteilschwellungen. Allerdings sollte das Ruhigstellen und Hochlagern nur bis maximal zwei Tage nach der Verletzung durchgeführt werden und danach wieder vorsichtig belastet werden. Immer begleitend: kühlen. Für Sportler gibt es neben den bekannten Kühlsprays weitere Produkte, die punktuell und genau aufgetragen werden können – es gibt für jeden Anwendungsfall das passende Produkt. So ist das Eisspray perfekt in der Hausapotheke aufgehoben, aber nicht immer soll die ganze Dose zum Training mitgenommen werden.

Dann bieten kompaktere Rollons eine Hilfe. In Deorollergröße hat man diese immer mit dabei und kann bei Prellungen oder Zerrungen die betroffenen Stellen einfach behandeln. Ist man dann in den eigenen vier Wänden, können neben Sprays noch Gels, der klassische Kühlbeutel oder kühlende Stützbinden für die Gelenke eingesetzt werden. Es gibt sogar kühlende Schmerzpflaster. Die Wirkung all dieser Produkte ist dabei ebenso so einfach wie funktional. Durch das Auftragen wird die Hauttemperatur um einige Grad gesenkt. Dadurch schrumpfen die Blutgefäße, die sogenannte Vasokonstriktion, und es fließt weniger Blut an diese Stelle. Somit werden Entzündungsreaktionen verringert und auch das Schmerzempfinden sinkt.

Und warm

Kälte ist ok, aber sollte man nicht auch Wärme bei entsprechenden Verletzungen einsetzen? Das ist dann richtig, wenn die Muskeln betroffen sind. In diesem Fall sollte statt auf Kälte auf Wärme gesetzt werden. Bei der lokalen Wärmetherapie geht es darum, die Durchblutung zu fördern und Spannungen zu lösen. Wärmecremes sind nicht nur ideal einsetzbar bei Muskelkater oder Rückenschmerzen – ebenso kommen sie beispielsweise bei Menstruationsbeschwerden zum Einsatz. Daneben können auch die bekannte Wärmelampe und das gute alte Magnesium – bei Krämpfen – helfen. Alles andere aber, was über derart zu therapierende Verletzungen hinausgeht, benötigt umgehend ärztliche Hilfe. Zögern Sie daher nicht und gehen Sie zu einem Arzt oder in eine nächstgelegene Notfallaufnahme.

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Mehr Gelassenheit

Von |2020-09-29T11:06:42+02:00September 30th, 2020|

Mehr Gelassenheit

Stress ist für viele ein ständiger Begleiter des Alltags. Was tun, wenn einfach alles zu viel ist? Wir haben Tipps für Sie. Vorweg: Stress ist eine körperliche oder seelische Belastung, die durch bestimmte Reize ausgelöst wird und zum Beispiel zu Herzerkrankungen, Verspannungen im Körper oder Burn-out führen kann. Es gibt aber auch positiven Stress, den sogenannten Eustress, der gesund ist und für unsere Leistungsfähigkeit sorgt. Stress wird erst dann negativ, wenn er zu einer dauerhaften Anspannung und zur häufigen Erschöpfung führt. In diesem Fall spricht man von Disstress. Allzeit parat, das sind wir und kennen das eigentlich normale Gleichgewicht zwischen Anspannung und Entspannung schon gar nicht mehr. Aber wie lässt sich am besten entspannen? Entspannung muss nicht unbedingt Meditation, Autogenes Training oder ähnliches sein, wie gerne bei Anti-Stress-Seminaren suggeriert wird.

Je nach Typ können es auch Sport, Spaziergänge oder Zeit mit der Familie sein. Die richtige Entspannungsart sollte man zweimal (maximal dreimal) in der Woche fest einplanen. Häufiger sollte es nicht sein, da es sonst kein Highlight mehr ist und nicht den gewünschten Effekt hat. Wichtig ist eine feste Zeit, die man hundertprozentig einhält, denn nur so hat man den Effekt der Vorfreude und des Ziels. Dazu muss man überlegen, was den heutigen Stress vom ursprünglichen Stress unterscheidet. Ursprünglich war Stress eine Gefahrensituation. Das heißt, man hatte zwei Möglichkeiten: Entweder angreifen oder weglaufen.

Durchatmen

Zuerst sollten Sie einfach mal alles stehen und liegen lassen. Den Stift aus der Hand legen und kurz innehalten. Dann tief in den Bauch einatmen und dabei bis vier zählen. Dann sieben Sekunden lang ausatmen. Das ganze elf Mal wiederholen. Zahlreiche Studien belegen die Wirkung der bewussten Atmung als Entspannungstechnik. Unter Stress atmen wir viel zu flach. Eine tiefe Atmung versorgt den Körper hingegen wieder mit ausreichend Sauerstoff und senkt den Blutdruck. Das gleichzeitige Zählen unterbricht den Stressgedanken.

Die Einstellung ändern

Loben Sie sich dafür, dass Sie es insgesamt wirklich gut machen, und verzichten Sie auf Selbstanklagen, wenn Sie einmal scheitern. Optimismus und Wertschätzung sind ausgesprochen wichtig. Streichen Sie Sätze wie „Ich kann es ja doch nicht ändern“ und „Anderen würde das keine Probleme bereiten“. Sie sind gut. Sie sorgen auch gut für sich und machen Pausen, selbst wenn scheinbar die Welt untergeht. Blockieren Sie destruktive Gedanken mit einem gedanklichen Stoppschild, sobald sie auftauchen. Sie können sich auch ein entsprechendes Post-it an eine gut sichtbare Stelle kleben. Das Stichwort lautet also: positives Denken. Dies ist zwar leichter gesagt als getan, aber wer seine Denkmuster verändert, macht bereits einen großen Schritt in Richtung Stressabbau. In manchen Situationen müssen wir einfach akzeptieren, dass sie gerade nicht lösbar sind oder dass eine Deadline nicht eingehalten werden kann. Es lohnt sich nicht, darüber in Panik zu verfallen, stattdessen sollte man sich lieber vergegenwärtigen, was man bereits alles geschafft hat und dass es nicht schlimm es, wenn eine Aufgabe bis zum nächsten Tag liegen bleibt.

Auch Meditation hilft unserem Körper, zur Ruhe zu kommen und abzuschalten. Deshalb reicht es schon, jeden Tag für einige Minuten Entspannungstechniken sowie verschiedene Atemtechniken durchzuführen, um unser Stresslevel deutlich zu senken. Auch Yoga, autogenes Training und Progressive Muskelentspannung haben diesen Effekt und tragen dazu bei, eine Resilienz gegen Stress aufzubauen. Weitere gute Sportarten für die Muskelentspannung sind Tai Chi und Qigong.
Führen Sie manchmal Selbstgespräche? Die sind hilfreich gegen Stress. In belastenden Stresssituationen ist es auch durchaus erlaubt, einmal laut zu fluchen und sich zu ärgern. Wer eher zu den introvertierten Typen gehört, kann zum Tagebuch greifen und sich den Frust von der Seele schreiben. Häufig wirken diese Maßnahmen Wunder und führen dazu, dass wir uns gleich viel befreiter fühlen.

Eine Auszeit nehmen

Nur wenn Sie sich gut fühlen, ist es Ihnen möglich, auch einen guten Job zu machen. In aller Regel ist es effektiver, sich eine Stunde Zeit zu nehmen, um etwas für sich zu tun, als diese Stunde in gestresstem Zustand mit noch mehr Arbeit zuzubringen. Machen Sie – vorzugsweise im Wald – einen Spaziergang, meditieren Sie dabei oder nutzen Sie die Zeit für ein kurzes Schläfchen. In einer Studie hat die University of Essex zeigen können, dass ein Spaziergang in der Natur den Blutdruck senkt. Ein Nickerchen steigert die Produktivität. Stress hingegen verringert sie nachweislich. Deshalb sollten Sie eine kleine Auszeit nicht als Verlust von verfügbarer Zeit betrachten, sondern als Investition zu Gunsten eines reibungslosen Ablaufs.

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Alles fing mit Pflanzen an

Von |2020-09-29T10:55:02+02:00September 30th, 2020|

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Alles fing mit Pflanzen an

Die Phytotherapie hat sich seit jeher der Kraft von Heilpflanzen verschrieben. Bis heute hat sie nichts von ihrer Strahlkraft verloren. Sprechen wir über die Medikamente, dann haben wir in unserer modernen Gesellschaft oftmals zuerst Gedanken an Gesundheitshilfen, deren Grundlage in den Laboren der Welt gelegt wurden und an denen so gut wie nichts mehr natürlichen Ursprungs ist – was nicht weiter schlimm ist, denn für große Krankheiten braucht es modernste Therapien und Wirkstoffe. Allerdings kommt die Basis aller medikamentösen Behandlungen dabei gerne einmal zu kurz. Dabei waren es Pflanzen und deren Inhaltsstoffe, die den Menschen in seiner gesamten Entwicklung bis heute begleitet haben. Die Therapie mit wirksamen Heilpflanzen nennt man daher auch Phytotherapie.

Pflanzenheilkunde

Viele Jahrhunderte vor Christus haben die unterschiedlichsten Gesellschaften auf dieser Erde der Kraft von Pflanzen vertraut. Und erstaunlich dabei: Auch wenn bestimmte Kulturen nichts miteinander gemein hatten oder voneinander wussten, waren die eingesetzten Pflanzen gleich. Allerdings ist Pflanze nicht gleich Pflanze beziehungsweise deren Wirkstoffe. Denn bedingt durch Anbau, die Ernte und auch die Art und Weise, wie die Wirkstoffe aus den Pflanzen gewonnen werden, schwanken die Wirkmöglichkeiten. Recai Ozbir ist Leiter von Alchem Europe. Er erklärt: »Sie müssen sich vorstellen, dass uns auf der ganzen Erde Anbaugebiete für verschiedenste Pflanzen zur Verfügung stehen, die eine optimale Entwicklung der jeweiligen Phyto-Rohstoffe erlauben. Durch Jahrzehnte lange Forschungsarbeit wissen wir ganz genau, welche Inhaltsstoffe zu welcher Tageszeit, unter welchen Bedingungen und aus welchem Teil der Pflanze extrahiert werden müssen, um ein optimales Ergebnis zu erhalten. Das ganze System ist also nicht nur eine Kunst des optimalen Anbaus, sondern auch der Extraktionstechnologie nach höchsten Standards.«

Powerpflanzen

Welche Pflanzen haben heilsame Kräfte? Hierbei brauchen wir nicht zwingend zu besonders exotischen Pflanzen Ausschau zu halten, die meisten sind uns allen geläufig. Ingwer etwa. Dieser wird schon seit über 3.000 Jahren in Asien als Allzweckwaffe gegen vielerlei Beschwerden eingesetzt. Übelkeit, Kopf- und Bauchschmerzen, Krämpfe, niedrigen Blutdruck, Erkältung und Grippe sowie Kreislauf- und Immunschwächen – mit Ingwer können diese Beschwerden sanft und wirkungsvoll in den Griff bekommen werden. Schließlich beinhaltet die gesunde Knolle jedoch weit mehr als nur eine Fundgrube an Vitaminen und Mineralien. Hauptgrund für die heilenden Wirkungen des Ingwers liefern vor allem die in der Knolle enthaltenen ätherischen Öle. Eines davon heißt Gingerole, welches nicht nur für die Schärfe des Ingwers verantwortlich ist, sondern auch aufgrund seiner chemischen Struktur eine schmerzstillende Wirkung hat. Gingerole verhindert zum Beispiel die Zusammenballung von Thrombozyten – hat also eine gerinnungshemmende Eigenschaft, welche das Risiko von Blutgefäßverengungen und damit zusammenhängenden Krankheiten wie Schlaganfall oder Thrombose mindern kann. Auch in unserem Darm kann Gingerole wahre Wunder bewirken, gerade wenn Blähungen oder Bauchkrämpfe plagen. Denn Ingwer fördert die Bildung von Magensaft und bringt die Darmbewegung in Gang. Schließlich wirken seine ätherischen Öle auch dem Brechreiz entgegen.

Oder auch Kurkuma

Forscher aus Singapur haben diesen im Jahr 2006 genauer unter die Lupe genommen. Es zeigte sich, dass Kurkuma die Ablagerung von Amyloid-Plaques bei Alzheimer-Patienten hemmt. Bei Untersuchungen von 1.010 gesunden Menschen zwischen 60 und 93 Jahren konnten die Forscher feststellen, dass jene Probanden, die regelmäßig Curry aßen, eine bessere Gedächtnisleistung aufwiesen als jene, die nie oder selten Curryspeisen zu sich nahmen. Und in München an der LMU zeigte Kurkumin in 2015 unter Laborbedingungen, dass damit die Bildung von Metastasen bei Brustkrebs und auch Prostatakrebs eindeutig gehemmt werden konnten – allerdings sind derartige Ergebnisse nicht 1:1 auf den Menschen übertragbar. Aber: Muss man nun seine Ernährung gezielt umstellen? Nein, nicht jedes Gericht muss mit Ingwer verfeinert werden oder täglich ein Curry gegessen werden, auch spezielle Nahrungsergänzungsmittel sind
reich an phytoaktiven Rohstoffen, die entsprechend schonend gewonnen wurden und dann so produziert werden, dass eine große Menge an aktiven Inhaltsstoffen in den Produkten selbst vorhanden ist. Probieren Sie es aus.

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Die ketogene Diät

Von |2020-09-29T11:03:35+02:00September 30th, 2020|

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Die ketogene Diät

Ein missverstandenes Ernährungskonzept mit großem Potential. 1920 machte Dr. Mynie Peterman, Arzt an der renommierten Mayo Klinik in Cleveland, eine bahnbrechende Beobachtung. Auf der Suche nach einer Möglichkeit, seinen kleinen Epilepsiepatienten zu helfen, stieß er auf Berichte, dass das Fasten die Anfallshäufigkeit reduzierte oder gar gänzliche stoppte. Nun konnte er Kinder nicht für den Rest ihres Lebens fasten lassen, schließlich mussten die Kleinen ja noch wachsen und sich entwickeln. Bei seiner weiteren Forschung stieß er zusammen mit seinem Kollegen Dr. Russel Wilder auf besondere Moleküle, die Ketone. Die beiden Ärzte fanden heraus, dass Ketone typisch sind für den Fastenzustand und dass man ebenfalls Ketone im Blut nachweisen konnte, wenn die Kohlenhydrate in der Ernährung stark reduziert wurden. Das Besondere war, dass diese Art der Ernährung, den gleichen positiven Effekt auf die Epilepsie hatte wie das Fasten. Seither ist die ketogene Ernährung eine anerkannte Therapie für Kinder mit Epilepsie und oft die letzte Hoffnung, wenn kein Medikament Erleichterung schafft. Die ketogene Ernährung ist keineswegs ein moderner Trend, sondern blickt auf eine lange und wissenschaftlich sehr gut dokumentierte Geschichte zurück.

Was versteht man unter ketogener Ernährung?

Die ketogene (»Keto«) Diät ist eine fettreiche, kohlenhydratarme Ernährungsform, die derzeit auf dem Vormarsch ist, da mehr Menschen ihre Vorteile für das Erreichen von Gesundheits- und Fitnesszielen erkennen. Der Zweck der ketogenen Diät besteht darin, den Körper in einen Fettverbrennungszustand zu bringen – es werden also primär Fette anstelle von Kohlenhydraten als Brennstoff genutzt. Dies entspricht unserer eigentlichen evolutionären Programmierung.

Die Ketose ist ein natürlicher Stoffwechselzustand

Die Ketose ist ein natürlicher Stoffwechselzustand und vollkommen ungefährlich. Ketone spielen nämlich gerade in den ersten Wochen unseres Lebens eine wichtige Rolle. Ketone haben eine große Bedeutung für das Gehirn des Neugeborenen. Wenige wissen, dass Neugeborene, die gestillt werden, natürlicherweise in Ketose sind. Die Muttermilch enthält viele MCTs. Ketone sind nicht nur essenziell für die Energieversorgung des jungen Gehirns, sondern liefert auch wichtige Bausteine.

Mythen und Missverständnisse rund um die ketogene Ernährung

Missverständnisse und Halbwissen bestimmt die Diskussion rund um die ketogene Ernährung. Meinungen werden als Fakten präsentiert und das führt zu Verunsicherung. Darum hier die häufigsten Mythen zur ketogenen Ernährung.

Bei Keto werden überhaupt keine Kohlenhydrate gegessen.
Die ketogene Ernährung ist KEINE no-carb Diät. Es werden nur die stärkehaltigen und sehr zuckerhaltigen Lebensmittel wie Getreide, Hülsenfrüchte und Süßigkeiten gemieden. Dafür dürfen jedoch weiterhin große Mengen an grünem Gemüse gegessen werden.

Bei Keto nimmt man zu wenig Ballaststoffe zu sich.
Leider glauben selbst viele Ernährungsexperten, dass Getreide die einzige Quelle für Ballaststoffe wäre. Dem ist nicht so. Gemüse, vor allem grünes Gemüse liefert jede Menge Ballaststoffe.

Das Gehirn braucht Zucker.
Rund 140 g Zucker, genauer gesagt Glukose, verbraucht unser Gehirn pro Tag. Dies verändert sich jedoch in der ketogenen Ernährung. Befindet man sich in Ketose, dann reduziert sich der Zuckerbedarf des Gehirns auf ca. 40 g pro Tag. Der restliche Energiebedarf wird über Ketone gedeckt. Doch Ketone sind nicht nur der „Notfalltreibstoff“, sondern stellen sogar die bevorzugte Energiequelle für das Gehirn da.

Ohne Kohlenhydrate werde ich müde.
Initial kann es beim Umstieg auf Keto zu Müdigkeit oder auch Kopfschmerzen kommen. Dies ist normal und kann zwischen 5 und 10 Tagen dauern. Der Grund ist, dass die Zellen erst wieder „lernen“ müssen, auch Fett und Ketone zur Energiebereitstellung zu nutzen. Wurde er doch Jahrzehnte lang mit einfachem Zucker alle paar Stunden versorgt. Da müssen erst Umstellungsprozesse angeworfen werden. Je nachdem, wie gesund die Zellen sind, geht es schneller oder dauert eben etwas länger.

Was ist die Keto-Grippe?

Insulin erhöht die Resorption von Salz über die Niere. Wer Kohlenhydrate reduziert, hat weniger Insulin im System und scheidet daher mehr Salz und andere Elektrolyte über die Niere aus. Die Folge sind Symptome wie Kopfschmerzen, Gliederschmerzen und allgemeine Schwäche. Der Keto-Grippe kann man leicht entgegenwirken. Einfach mehr Salz verwenden und jeden Tag ein Glas Knochenbrühe trinken.

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Zuckersüße Entspannung

Von |2020-09-29T10:45:49+02:00September 30th, 2020|

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Zuckersüße Entspannung

Schokolade und Kakao sind für bewusste Genießer wahre »Wellness-Snacks«. Und auch bei der Süße gibt es Alternativen. Bereits vor mehr als 3500 Jahren wurde die Grundlage jedes guten Schokoladenprodukts, der Kakao, in Mittelamerika angebaut. Die späteren Mayas verfeinerten den Kakao mit Chili und speziellen Gewürzmischungen, ohne ihn dabei zu süßen.

Gute Laune garantiert

Der Hauptbestandteil von Kakao ist Fett in Form von Kakaobutter, daneben erhält er etwa weitere 300 Substanzen. Dabei spielen Epicatechin als Antioxidantiv, das Alkaloid Theobromin sowie die Neurotransmitter Serotonin und Dopamin die Hauptrollen bei den gesundheitlichen Aspekten von Schokolade. Besonders Theobromin ist chemisch in der Nähe von Koffein und ein Stimmungsaufheller. Andere Inhaltsstoffe wirken als natürliche Antidepressiva.

Aufheller

In der kommenden dunkleren Jahreszeit macht Schokolade glücklich und man kann sie sogar neu entdecken etwa als Trinkschokolade. Die kennt jeder von Kindesbeinen an und wer die Augen offen hält, der entdeckt hochwertige Trinkschokoladen mit der besonderen Note. Nicht die handelsüblichen Fertiggetränke, die Unmengen von Zucker enthalten, sondern »echte« Trinkschokoladen mit ausgewählten Zutaten sorgen für das Wohlgefühl im Körper und im Kopf. Dabei ist die Auswahl an solchen Trinkleckereien groß und bietet weit mehr als das typisch-feinherbe Aroma. Auch Gewürze wie Zimt oder Kardamom finden ihren Weg in diese Schokoladen. Ein wirklich heißer Tipp für kalte Tage. Es lohnt sich, Trinkschokolade wieder zu entdecken.

Bitter ist gut

Wer sich beim Schokoladeessen etwas Gutes tun möchte, der greift zu Produkten mit einem hohen Kakaoanteil, was den Anteil der Wirkstoffe gleichfalls erhöht. Die antioxidativen Fähigkeiten von Bitterschokolade sind dann am wirkungsvollsten, wenn gleichzeitig keine Milch konsumiert wird. Diese nämlich neutralisiert die Wirkung sofort wieder. 50 Gramm dunkle Schokolade enthält etwa so viele Antioxidantien wie fünfzehn Gläser Orangensaft.

Studien über Studien

Viele vermeintliche Vorteile von Schokolade liegen im Bereich der Fabel, einige allerdings können fundiert belegt werden. Studien zur Linderung von Hustenanfällen oder zur blutdrucksenkenden Wirkung belegen die positive Wirkung. Hinzu kommen wissenschaftliche Thesen zu positiven Aspekten von Kakao bei Herzinfarkt, der Wundheilung oder der Therapie von Hautschäden. Was auch immer in den kommenden Jahren noch klar belegt werden kann, Fakt ist schon jetzt: Schokolade bietet ein besonderes Essvergnügen, macht Spaß und ist in dezenter Menge ein durch und durch gutes Lebensmittel.

Kokos

Besonders lecker wird es, wenn etwa Kokosblütenzucker in die Schokolade kommt. Dieser gehört zur Familie der Palmzucker und wird aus den Blüten der Kokosnusspalme gewonnen. Dank seiner natürlichen Verarbeitung enthält Kokosblütenzucker – auch Kokosblütennektar oder -sirup genannt – im Vergleich zu anderen Zuckersorten noch viele wertvolle Mineralstoffe und weist zudem einen niedrigen glykämischen Index (GI) auf. Der GI beschreibt, wie schnell der Blutzuckerspiegel nach Verzehr eines Lebensmittels ansteigt.

Mit Köpfchen und vegan

Und Schokolade ist nicht gleich Schokolade. Wer sich besonders nachhaltig beim Einkauf verhalten will, der kann dies auch beim Schokoladenkauf ohne Probleme tun. Spezialisierte Schokoladenproduzenten haben ausschließlich Produkte im Sortiment, die auf einen fairen Handel aufbauen oder deren Kakao sogar direkt von den Produzenten aus den Anbauländern bezogen wird. Auch das Plastik verschwindet bei verantwortungsvollen Herstellern von der Verpackungsliste – der Planet hat schließlich schon genug mit dem Problem zu tun. Und noch mehr: Vegane Schokolade ist kein Hexenwerk, es gibt nicht wirklich einen Grund für Milch in der Schokolade. Ganz ohne wird Schokolade auch so zu einem Hochgenuss – und das werden auch für Nicht-Veganer schätzen. Augen auf beim Schokoladenkauf, das wird auch der Gaumen honorieren. Besonders bei etwas ausgefalleneren Kreationen etwa mit Blaubeere, Hanfsaaten, Spirulina, Matcha oder Chili. Ausprobieren ist die beste Methode, um neue Lieblingssorten für sich selbst zu entdecken. Viel Spaß dabei.

Und nicht nur der Kakao, auch Rohrzucker und viele weitere wichtige Zutaten werden von solchen Herstellern streng nach den Regeln des Öko-Landbaus bezogen. Nicht nur der besonders leckere Geschmack, sondern vielmehr der verantwortungsbewusste Umgang mit der Natur in den typischen Anbauländern in Mittel- und Südamerika geben der Bio-Schokolade einen zusätzlichen Sinn. Wer auf genussvolle Bio-Schokolade achtet, der schützt die Umwelt in den Anbaugebieten und unterstützt die dortigen Kleinbauern. Offizielle Bio-Siegel zeichnen entsprechende Hersteller aus; einige gehen mit ihrer Verantwortung auch besonders transparent um und geben auf den entsprechenden Internetseiten einen Überblick über die hauseigenen Anforderungen.

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So wirken Antioxidantien

Von |2020-09-30T08:12:36+02:00September 30th, 2020|

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So wirken Antioxidantien Teil 4 von 4

Immer wieder wird von der Kraft der Antioxidantien gesprochen wenn es etwa um Ginseng & Co. geht. Was aber ist dran? Wie wirken sie? OTC & Visite klärt auf. Freie Radikale sind, wenn sie im Übermaß im Körper vorkommen gefährlich; dies wird oft auch als „oxidativer Stress“ bezeichnet. Sie greifen wichtige Zellbausteine an, können gewebeschädigend sein und gelten als Mitverursacher von Erkrankungen wie beispielsweise den Herz-, Kreislauferkrankungen, Krebs, Augen-, Nervenkrankheiten und Entzündungen. Daher sollten wir alle ausreichend von den Radikalfängern, den Antioxidantien, aufnehmen. Sie sind es, welche die aggressiven kleinen Teilchen in Schach halten.

Erhöhter Bedarf?

Es gibt verschiedene Personengruppen, die einen besonders hohen Bedarf an solchen Antioxidantien haben. Beispielsweise Alkoholkonsumenten, chronisch Kranke, Personen mit Herz-, Kreislauferkrankungen, Krebs, Nervenkrankheiten oder Entzündungen sowie Menschen, die regelmäßig Medikamente zu sich nehmen müssen und solche, die unter Stress oder psychischen Belastungen leiden. Ebenso betroffen sind Raucher, intensive Sonnenanbeter, Sportler, körperlich arbeitende Personen und Personen, die von Abgasen, Luftschadstoffen und anderem stark gestresst werden. Prof. Dr. Michaela Döll von der Universität Braunschweig ist seit vielen Jahren engagiert tätig in der Weiterbildung von Apothekern, Ärzten und Heilpraktikern. Mit einer Fülle an Publikationen hat sich die Spezialistin für Ernährung ein großes Renommee in der Fachwelt erworben. Sie erklärt: »Antioxidantien sind echte Teamplayer, die aber einzeln auftretend gefährlich werden können. Daher sollten Verbraucher darauf achten, möglichst natürliche Antioxidantien in einem ausgewogenen Mischungsverhältnis zu sich zu nehmen.«

Das alles sind Antioxidantien

Bekannte Vertreter sind die Vitamine wie E und C oder auch das ß-Carotin. Diese »verbrauchen« sich allerdings bei ihrer radikalinaktivierenden Tätigkeit und müssen von anderen Antioxidantien dann erneut quasi recycelt werden. Wenn nun einzelne, hochdosierte Antioxidantien angewendet werden – beispielsweise Vitamin E – bleiben die »verbrauchten« Moleküle zurück. Diese können nun, wenn sie nicht von anderen gleichzeitig vorhandenen Radikalfängern regeneriert werden, selbst zum freien Radikal werden und damit den oxidativen Stress sogar noch verstärken. Genau aus diesem Grund ist die Aufnahme von natürlich vorkommenden Antioxidantien so viel besser, denn diese wirken ausgewogen. Beispielsweise auch im Roten Ginseng, dessen ORAC-Wert bereits seine Wirkmöglichkeiten signalisiert.

ORAC?

Oxygen Radical Absorbance Capacity – dieser Wert spiegelt die Menge an antioxidativer Kapazität von Substanzen wider, welche die Freien Radikale im Körper binden können. Roter Ginseng kommt dabei auf Werte über 160.000 TE pro 100 Gramm. Zum Vergleich: Kräuter wie Beifuß (etwa 70.000 TE/100g), Früchte wie Orangen (2.000 TE/100g) oder andere »Superfoods« zeigen weitaus geringere Werte. Das Geheimnis des Ginsengs scheint dabei in dem außergewöhnlichen Zusammenspiel der vielen hochwertigen Inhaltsstoffe und Substanzen zu liegen. Eine Kombination, die in dieser Art in keinem Fall etwa von der Gabe einzelner Antioxidantien erreicht oder gar kompensiert werden kann.

Unterstützung ist möglich

Gerade bei den sogenannten »niedriggradigen« Entzündungen können starke Antioxidantien eine wertvolle Hilfe sein. Diese spielen sich oftmals vollkommen unbemerkt ab. So weiß man beispielsweise, dass die Veränderungen in den Blutgefäßen, die zu Herzinfarkt oder Schlaganfall führen, viel mit diesen vor sich hinschwelenden, entzündungsbedingten »Brandherden« zu tun haben und die klassischen Risikofaktoren, zu denen ein erhöhter Cholesterinspiegel, Bluthochdruck, Rauchen und auch Übergewicht gehören, nicht für alle Herz-, Kreislauftode verantwortlich gemacht werden können. Auch Krebserkrankungen werden mit entzündlichen Prozessen in Verbindung gebracht, denn Botenstoffe, die speziell bei Entzündungen freigesetzt werden, können das Überleben von Tumorzellen, die tagtäglich in unserem Körper entstehen, erleichtern und dafür sorgen, dass die Körperpolizei die Krebszellen weniger gut aufspüren kann. Und schauen wir auf die kommende Jahreszeit, dann sehnt sich unser gesamtes Immunsystem auf effektive Antioxidantien, wie sie beispielsweise der Rote Ginseng bietet. Mit einem fitten Immunsystem ist es für unseren Körper weitaus einfacher, mit den Bedrohungen von außen durch Viren oder Bakterien umzugehen. Unterstützen wir also unseren Körper dabei, abwehrbereit zu sein. Es lohnt sich.

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Ayurveda-Kuren

Von |2020-09-01T09:01:23+02:00September 1st, 2020|

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Ayurveda-Kuren

Kuren ist wieder in und Ayurveda sowieso. Was kann also besser sein, als beides miteinander zu verbinden? Bei Ayurveda handelt es sich um eine mehrere tausend Jahre alte Lebenswissenschaft – auch das bedeutet Ayurveda wörtlich übersetzt –, die fast alle modernen medizinischen Disziplinen einbezieht oder zumindest streift. Dabei versteht man unter »Wissenschaft« nicht die westliche Ausprägung mit Versuch und Beweis, sondern es geht hierbei um Erfahrungswerte und zudem eine stark philosophische Betrachtungsweise. Der Begriff Ayurveda stammt aus dem Sanskrit, einer der ältesten heute noch von indischen Brahmanen und in Gelehrtenkreisen gebrauchten Hochsprache, und setzt sich aus Ayu und Veda zusammen. Die ältesten bekannten Ursprünge von Ayurveda liegen im alten Indien, wo es als ganzheitliches System bereits lange existierte, ehe es etwa 5.000 Jahre vor unserer Zeitrechnung schriftlich niedergelegt wurde.

Das macht Ayurveda

Ayurveda beschäftigt sich mit der Vorbeugung und der Heilung von Krankheit in allumfassender Sicht. Nicht Symptome werden bekämpft, sondern die Ursachen von Krankheit und deren Entstehung werden betrachtet. Dies geschieht auf körperlicher, seelischer und geistiger Ebene. Neben rein medizinischen Präparaten, die nur von ausgebildeten Ärzten verordnet werden dürfen, gibt es empfehlenswerte Produkte, die aus ayurvedischer Sicht den Anforderungen an natürliche, verträgliche, schonende und ökologisch unbedenkliche Kriterien gerecht werden. Basis von Ayurveda ist die Annahme der drei Lebensenergien, der Doshas. In jedem lebenden Organismus sollen Vata, Pitta und Kapha in einem ausgeglichenen Verhältnis existieren. Je nachdem, welcher Typus in einem Menschen besonders stark ausgeprägt ist und eben, welche Krankheit vorliegt, ordnet ein ayurvedischer Arzt die entsprechenden Therapien an.

In der ayurvedischen Lehre spielen hierbei Massage und Reinigung, Ernährung, spirituelles Yoga und die Pflanzenheilkunde eine Rolle. Die Prämisse, dass Vorbeugen besser als Nachsorgen ist, erläutert David Frawley, ein amerikanischer Ayurveda-Experte, mit »was immer wir selbst tun können, um unsere eigene Gesundheit zu stärken, wirkt besser als das, was andere für uns tun.« Ayurvedische Behandlungen schließlich konzentrieren sich darauf, die Selbstheilungskräfte des Körpers zu aktiveren. Dazu gehören etwa Ganzkörper-Ölmassagen von ein oder auch zwei Therapeuten synchron oder der Stirnölguss (Shirodhara) sowie die Fußmassage (Padabhyanga), welche Energieblockaden lösen soll.

Verdauung

Im Ayurveda wird bedacht, dass ein Nahrungsmittel noch so gesund sein kann, wird es nicht richtig verwertet, ist es auch weniger wert. Und da süße Speisen schwer zu verdauen sind, kommen diese zuerst an die Reihe. Verwechseln Sie aber bitte nicht ayurvedische Küche mit asiatischer. Es gibt Überschneidungen, gewiss, aber eben auch viel mehr Unterschiede. Wichtig zu wissen ist ebenfalls, dass im Ayurveda keine Rohkost gereicht wird. Nahezu alle Speisen sind gekocht, um vom Körper besser aufgenommen zu werden.

Kuren

Wichtig zu verstehen beim Thema Ayurveda-Kuren ist, dass wir nicht von Wellness im ursprünglichen Sinn sprechen, sondern von medizinisch-therapeutischen Kuren. Diese sollten ausschließlich in Fachzentren angeboten werden. Typisch für eine Ayurveda-Kur ist die Panchakarma-Kur. Der Begriff bedeutet »die fünf Handlungen« und genau darum geht es auch. Eine tiefe Reinigung ist das Ziel, alle Schlacken und Gifte sollen aus dem Körper hinausgeleitet werden. Dabei kann Panchakarma sowohl präventiv eingesetzt werden, als auch zur Heilung von Krankheiten. Die Reinigung selbst dreht sich um das Abführen und Ausschwitzen. Zu diesem Zweck bekommen die Patienten spezifische Kräuterzubereitungen gereicht. Übergeordnetes Ziel ist es, Körperfunktionen wie den Fettstoffwechsel oder die Leber zu aktivieren, um so die sogenannten Schlacken aus dem Körper zu schwemmen. Nach diesen Reinigungsprozessen wird der Körper während der Kur auch wieder gestärkt und aufgebaut. Hierfür werden auch Massagetechniken wie etwa Wasser-Shiatsu oder auch Yoga eingesetzt. Wie genau die Kurinhalte aufgebaut sind, ist von Angebot zu Angebot unterschiedlich. Wesentlich für Interessenten ist, dass es bei einer Ayurveda-Kur nicht um eine schicke Massage in einem netten Ambiente geht, sondern dass man bewusst einen seriösen Anbieter wählt, der auch das medizinisch-therapeutische Wissen aufweisen kann.

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